Okt 31 2006

WiMax soll Versorgungslücken im Breitband ausfüllen

Trotz “DSL-Funk” bleibt “lückenlose Erschließung Wunschdenken”

(Foto: www.st-oneline.net)

Rheine (pte/31.10.2006/15:23) - Die flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internetzugängen ist in Deutschland längst nicht infrastrukturell voll ausgebaut und erschlossen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061025041 ). Vor diesem Hintergrund versucht eine neu entwickelte Funktechnologie von ST-oneline http://www.st-oneline.net den bislang über acht Mio. deutschen Verbrauchern ohne DSL-Kabel einen Zugang für das Breitband-Internet zu ermöglichen. “Kundenorientiert sollen vor allem ländliche, unterversorgte Regionen angesprochen werden, in denen es bislang nur eine schwere bis keine Breitband-Versorgung durch die Deutsche Telekom http://www.telekom3.de gab”, erläutert Lorenz Isbeih, ST-oneline-Geschäftsführer, im Gespräch mit pressetext. Der so genannte “DSL-Funk”, der nicht länger auf ein Kabel angewiesen ist, soll ohne Auflagen von Regulierungsbehörden frei ins Haus “geliefert” werden können. Dies ermöglicht die WiMax-Technologie, die auf der Einteilung Deutschlands in 28 Funkregionen und einem damit verbundenen Lizenzverkauf basiert. ST-online bietet den Kunden die Versorgung mit dem nötigen Equipment. Neben einem dem Kunden vermieteten Router, erfolgt die Montage und Ausrichtung einer speziellen Funkantenne auf dem jeweiligen Hausdach. In einem Feldversuch wurde die erste technische Referenzinstallation im westfälischen Landkreis Steinfurt aufgebaut. “Mit DSL-Funk erhalten endlich die rund acht Mio. Menschen eine Hilfestellung, die vom Kabel-DSL der Deutschen Telekom abgeschnitten sind”, erläutert der Experte. Ziel ist die langfristige Erschließung betroffener, überregionaler Gebiete. Aktuell geplant ist hierbei die Ausweitung und damit verbundene Nutzung der Funk-Technologie in Baden-Württemberg und Brandenburg. Isbeih verweist in diesem Zusammenhang jedoch darauf, dass “eine lückenlose Erschließung Deutschlands betroffener Gebiete Wunschdenken bleibt”. Hierbei zu berücksichtigen sei neben der Einwohnerdichte vor allem die Wirtschaftlichkeit geplanter Vorhaben. So betont der Experte nicht nur die ökonomische Rentabilität, sondern streicht die Wichtigkeit einer gebündelten Zusammenfassung von Kunden in unterversorgten Gebieten heraus. Entwickelt wurden die Technologie und Geschäftsidee von Isbeih in Kooperation mit Peter Quadt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technische Akustik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) http://www-zhv.rwth-aachen.de . Für innovative Unternehmenskonzepte zu Informationstechnologien wurde beiden im August 2006 ein mit 7.500 Euro dotierter Preis beim Businessplanwettbewerb “start2grow” http://www.start2grow.de verliehen. (Ende)

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Florian Fügemann email: fuegemann@pressetext.com Tel. +43 1 811 40 111


Okt 31 2006

E-Plus: Mehrmarkenstrategie geht auf

3,6 Mio. User bei Simyo, Base und Co.

(Foto: simyo.de)

Düsseldorf (pte/31.10.2006/13:50) - Die Mehrmarkenstrategie mit dem Billigdienst Simyo oder der Marke Ay Yildiz für Türken in Deutschland macht sich für den drittgrößten deutschen Mobilfunkprovider E-Plus http://www.eplus.de zunehmend bezahlt. Im abgelaufenen dritten Quartal konnte E-Plus seine Kundenbasis um gut 360.000 auf 12,2 Millionen ausbauen. Allein bei den neuen Diensten verbucht das Unternehmen mittlerweile 3,6 Mio. Kunden. “Das Teilnehmerwachstum war stärker als erwartet”, meint Sal. Oppenheim-Analyst Wolfgang Specht gegenüber pressetext. Nachdem E-Plus im zweiten Quartal bereits deutlich stärker als der Markt zugelegt habe, sehe es nun so aus, als ob dieser Trend fortgesetzt werden konnte. E-Plus erwirtschaftete mit seinen Mobilfunkmarken in den vergangenen drei Monaten einen Umsatz in Höhe von 714 Mio. Euro und damit um knapp elf Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das operative Ergebnis explodierte geradezu von drei auf 75 Mio. Euro. E-Plus will nun seine Mehrmarkenstrategie vorantreiben. “Das Unternehmen hat damit ein Kundensegment entdeckt, das von der Konkurrenz noch nicht erreicht wird”, erklärt Specht. Obwohl die Strategie bisher gute Erfolge gezeigt habe, sieht Specht aber bereits eine Abschwächung voraus. “Zukünftig wird es nicht mehr so einfach sein, hier Wachstum zu generieren”, so der Analyst. Mitte September reagierte E-Plus bereits mit einem radikalen Umbau seiner Organisationsstruktur auf den zunehmenden Verdrängungswettbewerb auf dem Markt. Abgesehen hat es das Unternehmen dabei auch auf die Managementebene (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060921037 ). Im Gegenzug sollen aber die Vertriebskanäle massiv ausgebaut werden. In diesem Bereich will das Unternehmen bis Ende 2007 mindestens 350 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Den Mutterkonzern KPN http://www.kpn.com dürften die positiven Quartalszahlen seiner deutschen Mobilfunktochter jedenfalls freuen. Während das Festnetzgeschäft auf dem Heimmarkt weiter unter Druck steht, erweist sich die Mobilfunksparte einmal mehr als Wachstumstreiber für den niederländischen Telekomriesen. Insgesamt verbuchte KPN im abgelaufenen Quartal ein Umsatzplus von 3,7 Prozent auf 3,04 Mrd. Euro. Das EBITDA kletterte um gut vier Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Aufgrund der positiven Ergebnisse vor allem im Mobilfunkbereich hob KPN seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr an und rechnet nun mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA soll nun im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. (Ende)

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Okt 31 2006

Seagate-Festplatte verschlüsselt sich selbst

Zugriff auf sensible Daten bei gestohlenen Laptops unmöglich

Foto: seagate.com

Orlando/München (pte/31.10.2006/13:46) - Der Festplattenspezialist Seagate http://www.seagate.com will eine neue Reihe vom Festplatten mit Hardwareverschlüsselung auf den Markt bringen, bei der es ohne Authentifizierung durch eine berechtigte Person unmöglich sein soll, auf die darauf gespeicherten Daten zugreifen zu können. Ein spezieller Kryptoprozessor ent- und verschlüsselt die Daten während des Lese- und Schreibzugriffs. Die “DriveTrust”-Laufwerke sind im 2,5 Zoll Formfaktor für Notebooks konstruiert und sollen in den Kapazitäten von 80, 120 und 160 Gigabyte erhältlich sein. Bei der “Momentus 5400 FDE.2″ handelt es sich um die Nachfolgerversion der im Juni 2005 erschienenen ersten Seagate-Festplatte mit Full Disk Encryption (FDE). “Der FDE-Bereich ist ein sehr schnell wachsender Nischenmarkt”, meint Seagate-Sprecherin Regina Israel im Gespräch mit pressetext. Seagate erwartet, dass Notebook-Produzenten die neue Harddisk in Verbindung mit einem vom User zu vergebenden Passwort anbieten werden. Ebenfalls denkbar ist eine Zugriffslösung mittels SmartCard oder Fingerprintreader. Bei der angekündigten Platte kommt eine 128-Bit AES-Verschlüsselung zum Einsatz. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt “on the fly”, denn die Platte enthält einen Kryptoprozessor. Das bedeutet, dass die Chiffrierung während des normalen Schreib- und Lesevorgangs durchgeführt wird. Ein Vorteil dabei ist, dass der Systemprozessor nicht mit dieser Aufgabe belastet wird. Weiters wären bei einer Hardware-basierten Chiffrierung weder Patches noch Updates notwendig, um den hohen Sicherheitslevel zu halten. Außerdem gäbe es noch einen entscheidenden Sicherheitsvorteil: Die verschlüsselten Daten könnten äußerst einfach vernichtet werden. Dies ermöglicht problemlos ein Umschichten oder Ausscheiden der Laufwerke und spart Zeit sowie Kosten, die mit dem Löschen und Überschreiben der Informationen verbunden sind, so Seagate in einer entsprechenden Aussendung. “Der Ansatz, die Verschlüsselung direkt auf der Harddisk vorzunehmen, ist abseits der Datenspeicherung eine völlig neue Möglichkeit, die Festplatten bieten”, meint Scott Shimomura, Senior Produkt Marketing Manager bei Seagate. Datendiebstahl und der Schutz der Privatsphäre sind zu wichtigen Themen geworden. Gestohlene Laptops von hohen Managern oder Beamten zeigen die Verlustanfälligkeit von mobilen, sensiblen Daten. Mit der neuen Seagate-Platte kann kein Unberechtigter auf die Informationen auf der Festplatte in entwendeten oder verlorenen Notebooks zugreifen. Das System soll sich ohne korrekte Authentifizierung nicht einmal hochfahren lassen. Shimomura zeigt sich zuversichtlich, dass die hauseigene Entwicklung bald auf dem Markt zu finden sein wird: “Als Primärmarkt sehen wir mobile Computer, denn auf diesen Systemen werden besonders viele sensible Daten gespeichert. Sie haben daher einen unmittelbaren Bedarf an zusätzlicher Sicherheit.” Weiters arbeite man aber auch mit Softwarefirmen zusammen, um DriveTrust in unternehmensweiten Sicherheitslösungen zu integrieren. Frühestens werden die FDE-Platten jedoch Anfang 2007 am Markt zu finden sein, schränkt Israel ein. (Ende)

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Okt 31 2006

“Europa bei RFID zu zögerlich”

Mühlbauer baut Geschäft in Asien aus

(Foto: muehlbauer.de)

Roding (pte/31.10.2006/11:28) - Der Technologiekonzern Mühlbauer http://www.muehlbauer.de hat im abgelaufenen dritten Quartal Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen müssen. Verantwortlich dafür macht das auf Sicherheitslösungen spezialisierte Unternehmen Projektverzögerungen im Smart-Card-Bereich sowie die Sättigung des nordamerikanischen RFID-Marktes. Nun will Mühlbauer mit seinen RFID-Lösungen vor allem in Asien punkten. “Wir haben uns dort eine breite Kundenbasis erarbeitet. Die Geschäfte laufen bereits an”, sagt Mühlbauer-Sprecher Tilo Rosenberger im Gespräch mit pressetext. Der europäische Markt werde dagegen hinter den Wachstumsraten Asiens zurückbleiben, prognostiziert Rosenbauer. “Europa ist bei RFID etwas zögerlich”, so der Unternehmenssprecher. Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete Mühlbauer einen Umsatz von 37,1 Mio. Euro und blieb damit um 10,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das EBIT schrumpfte um 23,8 Prozent auf 8,9 Mio. Euro. Mühlbauer zeigte sich dennoch mit den Quartalszahlen zufrieden und blickt optimistisch auf die weitere Entwicklung. Im laufenden Geschäftsjahr sollen Umsatz und Ergebnis des Vorjahres übertroffen werden. Konkrete Prognosen gibt das Unternehmen traditionell nicht. Nur soviel: “Wir sind bestens positioniert, sowohl was die Smart-Cards als auch die Smart-Labels betrifft”, meint Rosenbauer. Im RFID-Bereich soll der weltweite Marktanteil 70 bis 80 Prozent betragen. Bei den Smart-Cards, wie etwa dem E-Pass, sehen Analysten einen Marktanteil zwischen 40 und 50 Prozent. Eine deutliche Erholung verzeichnete das Unternehmen in den vergangenen Monaten bereits beim Auftragseingang. Gestützt von der Nachfrage nach dem Lösungsangebot im Produktbereich Cards & Tecurity verbuchte Mühlbauer in seinen Auftragsbüchern ein Plus von 20,6 Prozent auf 36,9 Mio. Euro. Der Auftragsbestand beläuft sich zum 30. September damit auf 89,1 Mio. Euro und liegt damit um 25,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Marktstimmung für Technologielösungen im Smart-Card-Bereich sei gut, heißt es in einer Unternehmensaussendung. Aufgrund des großen Marktinteresses unter anderem an sicherheitsorientierten Ausweissystemen rechnet Mühlbauer für die kommenden Monate mit einer “weiteren Intensivierung des Geschäfts”. (Ende)

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Okt 31 2006

Globalisierung heizt Forschung und Entwicklung an

Pharmabranche entert die Top 20 des F&E-Barometers

London (pte/31.10.2006/06:20) - Der globale Wettbewerb sorgt dafür, dass die großen Konzerne immer mehr für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgeben. Die F&E-Ausgaben haben gegenüber dem Vorjahr rund um den Globus um sieben Prozent zugelegt, wie aus dem jährlich erscheinenden internationalen R&D Scoreboard des britischen Handelsministeriums http://www.dti.gov.uk hervorgeht. Das F&E-Barometer erfasst die Ausgaben von insgesamt 1.250 Unternehmen weltweit ab einer Investitionssumme von 33 Mio. Dollar. “In vielen Branchen steigen die Gewinne enorm an und die Unternehmen können es sich leisten, mehr für Forschung und Entwicklung auszugeben”, zitiert die Financial Times den Ministeriumssprecher Norman Price. Dort wo die Profite gering ausfielen, wie etwa in der Autoindustrie, sei wiederum der Wettbewerb so hart, dass es sich die Unternehmen nicht leisten könnten, ihre F&E-Investitionen zu kürzen, meint Price. Mit den größten Zuwachsraten können die asiatischen Konzerne aufwarten. So kletterten die F&E-Ausgaben der im Ranking vertretenen taiwanesischen Unternehmen um 30,5 Prozent. Die 17 südkoreanischen Vertreter gaben zwölf Prozent mehr für Forschung und Entwicklung aus als im Vorjahr. Der Elektronikriese Samsung kam etwa auf F&E-Ausgaben in Höhe von 5,4 Mrd. Dollar, nachdem in den vergangenen vier Jahren durchschnittlich gerade 1,88 Mrd. Dollar zu Buche standen. Demgegenüber investieren allerdings indische und chinesische Unternehmen relativ wenig in die eigenen Forschungsabteilungen. Nach Branchen gerechnet, hat die Pharmaindustrie in punkto F&E den größten Schritt nach vorn gemacht. Nachdem 1992 kein einziges Pharmaunternehmen in der Top 20 des R&D Scoreboards auftauchte, stellt die Industrie mittlerweile sechs Vertreter. Dagegen sind die Unternehmen der Telekom- und Chemiebranche - vor 14 Jahren mit jeweils zwei Vertretern in der Top 20 - in diesem Jahr ganz aus der Spitze verschwunden. Für die europäische Politik bedeutet das R&D Scoreboard ebenfalls wenig Grund zur Freude. Während US-Konzerne ihre F&E-Ausgaben im Vergleich zum Jahresmittel der vergangenen vier Jahre um 15,4 Prozent steigern konnten, blieben die europäischen Unternehmen mit Zuwächsen in Höhe von 5,6 Prozent zurück. In punkto F&E-Ausgaben kann sich Österreich im Europa-Vergleich allerdings sehen lassen. In den Jahren 2000 bis 2005 kletterte die F&E-Quote in der Alpenrepublik von 1,91 auf 2,35 Prozent des BIP und liegt damit deutlich über dem EU-Schnitt von zwei Prozent. Die F&E-Ausgaben der Industrie stiegen im Zeitraum von 2000 bis 2004 um 40 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060112040 ). (Ende)

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