Nov 30 2006

Ende der 3,5-Zoll-Festplatte besiegelt

Fujitsu: “Wir stehen vor Revolution im Speicherbereich”

München (pte/30.11.2006/13:54) - Fujitsu http://www.fujitsu.de sieht das Ende der herkömmlichen 3,5-Zoll-Festplatten in Computern herannahen. Um im 2,5-Zoll-Bereich zukünftig mit ungeahnten Speichermöglichkeiten aufwarten zu können, haben die Fujitsu-Techniker nun eine Technologie entwickelt, mithilfe derer die Speicherkapazität von Perpendicular-Recording-Platten nochmals um den Faktor zehn erhöht werden kann. Dabei setzt Fujitsu auf den Einsatz eines mehrschichtigen optischen Elements, mit dem die Speicherdichte erstmals auf mehr als ein Terabit pro Quadratzoll hochgeschraubt werden kann. “Diese Entwicklung ist der nächste Schritt nach der Einführung der Perpendicular-Technologie und stellt für Fujitsu sowie die gesamte Speicherindustrie einen wichtigen Meilenstein dar”, erklärt Georg Dietsch, Director Storage Products Group EMEA, im pressetext-Interview. Das Ende der 3,5-Zoll-Festplatte sei nur noch eine Frage der Zeit, so Dietsch, dessen Unternehmen den Consumer-Electronics-Markt in diesem Bereich nicht mehr bedient. Zukünftige Speicherlösungen müssten stromsparend, leise und besonders schockresistent sein, weshalb der Trend eindeutig in Richtung 2,5-Zoll zeige, so Dietsch. Bei der neuen Fujitsu-Technologie, die auf den Namen “Thermal Assisted Magnetic Recording” getauft wurde, wird auf dem zu beschreibenden Medium ein sehr kleiner Brennpunkt mit hoher optischer Übertragungsleistung benötigt. Das bedeutet, dass optische Elemente im Herstellungsprozess in die magnetischen Schreib-/Leseköpfe der Festplatte eingearbeitet werden. Mit dem von Fujitsu entwickelten optischen Element kann erstmals ein Punkt von unter hundert Nanometern angepeilt werden, was als Schlüssel zum Vordringen in Terabit-Bereiche gilt. Die Markteinführung ist laut Angaben des Unternehmens für 2009/2010 geplant. Als potenzielle Abnehmermärkte hat Fujitsu einerseits den Bereich High End Enterprise Computing und andererseits die Automobilindustrie ins Auge gefasst. So werden Autos zukünftig mit internen Festplattenlösungen ausgestattet, die nicht nur fotogenaue Navigationssysteme beherbergen sondern auch zur Verarbeitung von Daten zur Optimierung des Fahrverhaltens eingesetzt werden. “Die Digitalisierung wird schrittweise alle Lebensbereiche vom Fernsehen bis zur Küchenarbeit und dem Autofahren erfassen. Die zur Vernetzung dieser Daten anfallenden Speicherkapazitäten sind enorm und können nur durch den Einsatz neuer Technologien geschaffen werden”, so Dietsch gegenüber pressetext. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Martin Stepanek email: stepanek@pressetext.com Tel. +43-1-81140-308


Nov 30 2006

BenQ Mobile: Rettung durch “Heuschrecken”

Mehrere Investoren interessiert - Scheitern aber noch möglich

(Foto: benqmobile.com)

München (pte/30.11.2006/13:42) - Der insolvente Handyhersteller BenQ Mobile steht offenbar vor der Rettung. Mehrere Finanzinvestoren seien interessiert, bestätigte eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Martin Prager heute, Donnerstag, gegenüber pressetext entsprechende Medienberichte. Derzeit würden konkrete Verhandlungen geführt. “In den aktuellen Gesprächen geht es um das ganze Unternehmen”, betont die Sprecherin, warnt aber gleichzeitig vor zu viel Optimismus. “Wir sind noch nicht auf der Zielgeraden. Die Verhandlungen können jederzeit scheitern.” In der vergangenen Woche hatte Samsung ein kolportiertes Interesse an BenQ Mobile verneint (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061124030 ). Nun könnten ausgerechnet die vor nicht allzu langer Zeit noch als “Heuschrecken” beschimpften Finanzinvestoren für BenQ Mobile die Rettung bedeuten. Dabei hofft der Insolvenzverwalter auf einen Komplettverkauf. “Im schlimmsten Fall stünde eine Zerschlagung des Unternehmens an”, so die Sprecherin der Pluta Rechtsanwalts GmbH gegenüber pressetext. Der Insolvenzverwalter dürfe nicht um jeden Preis verkaufen, sondern sei auch den Gläubigern verpflichtet. Die Chancen für eine Rettung stünden derzeit aber gut. Mit einer Entscheidung wird noch vor Weihnachten gerechnet. Zum 1. Januar stünde anderenfalls die automatische Eröffnung des Insolvenzverfahrens an, was die Käufer abschrecken könnte. Ab 1. Januar müsste BenQ Mobile dann schwarze Zahlen schreiben. Die verlustreiche ehemalige Siemens-Handysparte hatte nur ein Jahr nach der Übernahme durch den taiwanesischen Elektronikkonzern BenQ Ende September überraschend Insolvenz angemeldet (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060928049 ). Seitdem versucht Insolvenzverwalter Prager mit harten Einschnitten das Unternehmen zu retten. Knapp zwei Drittel der ehemals 3.000 Stellen sind bereits gestrichen worden. Eine Möglichkeit für das Überleben sehen Analysten etwa im Fortbestehen als Teil eines großen Auftragsfertigers. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Jörn Brien email: brien@pressetext.com Tel. +43-1-81140-318


Nov 30 2006

Weiblicher Android soll singen und tanzen

Intelligente Haushaltshilfen: “Die Zeit für Roboter ist reif”

Seoul/Mannheim (pte/30.11.2006/13:15) - Koreanische Wissenschaftler haben ihren im Frühjahr vorgestellten weiblichen Androiden in der weiterentwickelten Version 2.0 präsentiert. Entwickler Baeg Moon-hong hat seinem weiblichen Roboter den Namen Eve Robot (EveR) und das Aussehen einer 20 Jahre jungen Frau gegeben. “Ihre” Funktionen sind zwar auch noch in der Version 2.0 sehr eingeschränkt, bis 2010 soll sich EveR jedoch menschlich bewegen sowie tanzen und singen können. Einfachere Roboter halten derweil schon Einzug in die Haushalte der Menschen und übernehmen simple Arbeiten. Beispiel dafür ist der Staubsaugerroboter Roomba von iRobot oder der Automower von Husqvarna, der sich um einen sauber geschnittenen Rasen kümmert. “Die Zeit für Roboter ist reif”, meint Cyriacus Schultze, Mitgründer des ersten deutschen Roboter-Fachgeschäft Robotstore http://www.robotstore.de , im Gespräch mit pressetext.

Schultze ist überzeugt, dass sich die künstlichen Helfer schon bald durchsetzen werden. “Wir sind in den vergangenen vier bis fünf Jahren dort angekommen, was in Science-Fiction-Filmen schon vorgezeichnet wurde. Zwar wird es sicherlich noch Jahre dauern, bis der Hausroboter das Frühstück serviert, sich um den Haushalt kümmert und abends Klavier spielt, jedoch übernehmen spezialisierte Roboter bereits jetzt Fachaufgaben. Die Menschen nehmen dies auch verstärkt an und die Roboter emanzipieren sich vom Image des Spielzeugs”, so Schultze.

Mit dem Robotstore erwarte er sich zwar derzeit noch nicht den “riesigen Absatzmarkt wie mit dem iPod, aber eine Umbruchstimmung ist zu bemerken. Bis heute wurden Roboter als Spielzeug angesehen oder als Partyhit belächelt. In zehn Jahren werden Haushaltsroboter unseren Alltagskram erledigen und so normal sein, wie heute E-Mail und Internet”, ist Schultze überzeugt. Neben Saug-, Mäh- und Spielzeugrobotern finden sich im Sortiment auch Marketingroboter für einen modernen Messeauftritt sowie der MX-500. Dabei handelt es sich um einen autonomen Mehrzweck-Roboter, der in der Industrie als Transporter, Wachroboter und Telepräsenzsystem eingesetzt wird. Preis: 24.000 Euro.

Die europäische Skepsis gilt es ebenfalls noch zu beseitigen. Schultze: “Die Begeisterung für die Robotertechnik und deren Einsatz im Alltag ist in den USA und Japan deutlich größer, als in Europa. Hierzulande werden Roboter noch sehr kritisch hinterfragt, während sie in Asien schon in Altersheimen und Krankenhäusern eingesetzt werden.” (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060320028 ) Die roboterfreundliche Grundstimmung im asiatischen Raum treibe auch die Forschung und Entwicklung kräftig voran.

Bestes Beispiel ist die bisher drei Mio. Dollar teuere EveR. Sie beherrscht derzeit einen Wortschatz von 400 Worten und ist dadurch in der Lage, einfache Konversationen zu führen. Weiters kann sie durch ihre Gesichtsmimik Gefühle ausdrücken. Aufgrund ihrer Silikonhaut ist es der Roboterfrau derzeit allerdings nur möglich, zu sitzen und aufzustehen. Das Gehen scheiterte bislang - möglicherweise auch an ästhetischen Gründen. “Um alle Komponenten und Motoren unterzubringen, die zum Gehen nötig wären, müssten die Beine dicker werden. Wir wollen ihr jedoch dünne Beine geben, damit sie wirklich wie ein Mensch aus Fleisch und Blut aussieht”, meint ihr Entwickler. Eine weitere Herausforderung ist es, eine leistungsstarke Batterie in den kleinen Körper zu verbauen. Derzeit wird die sitzende EveR über die Steckdose mit Energie versorgt. Bis 2010 sollen diese Probleme jedoch gelöst werden. EveR soll in den folgenden Version sowohl beweglicher als auch intelligenter sein, meinen die Forscher. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. ++43-1-81140-313


Nov 30 2006

Europäischer Supercomputer berechnet Galaxienentstehung

Rechenvorgang würde auf normalem Computer hunderte Jahre dauern

Supercomputer spürt Galaxien auf (Foto: aip.de)

Potsdam (pte/30.11.2006/12:19) - Mithilfe des leistungsfähigsten Supercomputer Europas gehen Wissenschaftler des Astrophysikalischen Instituts Potsdam (AIP) http://www.aip.de derzeit der Entstehung von Galaxien auf den Grund. Als Ausgangspunkt der gigantischen Simulation dient der Urknall, der rund 14 Mrd. Jahre vor unserer Zeit vermutet wird. Um die Abläufe und Entwicklungsprozesse im frühen Stadium des Universums nachkonstruieren zu können, haben die Astrophysiker rund eine Mio. Rechenstunden auf dem Supercomputer namens MareNostrum ergattern können. Eine erste Simulation auf MareNostrum konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Durch den Einsatz von insgesamt 800 Prozessoren des Supercomputers konnte diese in nur 52 Tagen abgeschlossen werden. “Ein normaler Computer mit einem Prozessor hätte dafür über 114 Jahre ununterbrochen rechnen müssen”, erklärt der Projektmitbeauftragte Arman Khalatyan vom AIP gegenüber pressetext. In einem weiteren Schritt ist den Potsdamern nun 600.000 zusätzliche Rechenstunden zugesprochen worden. Damit wollen die Forscher bis zu einer Rotverschiebung von fünf vordringen, was in etwa der Zeitspanne bis 800 Mio. Jahre nach dem Urknall entspricht. Der Zugang zu ausreichend Rechenkapazität ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Schlüssel für wissenschaftliche Erfolge geworden. Mit einer Kapazität von 94,21 Teraflops erlaubt MareNostrum das Ausführen von 94,21 Billionen Rechenoperationen in einer Sekunde. Die Gesamtprozessorzahl liegt derzeit bei 10.240, was ihn zum weltweit fünfgrößten Supercomputer macht. “Die Entwicklung derartiger Computer spielt für die Wissenschaft natürlich eine enorm wichtige Rolle”, meint Alexander Knebe, Simulationsexperte am AIP, im pressetext-Gespräch. So seien die zugrunde liegenden Berechnungstechniken in den letzten Jahren zwar kaum verändert worden. Durch die nun möglichen Rechenleistungen sei man aber in der Lage ungleich mehr Details aus dem Simulationsprozess gewinnen zu können. “In den 80er-Jahren konnte man gerade einmal an Punkten festmachen, wie sich Galaxien im Universum verteilen. Heute sind wir bereits soweit, dass wir die Verteilung von Sternen in Galaxien simulieren und darstellen können”, so Knebe. Im Endeffekt gehe es aber immer noch um die Frage, wie Galaxien, Sterne und Planeten entstanden sind. Hier sei man weiterhin weit von einem adäquaten physikalischen Gesetz entfernt, so Knebe. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Martin Stepanek email: stepanek@pressetext.com Tel. +43-1-81140-308


Nov 30 2006

AMD vs. Intel: CPU-Krieg spitzt sich zu

Rivalen werfen Quad FX Plattform und Penryn in die Schlacht

(Foto: amd.com)

Sunnyvale/Santa Clara (pte/30.11.2006/12:09) - Der Kampf um den CPU-Markt spitzt sich zu. Zumindest was die Technologie betrifft, sieht sich derzeit Branchenprimus Intel im Vorteil. Erste Prototypen des auf der 45-nm-Technologie basierenden Prozessors Penryn sind fertig und sollen im kommenden Jahr ausgeliefert werden. “Der Penryn ist der absolut erste 45-nm-Prozessor”, betont Intel-Sprecher Jürgen Werner im Gespräch mit pressetext. AMD rechnet in den kommenden Wochen mit der Auslieferung von ersten 65-nm-Chips. Der Intel-Rivale reagiert derweil mit dem Launch seiner Quad FX Plattform auf den technologischen Vorstoß und nimmt damit vor allem Hardcore-Spieler ins Visier. Inwieweit AMD mit diesem Lösungsansatz den Erfolg von Intels Vier-Kern-Prozessoren gefährden kann, wollte Intel nicht weiter kommentieren. “Wir nehmen unsere Wettbewerber sehr ernst”, sagt Werner. AMDs Plattform und Intels Vier-Kern-Architektur beruhten aber auf zwei unterschiedlichen Lösungsansätzen. Allerdings verfüge Intel gegenüber der Konkurrenz mit seiner Core-Mikroarchitektur gepaart mit der 45-nm-Technologie über Vorteile in punkto Performance und Energieeffizienz. “Wir sehen uns auf der technologischen Seite bereits heute im Wettbewerbsvorteil. Ab 2007 sollten wir diesen Vorsprung weiter ausbauen”, zeigt sich Werner gegenüber pressetext überzeugt. In der zweiten Jahreshälfte will der Konzern auf 45-nm-Technologie umstellen. AMD will in eineinhalb Jahren nachziehen. Taiwanesische Motherboard-Hersteller jedenfalls gehen im Hinblick auf die geplante Einführung von Intels Penryn für das kommende Jahr von einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs aus. Im abgelaufenen dritten Quartal hat Intel nach Berechnungen der Marktforscher von Mercury Research den weltweiten x86-Prozessormarkt mit einem Anteil von 76,1 Prozent angeführt. AMD kam auf einen Marktanteil von 23,3 Prozent. Kleinere Anbieter wie VIA spielen kaum noch eine Rolle. Im deutschsprachigen Raum sieht sich Intel Werner zufolge dank des Technologievorsprungs gegenüber AMD auf dem Vormarsch. Sein Unternehmen gewinne in Deutschland Marktanteile, so Intel Deutschland-Chef Hannes Schwaderer gegenüber dem Handelsblatt. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Jörn Brien email: brien@pressetext.com Tel. +43-1-81140-318