Jul 31 2007

Yahoo Messenger nun auch über Browser aufrufbar

Plattform-unabhängiger Dienst mit eingeschränkten Funktionen

Instant Messenger als Webversion (Foto: yahoo.de)

München (pte/31.07.2007/13:55) - Der Messenger-Dienst von Yahoo ist seit heute, Dienstag, auch in einer Web-basierten Browser-Variante http://de.messenger.yahoo.com verfügbar. Das bedeutet, dass User mit einem Yahoo-Account ab sofort ohne Installation des Programms online auf den Messenger-Dienst zugreifen können. Der Vorteil dabei ist, dass der Webdienst von jedem Computer mit Internetverbindung genutzt werden kann, unabhängig vom Betriebssystem und dem verwendeten Browser. Neben dem Internet Explorer werden derzeit auch Firefox, Opera und Safari unterstützt. Im Gegensatz zur aktuellen Desktopversion ist die Web-basierte Variante nicht mit Video- und Sprachfunktionen ausgestattet, sondern fungiert in erster Linie als Instant-Messenger-Dienst. Als neue Zusatzfunktion hat Yahoo der Webvariante eine Suchfunktion spendiert, die archivierte Chat-Verläufe von jedem Computer aus durchforsten lässt. Um bei der parallelen Gesprächsführung mit persönlichen Kontakten nicht den Überblick zu verlieren, wird jeder Chat in einem eigenen Tab-Fenster geöffnet. Wie in der Desktop-Vollversion können User für ihren personalisierten Auftritt auf Avatare, Bilder und Fotos zurückgreifen. Ebenfalls integriert ist eine Anzeige zum Online-Status, die je nach Bedarf und der eigenen Chatbereitschaft verändert werden kann. Bereits bestehende Yahoo-User können die beiden Varianten problemlos nebeneinander nutzen. Nach dem Log-in sind wie gewohnt alle gespeicherten Kontakte sichtbar. Darüber hinaus können Anwender auch weiterhin Textnachrichten mit Usern von Windows Live Messenger austauschen - eine Möglichkeit, die Yahoo und Microsoft im September vergangenen Jahres eingeführt haben (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060927037 ). Ob Microsoft mit einer ähnlichen Lösung nachziehen wird, bleibt indes abzuwarten. Eine diesbezügliche Anfrage von pressetext blieb bis Redaktionsschluss dieser Meldung unbeantwortet. Bei Yahoo blieb man recht vage, was die Zukunft der beiden Messaging-Varianten angeht. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen der User werde man sowohl die Client-basierte als auch die Web-basierte Lösung parallel weiterentwickeln, so das Unternehmen gegenüber pressetext. Weiters will Yahoo in Zukunft auch Client-Versionen anbieten, die sich speziell an Vista- und Mac-Anwender richten. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Martin Stepanek email: stepanek@pressetext.com Tel. +43-1-81140-308


Jul 31 2007

Mobile E-Mail-User nehmen Handys mit ins Bett

Nachrichten werden selbst in der Kirche abgerufen

Immer mehr mobile Mail-User (Foto: nokia.com)

Dulles (pte/31.07.2007/12:05) - Immer mehr Menschen nehmen ihr Handy oder ihren Laptop mit ins Bett, um E-Mails auch am Abend und in der Nacht abrufen zu können. Dabei konfiguriert ein Großteil der mobilen E-Mail-User das Gerät so, dass jede neue Nachricht sofort an das Gerät weitergeleitet wird. Laut einer von AOL America durchgeführten Umfrage zum Thema E-Mail-Sucht gaben 59 Prozent der befragten Mobile-Mail-Nutzer an, Nachrichten im Pyjama oder Nachthemd zu lesen. Im Vergleich zum Jahr 2004, als die Studie zum ersten Mal durchgeführt wurde, hat sich die Zahl der mobilen Webuser verdoppelt. “Über die Jahre ist die Technologie-Nutzung zunehmend emotionalisiert worden. Die Leute haben sich daran gewöhnt, mit ihren Freunden und Familienmitgliedern den ganzen Tag hindurch in Kontakt zu sein”, erklärt die Kommunikationsexpertin Stefana Broadbent von Swisscom Innovations http://www.swisscom.com gegenüber pressetext. So sehr die neuen Kommunikationsmöglichkeiten geschätzt werden, würden viele Menschen sich gleichzeitig immer stärker abhängig von diesen Diensten fühlen, so Broadbent. Das bestätigt auch die AOL-Studie. Von den 4.025 Befragten bezeichneten sich immerhin 15 Prozent als E-Mail-süchtig. Dabei wird kein noch so ungewöhnlicher Ort ausgelassen, um dem Kommunikationslaster zu frönen. Neben dem eigenen Schlafgemach schrecken mobile E-Mail-Anwender offenbar auch nicht davor zurück, während des Kirchgangs ihre Nachrichten abzurufen. Zumindest zwölf Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, auch in Gotteshäusern hereinkommende E-Mails gelesen zu haben. Noch verbreiteter ist die E-Mail-Nutzung im eigenen Badezimmer (53 Prozent) bzw. während dem Autofahren (37 Prozent). Darüber hinaus wird die E-Mail-Verfügbarkeit zunehmend auch zu einem Thema bei der Urlaubsplanung. Vier von fünf Befragten prüfen ihren Posteingang zumindest ein Mal am Tag, auch wenn sie auf Reisen sind. (Ende)

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Martin Stepanek email: stepanek@pressetext.com Tel. +43-1-81140-308


Jul 31 2007

Ungeliebter Thunderbird: Mozilla rudert zurück

Foundation in Blog-Einträgen um Schadensbegrenzung bemüht

Diskussion um Thunderbird will nicht verstummen (Foto: mozilla.org)

Mountain View/Wien (pte/31.07.2007/09:05) - Seit Mozilla-Chefin Mitchell Baker vor einigen Tagen die Weiterentwicklung von Thunderbird unter der Dachmarke von Mozilla in Frage gestellt hat, will die Diskussion über die Zukunft des alternativen Mail-Clients in den Blog- und Diskussionsforen nicht verstummen. Neben konstruktiven Vorschlägen hagelt es heftige Kritik, dass die Foundation ihre eigene Erfindung abstoßen will. Baker fühlt sich missverstanden und versucht nun seit Tagen das schiefe Bild wieder zurecht zu rücken. Thunderbird sei weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Mozilla-Vision. Es gehe nur darum, wie der weitaus erfolgreichere Browser Firefox und Thunderbird in ihrer Entwicklung bestmöglich gefördert werden, so Baker.

In der Open-Source-Gemeinde sorgt eine der vorgeschlagenen Optionen - Thunderbird wie SeaMonkey http://www.seamonkey.at als weniger straff organisiertes Community-Projekt weiterzuentwickeln - durchaus für Zustimmung. “Ich denke, dass es im Endeffekt auf eine derartige Lösung hinauslaufen wird”, meint SeaMonkey-Entwickler Robert Kaiser im Gespräch mit pressetext. Dass ein eher locker gegliedertes Team ein derartiges Projekt erfolgreich führen kann, habe SeaMonkey in den vergangenen Monaten und Jahren bewiesen. “Derzeit gibt es mehr Aktivitäten hinter SeaMonkey als hinter Thunderbird, und das, obwohl Thunderbird sicherlich mehr User hat.”

Neben Baker, die beteuert den E-Mail-Client nicht mutwillig aufgeben zu wollen, hat die Diskussion auch weitere ranghohe Mozilla-Verantwortliche auf den Plan gerufen. Es gehe nicht darum, Thunderbird zur Strecke zur bringen, so der langjährige Mozilla-Mitarbeiter Asa Dotzler in seinem Blog-Eintrag. Vielmehr wolle man Entwicklungsprozesse beschleunigen und die richtige Organisation für den erfolgreichen Fortbestand des Clients finden. Kritikern gibt Dotzler zu verstehen, sie sollten sich mehr im Entwicklungsprozess engagieren und aktiv zur Verbreitung von Thunderbird beitragen, wenn sie das Projekt retten wollen.

“Thunderbird wurde in letzter Zeit von der Mozilla Corporation sehr stiefmütterlich behandelt, auch wenn zwei Entwickler von dieser beschäftigt werden”, ortet allerdings auch Kaiser Handlungsbedarf. “Ich hoffe daher, dass eine Lösung gefunden werden kann, die Thunderbird mehr Eigenständigkeit und ein deutlicheres Profil verschafft. Optimal wäre zudem, wenn weiterhin Entwickler hauptberuflich daran arbeiten könnten”, so Kaiser. Dass etwas gegen die derzeitige Situation unternommen werden muss, steht für den Open-Source-Experten aber außer Frage. “Denn sonst geht Thunderbird von selbst unter, und das will keiner von uns”, meint Kaiser. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Martin Stepanek email: stepanek@pressetext.com Tel. +43-1-81140-308


Jul 31 2007

Informatiker fordern Maßnahmen gegen Datenmissbrauch

Direkter Zugriff der Polizei auf alle Datenbanken

Informatiker warnen vor Datenmissbrauch (Foto: Pixelio)

Bonn (pte/30.07.2007/16:20) - In einem Memorandum fordert die deutsche Gesellschaft für Informatik (GI) http://www.gi-ev.de Behörden und Unternehmen nachdrücklich auf, in Zukunft auf eine strikte Trennung aller personenbezogener Daten aus verschiedenen Quellen zu achten. Die GI sei besorgt, über die Tendenz, neue Techniken aus Informatik, Telekommunikation und Sensorik zunehmend zur persönlichen Identifizierung und Überwachung unverdächtiger Bürger zu nutzen, erklärt GI-Präsident Matthias Jarke.

In letzter Zeit habe sich die problematische Situation des Datenschutzes weiter verschlechtert, bestätigt Hartmut Pohl, Hauptautor des Memoradums, gegenüber pressetext: “Es gibt viele neue Datensammlungen seitens der Unternehmen und außerdem die Diskussion über Bundestrojaner - spezielle Programme, die es dem Staat erlauben, auf Computer von Bürgern zuzugreifen.”(pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070724012 ) Am größten sei die Gefahr, wenn verschiedene Datensammlungen miteinander vernetzt würden. “Das ist, was Bush nach dem 11. September gemacht hat”, warnt Pohl. Auch in Deutschland sei es durch einen einfachen Beschluss möglich, der Polizei Zugriff auf sämtliche Datenbanken zu geben.

Um die Lage des Datenschutzes zu verbessern, präsentiert die GI konkrete Handlungsvorschläge. So müsse die breite Öffentlichkeit über die technischen Überwachungsmöglichkeiten informiert werden und Hinweise bekommen, wie sie sich dieser Überwachung entziehen könne. Außerdem solle jede Überwachung im privaten und öffentlichen Raum deutlich gekennzeichnet werden. Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten sei zu vermeiden oder zumindest eng zu beschränken.

“Wir wissen meistens gar nicht, welche Unternehmen welche Informationen über uns gespeichert haben”, erläutert Pohl ein weiteres Problem. Deshalb solle ein öffentlich einsehbares Register erstellt werden, in dem Firmen offen legen müssen, welche Art von Daten sie speichern. In Unternehmen als auch in der Gesetzgebung soll der spezifische Nutzen eines Überwachungsverfahrens zukünftig gründlich abgewogen werden. Sowohl die Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte als auch die entstehenden Kosten könnten gegen die Überwachung sprechen. Die GI wirft außerdem die Frage auf, ob die Rechte der Datenschutzbehörden ausgeweitet werden sollten, um Missbrauch effizienter bekämpfen zu können. Doch auch der Endnutzer soll gegenüber Überwachungsmaßnahmen gestärkt werden. So fordert die GI den Einbau wirksamer und einfach nutzbarer Schutzmechanismen in alle zur Kommunikation nutzbaren Geräte. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Georg Eckelsberger email: eckelsberger@pressetext.com Tel. +43-(0)1-81140-315


Jul 30 2007

Klimaänderung feuert tropische Wirbelstürme an

Experten bewerten US-Studie kritisch

Boulder/Potsdam (pte/30.07.2007/13:59) - Forscher des US National Center for Atmospheric Research NCAR http://www.ncar.ucar.edu in Boulder haben in einer Studie festgestellt, dass die Klimaveränderung auf die Entwicklung von tropischen Stürmen einen gewaltigen Einfluss hat. Die Wissenschaftler konnten nämlich insgesamt drei eklatante Steigerungswellen im 20. Jahrhundert ausmachen, in denen sich die Anzahl der Stürme im Nordatlantik dramatisch verändert hat, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe http://www.newscientist.com . Der erste dieser Wechsel war demnach 1905 und leitete eine 25-Jahre dauernde Periode ein, in der es jährlich durchschnittlich sechs tropische Wirbelstürme - von denen vier zu Hurrikans wurden - gab. 1931 begann eine weitere Periode mit jährlich durchschnittlich 9,4 Stürmen - davon fünf Hurrikans. Bis 1994 blieb die Zahl der Stürme konstant. In der Periode von 1995 bis 2005 stieg die Zahl der Wirbelstürme auf jährlich durchschnittlich 14,8. Daraus entstanden rund acht Hurrikans. Mit nur neun Stürmen war 2006 ein verhältnismäßig ruhiges Jahr. Greg Holland vom NCAR meint, dass diese Zahl einem durchschnittlichen Jahr vor ein paar Dekaden entspreche. “Die Serie an Häufungen in den gesammelten Daten ist allerdings klar”, so Holland. Die Perioden, in denen es zu einer Zunahme von Stürmen gekommen ist, weisen deutliche höhere Oberflächentemperaturen auf. Daraus folge der Schluss, dass globale Erwärmung der Auslöser für die tropischen Stürme ist. In früheren Untersuchungen hatten Forscher festgestellt, dass die Zahl der Wirbelstürme im 30- bis 40-Jahresrhythmus stieg und wieder fiel. Eine lang anhaltende Änderung dieser Phasen konnten die Forscher hingegen nicht ausmachen. “Das war allerdings immer ein sehr schwacher Anhaltspunkt”, meint Kerry Emanuel vom Massachusetts Institute of Technology MIT. Holland sieht zwar eine kleine periodische Variation in der Oberflächentemperatur. Er meint jedoch, dass diese wesentlich kleiner sei als der langzeitliche Anstieg durch die Klimaerwärmung. “Die Proportion der Stürme, die sich zu Hurrikans entwickeln, variiert zyklisch und hat im vergangenen Jahrhundert keinen eindeutigen Trend gezeigt”, so Holland. Die schlechte Nachricht aber sei, dass der Zyklus sowohl zur Zunahme von Hurrikans als auch von tropischen Stürmen führt. “Mit einer Sturmfrequenz, die über jener der historischen Daten von mehr als 150 Jahren liegt, bewegen wir uns in ein Terrain, das wir nicht verstehen”, argumentiert Holland. Holland sieht in der Auswertung der Daten allerdings eine Tatsache als erwiesen an: “Rund 60 Prozent, wahrscheinlich sogar 70 Prozent dessen, was wir in der vergangenen Dekade gesehen haben, geht auf Kosten der globalen Erwärmung.” Experten rechnen damit, dass die kommende Hurrikan-Saison - die Spitze ist der Zeitraum von Mitte August bis Mitte Oktober - sehr aktiv sein wird. Sie rechnen mit neun Hurrikans, von denen fünf sehr stark sein werden. “Die Erwärmung des Meeres und damit eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Entstehung von Wirbelstürmen ist evident”, so die Ozeanographin Eva Bauer vom Potsdam Institut für Klimaforschung http://www.pik-potsdam.de im pressetext-Interview. “Die Entstehung von derart starken Ereignissen wie etwa Hurrikans hängt aber auch mit der vertikalen Temperatur der Atmosphäre zusammen. Diese unterliegen jedoch anderen Zeitskalen”, erklärt die Forscherin. Zusätzlich sei die Entstehung von Hurrikans auch von der Windscherung abhängig. Die Aussage, dass die Klimaerwärmung zu einem Anstieg der Wirbelstürme führt, sei schwer zu quantifizieren, so die Forscherin abschließend im pressetext-Interview. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Wolfgang Weitlaner email: weitlaner@pressetext.com Tel. +43-1-811 40-307