Apr 30 2007

Joost-IPTV will ab 1. Mai durchstarten

Hohe Bildqualität und professionelles 70-Kanal-Programm anvisiert

Joost will sein Programm zu zwei Drittel über Werbung finanzieren (Foto: joost.com)

London (pte/30.04.2007/13:54) - Der international tätige IPTV-Sender Joost http://www.joost.com soll seinen Dienst nach Informationen der New York Times bereits morgen, Dienstag, aufnehmen und mit dem Download eines Clients für alle Nutzer kostenlos bereit stehen. Mit Joost sollen dann TV-Sendungen und Videos via P2P-Übertragungstechnologie zum Nulltarif und großteils finanziert durch Werbung angeboten werden. Die Gründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, die auch Tauschbörsen wie Kazaa http://www.kazaa.com oder VoIP-Clients wie Skype http://www.skype.com ins Leben riefen, wollen sich mit Joost gegenüber ihren Mitbewerbern YouTube http://www.youtube.com , MySpace http://www.myspace.com und Co. durch professionelles Programm mit geklärten Rechten durchsetzen. Ob man sich durch dieses Konzept bedroht fühlt, dazu wollte sich Marktgigant MySpace auf Nachfrage von pressetext nicht äußern. Bereits seit einigen Monaten steht ausgewählten PC-Anwendern das IPTV-Programm von Joost im begrenzten Umfang zur Verfügung. Obwohl keine Konkretisierungen zu einem Starttermin bekannt wurden, der Countdown aber bereits auf der Website des Unternehmens eingeläutet ist, soll ab dem 1. Mai die breite Öffentlichkeit auf das Potenzial der Plattform aufmerksam gemacht werden, heißt es aus unternehmensnahen Kreisen. Von anderen Video- und IPTV-Anbietern unterscheiden soll sich das unter dem Codenamen “Venice Projekt” entwickelte Vorhaben in Bezug auf die Bildqualität und ein breites Angebot an professionell produzierten Inhalten. Nach Joost-Geschäftsführer Friis soll das Angebot im Gegensatz zu traditionellen TV-Sendungen nach Bedarf abgerufen werden können. Trotz einiger noch weiter auszuarbeitender Features im Bereich der Community-Tools (Widgets), soll das bereits in der Betatest-Version vorhandene 70-Kanal-Spektrum zum morgigen Starttermin in erheblich ausgeweitetem Umfang zur Verfügung stehen. Hierzu wurden bereits während der Entwicklung von Joost Verträge mit Content-Partnern wie dem US-Medienriesen Viacom http://www.viacom.com , dem US-TV-Netzwerk CBS http://www.cbs.com , Warner Music http://www.wmg.com , Paramount Pictures http://www.paramount.com und anderen geschlossen. Somit scheint das Repertoire prall gefüllt: Neben TV-Serien und Comedy-Formaten sollen auch Cartoons und Animationen sowie Musikvideos, Konzertmitschnitte, Sport- und Spielprogramme bis hin zu Hobby-Channel-Inhalten Platz finden. Für die Finanzierung dieser Programmvielfalt sollen zwei Drittel der Werbeeinnahmen sowie zusätzliche Kompensationen herhalten. Große Werbekunden sind nach Angaben von Joost unter anderem Coca Cola http://www.cocacola.com , Hewlett-Packard http://www.hp.com , Intel http://www.intel.com und Nike http://www.nike.com (für Europa: IBM, Microsoft, Nokia und Vodafone). Damit sich das in Aussicht gestellte IPTV-Programm auch rechnet, kosten globale Werbeeinschaltungen für die dreimonatige Testphase 100.000 Dollar (regionale Einschaltungen in Europa/USA 50.000 Dollar). Neben einer auf das individuelle Nutzerprofil abgestimmten Werbung sind auch Internet-TV-Kanal-Werbesendungen vorgesehen, wobei auch Themen- und/oder Kanalsponsorings von werbenden Unternehmen möglich sein sollen. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Florian Fügemann email: fuegemann@pressetext.com Tel. +43 1 811 40 305


Apr 30 2007

100-Dollar-Laptop tritt in entscheidende Phase

Erneute Preiskorrektur nach oben - Kosten nun bei 176 Dollar pro Gerät

Im Oktober soll die Massenproduktion beginnen - aktueller Preis: 176 Dollar (Foto: laptop.org)

Massachusetts (pte/30.04.2007/13:15) - Die Verantwortlichen des OLPC-Projektes (One Laptop per Child) http://laptop.org haben einige neue Informationen zum 100-Dollar-Laptop veröffentlicht. Das Projekt tritt nun in eine entscheidene Phase, die Produktion soll im Herbst anlaufen. “Nun müssen jedoch die Länder, die bereits Interesse bekundet haben, Taten folgen lassen”, fordert Nicholas Negroponte, der Gründer des IT-Entwicklungsprojekts. Schlechte Nachrichten gibt es im Hinblick auf den Preis: Der erst im November nach oben korrigierte Preis von 150 Dollar (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061118010 ) kann auch nicht gehalten werden. Laut jüngsten Angaben wird das Gerät nun für etwa 176 Dollar verkauft werden.

Bislang wurde der Rechner 2,5 Mio. Mal verbindlich vorbestellt. Damit die Massenproduktion aufgenommen werden kann und sich das Projekt rechnet, sind mindestens drei Mio. Bestellungen nötig. Bis Ende Mai müssen daher noch 500.000 XO-Laptops verbindlich bestellt werden, damit der Produktionsbeginn im Oktober wie geplant anlaufen kann. Sieben Länder haben bereits Interesse an dem Produkt bekundet, darunter Argentinien, Thailand, Nigeria, Brasilien und Pakistan. Einige weitere Länder überlegen derzeit, ob sie ebenfalls auf dieses Projekt setzen, beispielsweise Peru und Russland.

Negroponte gibt sich jedoch optimistisch und kündigte an, die Preise des Geräts alle drei Monate anpassen zu wollen. Er rechnet damit, dass sie binnen eines Jahres bereits um 25 Prozent sinken. Sollte die Produktion wie geplant starten können, dann würde der taiwanische Auftragsfertiger Quanta bis zum Jahresende 2007 bereits eine Mio. Geräte bauen. Schließlich sollen monatlich 400.000 Laptops die Produktionsstraßen verlassen. Wieder aufgekommen ist die Idee, die Geräte auch an Nicht-Entwicklungsländer zu verkaufen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070115023 ). So wäre es durchaus möglich, dass die Geräte auch an US-Schulen verkauft werden, um das Projekt zu finanzieren. Sollten die Rechner schließlich auch in den USA verkauft werden, dann nur zu einem weitaus höheren Preis als in den Entwicklungsländern, schränkt Negroponte ein.

Ziel des OLPC-Projekts ist es, jedes Kind in den Entwicklungsländern mit einem Notebook auszustatten. Der 100-Dollar-Laptop arbeitet mit einem AMD-Prozessor, der mit 400 Megahertz getaktet ist, 128 Megabyte dynamischem RAM und 512 Megabyte SLC-NAND-Flash-Speicher als Festplattenersatz. Bewegliche Teile würden einen Schwachpunkt darstellen, so die Begründung. Bestätigt wurde von Negroponte nun auch, dass Windows auf dem 100-Dollar-Laptop laufen wird (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061205028 ). Konstruiert wurde das Notebook für eine Reihe Open-Source-Programmen. Als Betriebssystem ist eine adaptierte Version von Red Hats Fedora Linux vorgesehen. Nun kann als Betriebssystem auch Windows genutzt werden. Mit der Verteuerung habe dies jedoch nichts zu tun, ist man bemüht zu betonen. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. ++43-1-81140-313


Apr 30 2007

Bevorstehender Chipboom elektrisiert Anleger

Anstieg der Nachfrage soll Aktienkurse beflügeln

London/München (pte/30.04.2007/12:02) - Mit ihren optimistischen Prognosen für die zweite Jahreshälfte haben die europäischen Chiphersteller die Börsianer elektrisiert. So enttäuschte der deutsche Chipriese Infineon zwar im abgelaufenen Quartal mit einem Umsatzrückgang, sagt aber für die kommenden Monate einen Aufschwung insbesondere im Mobilfunkbereich voraus. Insgesamt rechnet die europäische Chipindustrie mit einem kräftigen Anstieg der Nachfrage, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Das könnte nicht zuletzt für ein deutliches Plus bei den Aktienkursen sorgen, vermuten Analysten. “Es gibt konkrete Anzeichen dafür, dass wir uns in einer positiven Periode befinden. Der Markt hat großes Potenzial und die Preise könnten in den kommenden zwölf Monaten um 25 Prozent steigen”, zitiert das WSJ den Fondsmanager Geoff Paton von Henderson Global Investors. Allerdings sind längst nicht alle Marktbeobachter von einem kräftigen Aufwärtstrend nach den zuletzt stark sinkenden Preisen überzeugt. Der Markt ist stabiler geworden. “Die Aktien sind nicht so stark gesunken wie in der Vergangenheit und der volkswirtschaftliche Ausblick ist nicht so gut”, drückt Scott Geels, Analyst bei Sanford C. Bernstein auf die Euphoriebremse. In den vergangenen Jahren haben Anleger, die zum richtigen Zeitpunkt in den Chipmarkt eingestiegen sind, satte Gewinne einstreichen können. Wer etwa im ersten Quartal 2003 Aktien des niederländischen Chipzulieferers ASML http://www.asml.nl gekauft hat, konnte sein Geld innerhalb von zwölf Monaten verdreifachen. Allerdings zeigt sich auch Janardan Menon, Analyst bei Dresdner Kleinwort, aufgrund der schwächeren Nachfrage nach Handys und Notebooks eher vorsichtig. Menon rechnet laut WSJ nicht vor 2008 mit einem deutlichen Aufschwung der Chipindustrie in Europa und Asien. Dennoch konnten bereits in den vergangenen Monaten einige Vertreter der Branche höhere Kursgewinne als der Durchschnitt verbuchen. So kletterte der Aktienkurs des Chipherstellers Wolfson Microelectronics, der unter anderem Halbleiter für Apples iPod und die PlayStation produziert, im Laufe dieses Jahres um elf Prozent. Mit ähnlichen Zuwachsraten glänzte auch der niederländische Chip-Equipment-Hersteller ARM Holding. Der Pan-Europäische Index Dow Jones Stoxx 600 legte dagegen lediglich um 5,7 Prozent zu. Infineon wiederum enttäuschte die Investoren in der vergangenen Woche mit seiner Quartalsbilanz (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=07042702 ) und musste Verluste beim Aktienkurs hinnehmen. Insbesondere die 3G-Technologie soll sich zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber für die Chipbranche entwickeln. Nicht nur Multimedia-Chips, sondern auch Speicher- und Energiemanagement-Chips würden durch die Verbreitung des 3G-Standards in ihrer Anwendung aufgewertet und verbessert, prognostizieren die chinesischen Marktforscher von CCID Consulting (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070427004 ). “3G ist der große Treiber, auf den letztlich alle setzen”, so Commerzbank-Analyst Dennis Etzel im pressetext-Gespräch. Die Verbreitung der 3G-Technologie könnte den steigenden Preisdruck bei Mobiltelefon-Herstellern und damit in der gesamten Wertschöpfungskette mildern, so auch bei den Chip-Herstellern. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Jörn Brien email: brien@pressetext.com Tel. +43-1-81140-318


Apr 30 2007

Forscher beschleunigen Routenberechnung um Faktor 100

Netz aus 11.000 Transitknoten garantiert schnellsten Weg

Weg wird mit Hilfe vorberechneter Infos zu den nächsten Transitknoten (Rauten) berechnet

Saarbrücken (pte/30.04.2007/12:00) - Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Informatik http://www.mpi-inf.mpg.de haben eine Methode entwickelt, um die Routenberechnung von Navigationssystemen um den Faktor 100 zu beschleunigen. Bei der Erstellung des optimalen Weges zwischen zwei Punkten werden so genannte Transitknoten herangezogen. Die Navigationshilfe sucht dann die Transitknoten, die am dichtesten am Start und Ziel einer Reise liegen. Das sind meist weniger als zwei Dutzend. Die Entfernungen zwischen diesen Knoten zu berechnen, schafft ein Routenplaner in wenigen Millionstel Sekunden, heißt es in einer entsprechenden Aussendung.

“Die Idee hinter den Transitknoten ist, dass man besonders wichtige Punkte im Straßennetz als fixe Verkehrspunkte definiert. Dazu zählen Autobahnknoten, Verteilerkreise in einer Großstadt oder wichtige Kreuzungen von Landstraßen”, erläutert Stefan Funke, einer der beteiligten Forscher, im pressetext-Gespräch. “Bei unserer Methode wird die Zahl der Knotenpunkte, die ein Navigationsprogramm berücksichtigen muss, drastisch reduziert”, so Funke. Von knapp 20 Mio. Knotenpunkten im Straßennetz Westeuropas bleiben rund 11.000 Transitknoten übrig. Die Entfernungen zwischen diesen Knoten liegen dem Navigationssystem in einer Tabelle vor.

Derzeit tasten sich Routenplaner bei der Berechnung von Knotenpunkt zu Knotenpunkt und “können dabei nicht garantieren, dass die angegebene Route wirklich die schnellste bzw. kürzeste ist”, meint Funke. Am Start und Zielpunkt werden zwar alle Straßen berücksichtigt, in der Mitte der Strecke jedoch nur die großen. “Hierbei wird oft eine Abkürzung übersehen, die beispielsweise zwei Autobahnen miteinander verbindet.” Die neue Methode liefert dagegen immer die beste Strecke, was sich insbesondere bei Logistikunternehmen in barer Münze auszahlt. “Mit unserem Algorithmus können auch relativ rechenschwache mobile Navigationssysteme die Route in Sekundenbruchteilen neu bestimmen, was jetzt manchmal noch Minuten dauert”, sagt Funke.

Die neue Rechenmethode funktioniert optimal auf langen Strecken. Liegen jedoch Start und Ziel innerhalb einer Großstadt zu dicht beieinander, müssen die Forscher anders vorgehen. Sie könnten hier herkömmliche Methoden einsetzen, da diese für kurze Strecken relativ schnell berechnen. “Wir favorisieren allerdings eine hierarchische Abfrage”, sagt Funke und meint damit, dass das Programm in diesem Fall mit einem etwas feineren Netz von etwa 300.000 Transitknoten rechnen soll. Und noch kürzere Distanzen fängt ein Netz von knapp drei Mio. Knoten auf. “Auf diese Weise können wir extrem schnell die beste Route zwischen beliebigen Punkten bestimmen”, so der Forscher. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. ++43-1-81140-313


Apr 30 2007

Solarzellen der Zukunft sind aus Farbstoff

Nanotechnologie macht Siliziumgeneratoren Konkurrenz

Düsseldorf (pte/30.04.2007/06:10) - Eine neue Art der Solarstromproduktion steht in den Startlöchern: Anstatt mit Silizium wird mit Farb- und Kunststoffen Licht zu Strom umgewandelt. Der Vorteil dieser auf Nanotechnologie basierenden Technik ist die kostengünstige Herstellung. Drei Unternehmen produzieren bereits Module der “dritten Generation” und auch in Deutschland wird bald ein Werk des amerikanischen Unternehmens Nanosolar die Produktion aufnehmen, wie die Financial Times Deutschland berichtet. Noch in diesem Jahr sollen die neuen Module angeboten werden, kündigte Erik Oldekop, der Deutschlandschef von Nanosolar an.

Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Siliziumgeneratoren liegt in der einfachen Produktionstechnik. Im Gegensatz zu Siliziummodulen bestehen die neuen Module aus millionstel Meter dünnen Schichten, die das Licht sammeln. Der Herstellungsvorgang gleicht dem Zeitungsdruck: Eine Tinte aus Halbleiterpartikeln wird auf Folie aufgetragen. Wenn Licht auf diese dünne Schicht trifft, geben die Halbleiterpartikel sehr schnell Elektronen ab und erzeugen Strom. Insgesamt gibt es drei ähnliche Ansätze, die versuchen, Nanotechnik für die Produktion von Solarzellen der neuen Generation einzusetzen. Neben Halbleitern können auch organische Zellen, genauer gesagt Kunststoffteilchen, oder Farbstoffmoleküle zur Energiegewinnung eingesetzt werden.

Der große Nachteil dieser neuen Solarzellen ist die Kurzlebigkeit der Folien. Sie sind bereits nach wenigen Jahren unbrauchbar, wohingegen Siliziumgeneratoren über 20 Jahre einsatzfähig bleiben. Das Ziel der Forscher ist daher, widerstandsfähigere Zellhüllen zu entwickeln. Denn die Stoffe aus Farbstoffzellen sind so aggressiv, dass sie sich durch die Verkapselung fressen und entfleuchen. Doch trotzdem glauben die Unternehmen an die Durchsetzung der Nanotechnik im Bereich der Solarenergie. Vor allem im mobilen Elektronikbereich werden die dünnen Folien von Interesse sein. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Kristina Sam email: sam@pressetext.com Tel. +43-1-81140-319