Dez 28 2006

Jahresrueckblick 06 - Fachkräftemangel bedroht IT-Aufschwung

BenQ-Pleite und Siemens-Affäre halten Wirtschaftswelt in Atem

Wien (pte/28.12.2006/06:55) - Der Mangel an Fachkräften in der IT-Industrie hat im vergangenen Jahr bedrohliche Züge angenommen. Zwar geht der Branchenverband BITKOM allein für Deutschland von einem Umsatzplus am ITK-Markt von 2,5 Prozent auf 146,4 Mrd. Euro aus. Allerdings sieht bereits die Hälfte der Unternehmen durch den Fachkräftemangel die eigene Geschäftstätigkeit behindert. Seit dem Jahr 2000 ist etwa die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik um ein Viertel auf 28.000 eingebrochen - ein Trend der allerdings im Nachbarland Österreich nicht geortet werden kann. Einen Ausweg aus dem deutschen Dilemma könne nur eine Reform des Bildungssystems auf allen Stufen schaffen, betont der BITKOM (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061205029 ). Die Bundesregierung jedenfalls will die IT-Branche in den kommenden drei Jahren mit 1,2 Mrd. Euro unterstützen und so Technologieentwicklung und Forschung fördern.

Keine Förderung benötigt dagegen der Unterhaltungselektronikmarkt. Der anhaltende Preisverfall hat auch 2006 für einen kräftigen Aufwärtstrend gesorgt. Nach Berechnungen des Information Technology Observatory (EITO) sind die Umsätze in Westeuropa - angetrieben durch die boomende Nachfrage nach Flachbildfernsehern und Spielkonsolen - um 9,2 Prozent auf knapp 60 Mrd. Euro gestiegen. In Deutschland haben die Verbraucher in den vergangenen zwölf Monaten allein 3,6 Mrd. Euro für Flachbild-Fernseher ausgeben und damit 70 Prozent mehr als 2005. Dabei spielt sich der Kampf der Konkurrenzformate Plasma und LCD um die Verbrauchergunst zunehmend im Großformat ab (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060926001 ). Auch 2007 wird der prognostizierte weitere Sinkflug der LCD-TV-Preise für einen anhaltenden Nachfrageboom sorgen.

Bis zum Jahresanfang sollte sich auch die Zukunft des insolventen Handybauers BenQ Mobile entschieden haben. Völlig überraschend hatte der taiwanesische IT-Konzern BenQ seiner Mobilfunktochter in Deutschland den Geldhahn zugedreht. Die letzte Hoffnung für die ehemalige Siemens-Handysparte sind nun ausgerechnet die noch vor nicht allzu langer Zeit noch als “Heuschrecken” beschimpften Finanzinvestoren (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061130042 ). Für Siemens läutete der Niedergang von BenQ Siemens, der den Konzern einiges an Ansehen gekostet hatte, eine ganze Affäre um Korruption und schwarze Kassen ein. Die Schmiergeldaffäre zieht ihre Kreise mittlerweile bis in die ehemaligen Vorstandsetagen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Spannend ging es 2006 auch bei den Anbietern von privaten Sportwetten und Online-Lotto zu. Ihnen droht etwa in Deutschland das Aus. Vor allem der österreichische Online-Gaming-Anbieter bwin ist unter Beschuss geraten (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060923004 ). In Hessen, Sachsen und Baden-Württemberg darf bwin keine Sportwetten und andere Glücksspiele mehr anbieten. In Österreich ist der Konzern ebenfalls angezeigt worden. bwin bezeichnet die Vorwürfe auf Umgehung der Steuerpflicht in Österreich sowie Glücksspiel ohne Konzession allerdings als “völlig haltlos”. In Deutschland will die Ministerpräsidenten-Konferenz das staatliche Wettmonopol bis 2011 festschreiben. Scheinbar wartet man aber eine Entscheidung aus Brüssel ab, bevor der entsprechende Staatsvertrag endgültig unterschrieben wird.

Mit Spannung wartet auch die IT-Branche auf das kommende Jahr. Anfang 2007 soll nämlich Microsofts neues Betriebssystem Vista die PCs erobern. Naturgemäß hat allein die Ankündigung des Softwareriesen, den Start vom Weihnachtsgeschäft 2006 auf das kommende Jahr zu verschieben, in Branchenkreisen für helle Aufregung gesorgt. Marktbeobachter sagten ein Purzeln der Preise im PC-Segment voraus. Den drohenden Einbußen rückte Microsoft gemeinsam mit der Computerindustrie schließlich mit einem Gutscheinprogramm zu Leibe (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061103004 ). Weil das neue Betriebssystem höhere Speicherkapazitäten und eine höhere Grafikleistung benötigt, erwarten sich die PC-Händler für das kommende Jahr einen Stopp des Preisverfalls. Lange Gesichter gibt es dagegen bei den Herstellern. Sie könnten auf den alten Motherboards und Grafikkarten sitzen bleiben (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061214001 ). (Ende)

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Dez 27 2006

Jahresrückblick 06: Brennende Notebooks und fliegende Handymasten

CPU-Hersteller auf Energiediät, Microsoft mit Produktfeuerwerk

Wien/Berlin/Bern (pte/27.12.2006/10:05) - Zwei Erfindungen erregten im abgelaufenen Jahr besonderes Aufsehen. Die Ankündigung des Schweizer Unternehmers Kamal Alavi, mit einer einzigen fliegenden Handyantenne die gesamte Schweiz abdecken zu können, überraschte die Branche im Juni (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060630020 ). Ein 60 Meter langes Luftschiff sollte die X-Station in 21.000 Metern in der Luft halten und neben Mobilfunk auch digitales Radio und TV zur Erde senden.

Ende November behauptete der indischer Student Sainul Abideen eine Druck-Technologie entwickelt zu haben, mit der theoretisch hunderte Gigabyte an Daten auf einem einzigen Blatt Papier gespeichert werden können. Abideen vertraut bei seiner Druck-/Scanlösung auf die grafische Abbildung von Daten in komplexen geometrischen Formen und Farbabstufungen. Das Speichern eines 45-Sekunden-Video auf einem fünf mal fünf Zentimeter kleinen Papier konnte Kritiker bisher aber nicht überzeugen, dass die behaupteten hunderten Gigabyte über diese Vorgangsweise erreicht werden können (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061127023 ).

Die Festplatte feierte 2006 ihren 50. Geburtstag. Am 13. September 1956 stellte IBM das erste Plattenspeichersystem der Welt vor, die IBM 305. Das Monstrum brachte ein Gewicht von einer Tonne auf die Waage und war so groß wie ein Kühlschrank. Seitdem hat sich natürlich einiges getan. Abgesehen davon, dass die Harddisks kleiner und von der Kapazität her leistungsstärker wurden, begann Seagate Anfang des Jahres mit der Auslieferung von Notebookfestplatten mit der neuen Perpendicular Recording Technologie. Durch eine höhere Datendichte, die durch die senkrechte Anordnung der Datenbits erreicht wird, steigert die Technologie die Speicherkapazität um das bis zu Zehnfache. Gleichzeitig wird die Leistung verbessert (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060117022 ). Gesteigerte Performance erwartet sich die Computerbranche auch von Hybrid-Festplatten. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus herkömmlicher Harddisk und Flash-Modulen. Letztere ermöglichen eine raschere Zugriffszeit auf häufig benötigte Daten, zudem sollen die Bootzeit und die Startzeit von Applikationen erheblich verkürzt werden (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060516036 ). Langfristig sollen Flash-Speicherelemente die Festplatte vollständig vom Computer verdrängen.

Eine wahre Achterbahnfahrt war das abgelaufene Jahr für den Softwareriesen Microsoft. “Kein Unternehmen steht über dem Gesetz”, meinte EU-Kommissarin Neelie Kroes und verdonnerte den Konzern im Juli zu 280 Mio. Euro Bußgeld wegen nicht erfüllter Auflagen im jahrelangen Kartellstreit. Währenddessen zeigte sich Microsoft fleißig und läutete mit einer Reihe von Applikationsupdates ein wahres Software-Feuerwerk ein. Neben dem neuen Betriebssystem Vista, dass nach mehreren Verschiebungen schließlich Ende November zumindest für Geschäftskunden erschien (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061201041 ), konnten die Redmonder erstmals nach fünf Jahren mit einer neuen Browserversion des Internet Explorers aufwarten. Aber auch die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. So beglückten sowohl Mozilla als auch Opera ihre Anwender mit überarbeiteten Produktversionen und neuen Funktionalitäten wie Anti-Phishing-Filter und überarbeitetem RSS- und Tabbed-Browsing.

An der Sicherheitsfront machten zunächst einmal weniger die Schädlinge selbst als der Hickhack zwischen den US-Security-Marktführern Symantec und McAfee mit Microsoft und dessen neuem Sicherheitspaket OneCare Schlagzeilen. Ungeachtet der anhaltend akuten Bedrohungsszenarien durch phishende Trojaner und Spyware verkündete Kaspersky Lab im Mai das Ende des klassischen Virenzeitalters (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060602003 ). Als neueste Trends sehen die Sicherheitsexperten das Auftreten von Trojanern auf Mobiltelefonen und in Online-Games. Zudem häufen sich in Unternehmen die Vorfälle von gezielten internen Attacken durch eingeweihte Mitarbeiter.

Brennende Notebooks aufgrund von überhitzten Akkus bereiteten Sony im Sommer erheblich Ärger. Im August startete zuerst Dell und danach Apple mit einer Rückholaktion für Notebookakkus. Wie sich herausstellte, stammten die Energiespender aus dem Hause Sony. Nach und nach zogen weitere Notebookhersteller ebenfalls Konsequenzen. Insgesamt mussten die Firmen weltweit mittlerweile über acht Mio. Akkus aus tragbaren Computern ersetzen. Die Probleme seien laut Sony darauf zurückzuführen, dass in seltenen Fällen mikroskopisch kleine Metallpartikel in den Batteriezellen mit anderen Teilen der Batterie in Kontakt treten könnten. Dadurch könnte ein Kurzschluss in der Zelle entstehen und das Energiepaket im schlimmsten Fall in Flammen aufgehen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060830027 ).

Auf Energiediät wurden die Prozessoren sowohl im Hause Intel als auch bei AMD gesetzt. Nachdem in den vergangenen Jahren das Rennen um Gigahertz vorherrschte, erkoren die Halbleitertechniker 2006 die Energieeffizienz als Trumpfkarte (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060516030 ). Die beiden CPU-Rivalen lieferten sich dabei eine Produkt- und Preisschlacht. Bereits im Februar kündigte Intel an, den aufgerückten Konkurrenten mit einer neuen Architektur wieder abhängen zu wollen und stellte im Oktober die ersten Quad-Core-CPUs vor. AMD schnappte sich für 5,4 Mrd. Dollar den Grafikspezialisten ATI. Gemeinsam will man bis Ende 2008 an einem kombinierten Multifunktionschip basteln, der sowohl Hauptrecheneinheit als auch Grafikprozessor in sich vereint (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061025040 ). Ein Aus gab es für Exklusivverträge. Dell, bislang fest im Intel-Lager, begann auch AMD-Chips zu verbauen. Intel gelang es, sich in den Apple-Geräten breitzumachen, und eröffnetet damit auch die Möglichkeit Windows auf den Macs zu installieren. (Ende)

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Dez 22 2006

Handy-TV wird am liebsten im Bett genossen

Nokia: “Leute sind bereit zu zahlen, aber Regulierung killt das Geschäft”

Nokia will TV aufs Handy bringen (Foto: nokia.com)

Stockholm (pte/22.12.2006/13:50) - Handy-TV wird am liebsten zuhause im Bett vor dem Einschlafen und zum morgendlichen Frühstück genossen. Das hat ein zweimonatiger Pilotversuch von Nokia http://www.nokia.com und TeliaSonera http://www.teliasonera.com in Stockholm ergeben. Der Studie zufolge ist Handy-TV vor allem innerhalb der eigenen vier Wände gefragt. Auf die Nutzung des Dienstes unterwegs zur Arbeit, Schule oder anderen Aktivitäten entfielen gerade einmal ein Drittel der gemessenen Zeit. Als durchschnittliche Dauer einer Handy-TV-Sitzung errechneten die Studiendesigner 30 Minuten. “Jeder, der mobiles Fernsehen einmal ausprobiert hat, war bisher davon begeistert”, meint Johan Rosenlind, Business Manager Multimedia Skandinavien bei Nokia, gegenüber pressetext. “Unseren Erfahrungen zufolge sind die Leute auch bereit, eine Flatrate von bis zu zehn Euro pro Monat für die Nutzung von Handy-TV zu bezahlen. Das Problem ist allerdings, dass abgesehen von Italien die Regierungen derzeit mit restriktiver Regulierungspolitik jede Art von Geschäft verhindern”, so Rosenlind. Er zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass die Beschränkungen schon bald der Vergangenheit angehören werden. Die auch beim Pilotversuch eingesetzte Übertragung über DVB-H sieht der Nokia-Verantwortliche als wichtigen Katalysator, um mobilem TV zum Durchbruch zu verhelfen. Als Vorteil gilt, dass über digitale Antennentechnologie eine unbegrenzte Anzahl von Mobiltelefon-User versorgt werden können, während es bei Daten-basierter Übertragung über UMTS und ähnlichen Kanälen zu Engpässen bei großen Nutzungszahlen kommen kann. Rosenlind zufolge werden sich langfristig aber beide Technologien durchsetzen. Während UMTS-Dienste vor allem für Video-on-demand-Leistungen die bessere Lösung darstelle, könnte die einfache Nutzung von DVB-H über mobile Geräte gerade auch ältere Anwender für diese neue Art des TV-Konsums begeistern, so Rosenlind gegenüber pressetext. (Ende)

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Dez 22 2006

Aufstand der Maschinen - Roboter fordern Rechte

2050: Zukunftsstudie prophezeit neue Welt mit Menschenrechten für Maschinen

Mensch oder Maschine? - Foto: Universität Osaka ed.ams.eng.osaka-u.ac.jp

London/Wien (pte/22.12.2006/13:00) - Roboter werden in einigen Jahrzehnten Menschenrechte erhalten - was nach Stoff aus einem Science-Ficition-Film klingt, geht aus einer Studie hervor, die vom obersten Wissenschaftsberater der britischen Regierung David King in Auftrag gegeben wurde. Die Managementberatung Outsights und das Meinungsforschungsinstitut Ipsos Mori ergründeten in der Untersuchung, welche Rolle Roboter in 50 Jahren auf der Welt spielen werden. In dem nun vorgelegten Bericht kommen die Autoren unter anderem zu dem Ergebnis, dass Roboter in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eigene Rechte genießen werden. Im Kapitel “Utopian dream or rise of the machines?” ist von der Ausweitung der Menschenrechte auf jene Roboter die Rede, bei denen aufgrund ihrer hohen technischen Entwicklung ein gewisses Bewusstsein vorhanden ist. Als monumentalen Einschnitt beschreiben die Autoren jenen Zeitpunkt, an dem die Entwicklung der Maschinen so hoch sein wird, dass diese sich selbst reproduzieren, verbessern und damit eine Art künstlicher Intelligenz (KI) besitzen. http://www.dti.gov.uk/science/science-tech-and-dti/csa/page8138.html

Der Bericht geht sogar noch einen Schritt weiter: Die logische Folge einer solchen Ausweitung der Schutzansprüche ist, dass man von dem Roboter dann auch einen weiteren Beitrag zur Gesellschaft erwarten muss. Man kann demnach davon ausgehen, dass künftige Roboter Steuern zahlen, ein Wahlrecht erhalten und möglicherweise auch Dienst an der Waffe leisten müssen. “Wenn wir tatsächlich Roboter mit Bewusstsein schaffen und sie fordern Rechte, dann sollte man sie ihren auch geben”, zitiert die Financial Times Henrik Christensen, Direktor des Zentrums für Roboter und Intelligente Maschinen am Georgia Institute of Technology. Dabei spielt Ethik und Moral eine Rolle. “Die Frage ist, ob es akzeptabel wäre, den Roboterhund zu treten, wenn man den normalen Hund nicht treten würde?”

Fans von Isaac Asimov, einem der berühmtesten Science-Fiction-Autoren des 20. Jahrhunderts, wird diese Forderung nicht unbedingt überraschen. In seinen Werken beschrieb er bereits die “Drei Gesetze der Roboter”. Das erste Gesetz besagt, dass ein Roboter niemals einen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten darf, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird. Ein Roboter muss dem Menschen zweitens unbedingt gehorchen, außer die Befehlsausführung verstößt gegen die erste Regel. Gesetz drei besagt, dass der Roboter seine Existenz beschützen muss, solange dieser Schutz nicht mit den ersten beiden Regeln kollidiert.

Ein Skeptiker im Hinblick auf KI ist der Wiener Computer-Pionier Heinz Zemanek: “Eine Maschine kann nicht intelligent sein, denn nur der freie Wille bringt die Intelligenz”, meinte Zemanek vor einigen Wochen im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung (pressetext berichtete http://www.pte.at/pte.mc?pte=061116026 ). “Alles, was eine Maschine macht, basiert auf getakteter Ja/Nein-Logik. Der Mensch muss anweisen, was zu tun ist.” Asimovs zweites Gesetz wäre damit gesichert.

“Die Frage nach KI beschäftigt die Menschen schon lange. KI ist Software, diese braucht Hardware und den Menschen, um sie zu programmieren”, sagt der Roboter-Experte Peter Kopacek vom Institut für Handhabungsgeräte und Robotertechnik an der TU Wien http://www.ihrt.tuwien.ac.at im Gespräch mit pressetext. Kopacek ist der Auffassung, dass “selbst in 50 Jahren kein Roboter intelligenter sein wird als ein Mensch mit Durchschnitts-IQ”.

Die Autoren des Zukunftsreports sehen in jedem Fall eine neue Welt, die - wenn sie gut organisiert ist - mehr Wohlstand und eine bessere Arbeitskraftauslastung für alle bringt. “2050 werden Roboter die Menschen in ihrem Alltagsleben unterstützten”, meint auch Kopacek. Wissenschaftler in aller Welt arbeiten bereits jetzt an Maschinen, die den Menschen helfen sollen und nicht nur der Unterhaltung dienen. Wie sie aussehen werden, hängt auch von ihrer Funktion ab. “Humanoide Roboter werden in der Industrie nicht gebraucht. Ob persönliche Assistenzroboter menschliches Aussehen haben, liegt auch an den Menschen, die 2050 leben werden. Es hängt davon ab, wie sie mit den Robotern aufgewachsen sind und wie sie gelernt haben, mit ihnen umzugehen”, erklärt Kopacek. Dass sie jedoch humanoide Züge haben werden, ist anzunehmen. “Bereits seit Karel Capeks Theaterstück “R.U.R (Rossums Universal-Roboter)” 1921 träumte ein Teil der Menschen davon, eine intelligente Maschine zu schaffen, die ihnen ähnlich sieht. Ich glaube, die Frage des Aussehens ist rein psychologisch”, so Kopacek abschließend gegenüber pressetext. (Ende)

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Dez 22 2006

China hält doch an DVD-Produktion fest

Langsame Steigerung der EVD-Herstellung geplant

(Foto: shinco.com)

Peking (pte/22.12.2006/11:23) - Das DVD-Format wird auch weiterhin von chinesischen Herstellern unterstützt. Nachdem die knapp 20 Mitglieder der chinesischen EVD Industry Alliance Anfang Dezember ankündigten, bis 2008 die Produktion von DVD-Playern und -Rekordern einzustellen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061202002 ), wurde diese Aussage nun zurückgenommen. Das als Ersatz gedachte Enhanced Versatile Disc-Format (EVD) solle die chinesische DVD-Produktion nicht vollständig ersetzen. Stattdessen plane man, die Herstellung von DVD-Laufwerken stetig zu verringern. “Wir würden es nicht riskieren, aus der Produktion von DVD- oder HD-DVD-Playern auszusteigen, nur um einen einheimischen Standard zu unterstützen”, zitiert die EETimes http://www.eetimes.com Chao Chen, Marketing Manager von Amoi Electronics, das ebenfalls Mitglied der EVD-Allianz ist. Die Produktion von EVD-Laufwerken solle nur allmählich gesteigert werden, versuchte man aufgebrachte DVD-Chiphersteller zu beruhigen. Diese sahen ihre Lieferungen an betroffene Hersteller und damit wesentliche Teile ihres Umsatzes bereits gefährdet. “Geht es nach den bestellten Anlagen, erwarten unsere Kunden in China eher einen DVD-Boom”, erklärte Bernhard Krause, Sprecher des deutschen Herstellers von CD- und DVD-Produktionsanlagen Singulus Technologies, gegenüber pressetext bereits Anfang Dezember. Gegenüber den vergangenen Jahren habe man bei den DVD-Aufträgen aus China einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Laut Schätzungen von Haier Electronics, einem der stärksten Vertreter des EVD-Standards soll das EVD-DVD-Verhältnis im Jahr 2008 bei 35 zu 65 Prozent liegen. Skyworth Digital, ebenfalls Produzent von EVD-Playern rechnet damit, dass bis 2008 rund die Hälfte seiner Produktion auf EVD-Geräte umgestellt sein werde. Führende chinesische Hersteller versuchen bereits seit mehr als drei Jahren den neuen Standard am Markt zu etablieren, bisher war ihr Engagement jedoch wenig erfolgreich. Der in China entwickelte EVD-Standard ist einerseits als billige Alternative gegenüber HD-DVD und Blu-ray gedacht. Andererseits will man damit die Zahlung von Lizenzgebühren an Halter von DVD-Patenten einsparen. Anfang Dezember präsentierten die Mitglieder der EVD-Allianz 50 EVD-Abspiel-Geräte, deren Durchschnittspreis bei rund 88 Dollar liegt. (Ende)

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