Aug 31 2007

Dell kehrt auf Wachstumskurs zurück

Umsatz- und Gewinnanstieg im zweiten Quartal

Dell: Umstrukturierung zeigt erste Erfolge (Foto: dell.com)

Round Rock (pte/31.08.2007/13:50) - Der Computerhersteller Dell http://www.dell.com macht Fortschritte bei der Umstrukturierung des Unternehmens. Nachdem das Unternehmen bereits im ersten Quartal einen leichten Umsatzanstieg verbucht hat, wurde das zweite Quartal mit einem Umsatzplus sowie mit einem Gewinnanstieg abgeschlossen. Dies gab Dell gestern, Donnerstagabend, nach US-Börsenschluss bekannt. “Während unsere Ergebnisse zeigen, dass wir Fortschritte gemacht haben, sind wir bei der Veränderung unserer Unternehmens- und Kostenstruktur sowie der Geschäftstätigkeiten noch in einer frühen Phase”, so Dell-CEO Michael Dell in einer Presseaussendung des Unternehmens. Das starke Geschäft in den Bereichen Server und Storage, höhere durchschnittliche Verkaufspreise sowie niedrigere Preise für Bauteile wie Speicherchips prägten den positiven Geschäftsverlauf im zweiten Quartal. Die vorläufigen Quartalszahlen bescheinigen dem PC-Hersteller einen deutlichen Gewinnzuwachs von 46 Prozent auf 733 Mio. Dollar. Der Gewinn je Aktie liegt demnach bei 32 Cent (Vorjahresquartal: 22 Cent), der Umsatz legte um 4,8 Prozent auf 14,8 Mrd. zu. Analysten waren zuvor von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 30 Cent sowie einem Umsatz von 14,63 Mrd. Dollar ausgegangen. “Es ist ein Schritt vorwärts bei Dells Trendwende”, zitiert das Wall Street Journal Brent Bracelin, Analyst bei Pacific Crest Securities. Dadurch steige auch die Zuversicht, dass einige jener Veränderungen greifen, die Dell Anfang des Jahres gemacht hatte, so der Analyst. In der zweiten Jahreshälfte könnte der Geschäftsverlauf durch einen langsameren Rückgang der Komponentenkosten negativ beeinflusst werden, heißt es bei Dell. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg nach Bekanntgabe der Quartalszahlen nachbörslich leicht an. An der New Yorker Technologiebörse NASDAQ notierte das Wertpapier bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:30 Uhr) mit plus 2,15 Prozent bei 28,64 Dollar. Noch kann Dell mit den Turbulenzen der vergangenen Quartale jedoch nicht abschließen. Während das Unternehmen einerseits den ersten Platz unter den weltgrößten PC-Herstellern an Mitbewerber Hewlett-Packard abgeben musste, machen ihm zugleich die Bilanzen der vergangenen Jahre zu schaffen. So meldete Dell vor zwei Wochen nach dem Abschluss einer internen Untersuchung, dass es die Bilanzen der Jahre 2003 bis 2006 nach unten korrigieren muss (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070817008 ). Demnach werden die Nettogewinne um insgesamt 50 bis 150 Mio. Dollar verringert. Eine Untersuchung der Börsenaufsicht SEC konnte dagegen noch nicht abgeschlossen werden - im Mittelpunkt stehen ebenfalls mögliche Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen der vergangenen Jahre. Aus diesem Grund betont Dell den vorläufigen Charakter der nun veröffentlichten Quartalsergebnisse. “Das Problem, das Dell hat, ist aber weniger die Bilanzüberprüfung, sondern eher das mangelnde Kundenvertrauen”, sagt Erste-Bank-Analyst Hans Engel gegenüber pressetext. Bei Dell würden die Reklamationen nach wie vor nicht abreißen, während Mitbewerber zunehmend Kundenvertrauen aufbauen. Der Start des indirekten PC-Vertriebs über Händler sei hierbei ein Weg, um das Geschäftsfeld wieder ein bisschen zu beleben, so Engel. Dell erweiterte seine bislang ausschließlich direkte Vertriebsstrategie über Internet und Telefon und setzt seine Produkte am US-Markt nun auch über die Einzelhandelskette Wal Mart ab. Ähnliche Pläne kündigte das Unternehmen bereits für Asien an. (Ende)

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Aug 31 2007

Betrugsverdacht: Schweden widerruft Open-XML-Zustimmung

Standardisierungsinstitut gibt Ungereimtheiten bei Abstimmung zu

Microsoft wehrt sich gegen Vorwürfe (Foto: noooxml.org)

Stockholm (pte/31.08.2007/13:50) - Das schwedische Standardisierungsinstitut SIS http://www.sis.se hat die positiv ausgefallene Abstimmung für die ISO-Standardisierung des offenen Dokumentenstandards Open XML von Microsoft überraschend zurückgezogen. Es gäbe den dringenden Verdacht, dass ein Mitglied der abstimmungsberechtigten Unternehmen mehrfach seine Stimme abgegeben habe. Dadurch müsse der Abstimmungsvorgang als ungültig erachtet werden, so die SIS in einer offiziellen Stellungnahme. Bestritten wurde freilich, dass die Zurücknahme des Ergebnisses mit der unmittelbar nach der Abstimmung laut gewordenen Kritik zu tun habe, Microsoft habe sich das positive Ergebnis gekauft (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070829026 ). Der Microsoft-Manager Jason Matusow hat indessen in seinem Blog http://blogs.msdn.com/jasonmatusow/ Stellung zu den Vorwürfen bezogen. Er bestätigte, dass ein Mitarbeiter von Microsoft Schweden zumindest zwei Unternehmen via E-Mail gebeten hat, an der Abstimmung teilzunehmen. Innerhalb weniger Stunden habe sich derselbe Mitarbeiter auf Betreiben von Microsoft Sweden aber erneut bei den Unternehmen gemeldet und das vorhergehende Mail für nichtig erklärt. Matusow bekräftigte zudem, dass Microsoft niemals angeboten habe, den für die Abstimmung fälligen Mitgliedsbeitrag zu übernehmen: “Das widerspricht unser internen Firmenpolitik und wird auch an alle unseren regionalen Zweigstellen so kommuniziert.” Der Microsoft-Manager gab auch zu Protokoll, dass man das Standardisierungsinstitut unmittelbar nach Kenntnisnahme des Vorfalls darüber informiert habe, um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen. Wie das SIS in seiner Pressemitteilung bekannt gab, wird die schwedische Abstimmung im globalen ISO-Standardisierungsprozess nun nicht berücksichtigt werden. Als Grund geben die SIS-Verantwortlichen an, dass die Zeit bis zum vorgesehen Abstimmungsende einfach zu knapp ist. Als Stichtag für die nationalen Empfehlungen, ob Open XML ein ISO-Standard werden soll oder nicht, ist der 2. September vorgesehen. (Ende)

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Aug 31 2007

Software errechnet Todeszeitpunkt von Festplatten

Hardware-Crash ist Nummer eins bei Datenverlusten

Software beurteilt Zustand von Festplatten (Foto: zonelink.de)

Ulm (pte/31.08.2007/13:30) - Unter dem Namen “HDD Life Pro” hat Zonelink http://www.zonelink.de eine Monitoringsoftware auf den Markt gebracht, die die Einsatzfähigkeit von Festplatten kontinuierlich überwacht. Das Programm informiert den User, wann für eine Harddisk der Zeitpunkt des Totalausfalls gekommen ist, sodass er noch rechtzeitig seine Daten sichern kann. “Typischerweise unterliegt eine Harddisk einem natürlichen Verschleiß. Tritt kein außergewöhnliches Ereignis wie Blitzschlag oder Überspannung auf, das zum sofortigem Ausfall führt, so kann die Lebensdauer zuverlässig vorhergesagt werden”, so Jürgen Keller, Head of Product Development Productivity & Utilities bei Zonelink, im Gespräch mit pressetext.

Die Software wertet dazu die SMART-Daten (Self-Monitoring Analysis and Reporting Technology) aus, die jede moderne Festplatte über sich selbst sammelt. “Auf Basis der Daten kann der Zustand der Harddisk genau ermittelt werden”, erklärt Keller. SMART misst je nach Festplatte rund 40 einzelne Werte, darunter beispielsweise die aktuelle Temperatur, die bisherigen Betriebsstunden und die Rate an Fehlern, die beim Lesen und Schreiben auf der Platte bereits vorkamen. HDD Life Pro behält die SMART-Informationen aller Festplatten im PC ständig im Auge und wertet sie aus. Die Software zeigt dem User nun direkt auf dem Windows-Arbeitsplatz an, welche Festplatte gesund ist und auf welcher Platte ein Daten-Totalverlust droht. Dabei werden die gewohnten Warnsymbole aus dem Windows-XP-Sicherheits-Center genutzt.

Die Lebensdauer von Festplatten wird von den Herstellern nicht angegeben. Allgemein wird davon ausgegangen, dass sie je nach Beanspruchung zwischen zehn und 30 Jahren beträgt. HDD Life Pro warnt den Computerbesitzer bei einem kritischen Zustand der Harddisk und weist auf eine Sicherungskopie bzw. einen Festplattentausch hin. Je nach Einstellung schaltet das Programm den Rechner in den Ruhezustand, sobald beispielsweise die Temperatur der Festplatte problematisch hoch wird. Damit soll vermieden werden, dass ein Hardware-Crash - statistisch die Nummer eins bei Datenverlusten - den unvorbereiteten User überrascht. Beim Einsatz in Büro-Umgebungen oder in Servern informiert die Software außerdem per Mail den Administrator über den Zustand der Festplatten. Die Software ist zum Preis von 19,99 Euro im Fachhandel erhältlich. (Ende)

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Aug 31 2007

Forscher arbeiten an neuartigem Datenspeicher

Restrictive-RAM mit höherer Speicherdichte soll Flash ablösen

Göttingen (pte/31.08.2007/12:10) - Einem internationalen Team von Physikern ist es gelungen, die Ursachen von extremen Widerstandsänderungen in Metall-Sauerstoff-Verbindungen zu entschlüsseln. Das Verständnis dieses Effekts kann nun dafür genutzt werden, neuartige Formen von nichtflüchtigen Datenspeichern zu entwickeln. “Diese neuen Speicher können als Ersatz für Flash in USB-Sticks bzw. Handys dienen”, berichtet der Wissenschaftler Christian Jooß, der die Arbeit am Institut für Materialphysik der Georg-August-Universität http://www.uni-goettingen.de leitet, auf Anfrage von pressetext. Gegenüber aktuell verwendeten Flash-Speichern zeichnet sich “Resistive-RAM” durch eine höhere Speicherdichte bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten aus.

Bestimmte Metall-Sauerstoff-Verbindungen wie beispielsweise Manganat weisen besondere Eigenschaften in ihrer Stormleitfähigkeit auf. Ihr elektrischer Widerstand lässt sich durch äußere Einflüsse wie Magnetfelder, Licht oder Druck um bis zu zehn Größenordnungen ändern. Manganat lässt sich dadurch von einem Leiter in einen Isolator verwandeln. Dieser Effekt ist für die Speicherung von Daten nutzbar. Die Bits werden dabei in unterschiedlichen Widerstandzuständen abgelegt. Das Schreiben erfolgt durch kleine elektrische Impulse, berichten die Forscher.

Grundlegendes Problem beim physikalischen Verständnis dieser Effekte, die als kolossale Widerstandsänderungen bezeichnet werden, ist die hohe Komplexität der Elektronenzustände in diesen Materialien. Manganate zeigen in besonders ausgeprägter Weise ein korreliertes Verhalten der Elektronen. Sie beeinflussen sich gegenseitig durch starke elektrische und magnetische Kräfte. Darüber hinaus verursachen sie bei ihrer Bewegung eine Verschiebung der Atome aus den idealen Positionen des Kristallgitters, das sich mit dem Elektron mitbewegen kann. Diese mit dem Feld ihrer Gitterverzerrung “bekleideten” Elektronen sind in der Physik auch als Polaronen bekannt.

Die Physiker haben nun einen Durchbruch im Verständnis der Bewegung und Ordnung von Polaronen als wesentliche Ursache für kolossale Widerstandsänderungen in Manganaten erzielt. Mit Hilfe moderner Elektronenmikroskopie konnte eine räumlich geordnete periodische Anordnung der bekleideten Elektronen nachgewiesen werden. Die Polaronen kristallisieren zu einem periodischen Muster, was zu einer starken Unterdrückung ihrer Beweglichkeit führt. Dadurch verwandeln sich die Manganate in einen Isolator. Wird dieser geordnete Polaronenkristall durch ein äußeres elektrisches Feld relativ zu den Gitteratomen in Bewegung gesetzt, zerfällt er nach einiger Zeit in einen ungeordneten Zustand, wodurch die sogenannte Polaronenflüssigkeit entsteht. Damit einher geht eine drastische Verringerung des elektrischen Widerstands. Durch eine extrem genau positionierbare Nanospitze im Elektronenmikroskop konnte dieser Prozess unmittelbar sichtbar gemacht werden. “Damit haben wir das Funktionsprinzip demonstriert”, so Jooß.

Bis Speichermedien auf Basis dieser Technik arbeiten, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. Derzeit verfügen die Forscher über kleine Prototypen, allerdings “müssen noch viele technische Details verbessert werden”, sagt der Wissenschaftler. Dennoch sind die Vorteile gegenüber Flash-Memory deutlich. “Bei Flash braucht man pro Bit eine Kapazität und einen Transistor, bei unserem neuen Prinzip nur noch eine Kapazität pro Bit. Damit gibt es ein gutes Potenzial für eine höhere Speicherdichte und Verbilligung. Außerdem sind die Schreibspannungen deutlich kleiner. Statt neun Volt werden nur ein bis zwei Volt benötigt”, erläutert Jooß. (Ende)

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Aug 31 2007

Solare Energie für WLAN-Router

Ununterbrochene Energieversorgung an Orten ohne Stromanschluss

Solarsystem von Solis sorgt für die Energieversorgung von WLAN-Routern (Foto: Solis Energy)

Orlando (pte/31.08.2007/06:15) - Das US-Unternehmen Solis Energy http://www.solisenergy.com hat eine mobile, ununterbrochene Stromversorgung für WLAN-Router entwickelt, die ihre Energie aus dem Sonnenlicht erzeugt. Das Unternehmen versucht nun, Gemeinden zu gewinnen, die ein öffentliches WLAN-Netz aufbauen wollen und dabei das Solarsystem von Solis Energy einsetzen wollen, berichtet CEO Robert Reynolds dem Branchenportal Cnet. Die Solarprodukte des Unternehmens können zudem für weitere Geräte eingesetzt werden, die eine maximale Leistung von 100 Watt benötigen - beispielsweise Überwachungskameras, Sensoren oder Verkehrsschilder. Größter Vorteil des Produkts sei, dass diese Geräte oft an Orten platziert werden, wo die Hinleitung von Strom aufwendig ist, so Reynolds. Ein Solis-System besteht aus einem Solarpanel und einigen Batterien, die in einem speziell konstruierten Gehäuse untergebracht sind. Die Systeme sind zwar für Niedrig-Energiegeräte konstruiert, die Panels sind jedoch mit einer Diagonale von 150 Zentimeter so ausgelegt, dass sie 220 Watt Leistung produzieren. Ein durchschnittlicher Router nimmt rund 24 Watt auf. Die Überschussenergie wird in den Batterien gespeichert und in der Nacht bzw. bei zu schwachem Licht verwendet. Die Batterien können das System sieben Tage lang versorgen, ohne wieder aufgeladen werden zu müssen. “Unsere Produkte bieten zuverlässige und kontinuierliche Stromversorgung für Outdoor-Geräte. Zudem kann das System als Backup-Lösung eingesetzt werden”, erläutert Reynold. Preislich zahle sich die Installation vor allem dort aus, wo keine andere Stromversorgung vorhanden ist. Zudem eignen sich die Systeme in Krisengebieten zur Versorgung von Kommunikationstechnologien. “Wir sprechen in der Öffentlichkeit zwar nicht über Preise, jedoch liegen die Anschaffungs- und Installationskosten signifikant niedriger als bei einem normalem Stromanschluss anfallen”, so der Solis-Energy-CEO. (Ende)

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