Dez 27 2007

Rückblick 07: Schnüffelnder Bundestrojaner und “grüne” IT

iPhone und OLPC-Kindernotebook prägen innovative Gerätekultur

Greenpeace rückte das Thema IT-Müll in den Vordergrund (Foto: greenpeace.de)

Wien/Berlin/Bern (pte/27.12.2007/07:45) - Ein turbulentes Jahr 2007 liegt hinter der IT-Branche. Während der Computervirus seinen eher unrühmlichen 25. Geburtstag feierte, versuchten europäische Regierungen sich die Methode von Schadsoftware und ihrer Programmierer zu Nutze zu machen und damit Terrorverdächtige zu überwachen. Der Terminus “Bundestrojaner” entwickelte sich zum medialen Dauerbrenner. Für anhaltenden Diskussionsstoff sorgte auch das iPhone aus dem Haus Apple, das über Exklusivverträge mit Mobilfunkprovidern in den Handel gebracht wurde. 2007 war jedoch auch das Jahr der Umwelt für die IT-Branche. Getrieben durch steigende Energiekosten entwickelten Hersteller im Serverbereich stromsparende Systeme. Greenpeace wiederum stellte Produzenten von Consumerelektronik an den Umweltpranger. Die Sünder reagierten und versuchten ihr “grünes” Image zu verbessern.

Während 2006 die Gerüchteküche über ein Mobiltelefon aus dem Hause der Macs nicht erkalten wollte, ließ Steve Jobs gleich Anfang des Jahres die Bombe platzen. Das tastenlose iPhone im gewohnt innovativen Apple-Design beschritt in der Benutzerführung von Mobiltelefonen neue Wege (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=070110002 ). Der daraus resultierende Hype zog in Etappen über den Globus. Im Herbst landete das Mobiltelefon auch in einigen Ländern Europas, unter anderem Deutschland. Eine Neuauflage erlebte zudem das iPod-Sortiment. Neben der Classic-Variante mit großzügigen 160 Gigabyte Festplattenspeicher, präsentierte der Hersteller den iPod touch, im Prinzip ein iPhone ohne Telefonfunktion (siehe: http://www.pte.at/pte.mc?pte=071103002 ).

Microsoft startete Anfang des Jahres sein lang erwartetes neues Betriebsystem Windows Vista. Das System punktet mit einer grafisch aufwendig gestalteten Desktopoberfläche und soll den User mehr Sicherheit sowie eine einfachere Benutzung ermöglichen. Kritik erntete das Unternehmen jedoch aufgrund der hohen Hardwareanforderungen und fehlender Treiber. Immer häufiger geisterte folglich die Downgrade-Option von Vista auf XP durch die Medien. Die Betriebssysteme an sich wurden durch verschiedene technische sowie Softwarelösungen zunehmend flexibler. Einen Anteil daran hatten virtuelle Maschinen, die vor allem im Serverbereich allmählich die Oberhand gewinnen (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=070214032 ). Im Desktopbereich weichen Applikationen wie Parallels oder VMware Fusion die Grenzen zwischen Mac und Windows zunehmend auf. Mittlerweile sind 3D-Games für Windows auf dem Apple-System spielbar (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=071113005 ). Splashtop hingegen ermöglicht sogar einen Zugriff auf Web-Anwendungen wie Firefox oder Skype ohne das Betriebssystem starten zu müssen (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=071113005 ).

Vor 25 Jahren tauchte der erste Computervirus auf. Aus dem Schülerstreich eines 15-jährigen US-Schülers, der seine Freunde erschrecken wollte, entwickelte sich mittlerweile eine ganze Industrie sowie eine Gegenindustrie (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=070717031 ). Cyberkriminelle versuchen ahnungslose User um Geld zu erleichtern oder deren Rechner als Ausgangspunkt für Angriffe zu missbrauchen, während die AV-Industrie bemüht ist, die Malwareverbreiter zu jagen. Die Regierungen vieler EU-Staaten nahmen sich die Methoden der Kriminellen zum Vorbild und wollen ihren Behörden nun erlauben, Trojaner zur Terrorabwehr in Rechner verdächtiger Personen einzuschleusen. Die staatlichen Spionagetools wurden 2007 auf verschiedenen Ebenen heftig diskutiert. Während sich Securityunternehmen, Datenschützer und Bürgerrechtler vehement gegen den Bundestrojaner wehren, beharren Politiker auf der Notwendigkeit, in Zeiten des World Wide Webs angemessene Maßnahmen setzen zu müssen (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=071005003 ). Zuletzt schaffte es der Bundestrojaner sogar noch zum Wort des Jahres in Österreich.

In Deutschland wählten die Sprachwissenschaftler hingegen “Klimakatastrophe” zum prägenden Wort des Jahres 2007. Als Umweltsünder wurde in diesem Jahr auch die Elektronikindustrie an den Pranger gestellt. Greenpeace veröffentlichte erneut vierteljährlich ein GreenIT-Ranking und knöpfte sich so der Reihe nach alle namhaften Hersteller mit schmutzigen Produktionsmethoden vor. Während sich Konzerne wie Nokia und Sony relativ gut schlugen, bekamen zuerst Apple und schließlich die Konsolenindustrie, allen voran Nintendo, harsche Worte zu hören (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=071127024 ). Die Kritik fruchtete jedenfalls und einige der Sünder bemühten sich um eine Imagekorrektur. Das Potenzial von “grünen” IT-Produkten haben auch Hersteller von Server- und sonstiger IT-Ausrüstung erkannt. Vor allem die Kostenexplosion aufgrund des wachsenden Bedarfs sowie der steigenden Energiepreise zwingt Hersteller sowie Kunden zum Umdenken (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=070512002 ).

Das IT-Entwicklungshilfeprojekt One Laptop per Child hat im November seine ersten Laptops, das Modell XO, ausgeliefert (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=071107021 ). Dem Namen 100-Dollar-Laptop konnte das Gerät aufgrund des fast doppelt so hohen Preises zwar nicht gerecht werden, immerhin wurden jedoch bislang rund 600.000 Geräte abgesetzt. Über eine Marketingaktion konnten US-Bürger den XO ebenfalls kaufen, wenn gleichzeitig ein Gerät gespendet wurde. OLPC bekam in diesem Jahr aber auch Konkurrenz. Einerseits lancierte Intel mit dem Classmate PC ebenfalls ein Produkt für Kinder in Ländern mit Entwicklungsbedarf, andererseits entwickelte Asus mit dem EeePC einen Mini-Laptop, der für 300 Euro weltweit erhältlich sein wird (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=071107004 ). Das Weihnachtsgeschäft musste sich Asus aufgrund von Verschiebungen jedoch entgehen lassen.

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo hat ein äußerst turbulentes Jahr hinter sich. Im Frühjahr eskalierte der Streit um die Finanzierung sowie die wiederholt auftretenden Verzögerungen. Das System sollte ursprünglich bereits 2008 gestartet werden. Bisher befindet sich von dem 30 Satelliten umfassenden System jedoch erst ein Testsatellit im All. Ein Durchbruch konnte im Herbst erzielt werden, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt erhielt den Auftrag für die Phase der In-Orbit-Validierung. Die Aufnahme des Betriebs wird derzeit mit 2012 angegeben (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=070914027 ). Die gestiegene Verbreitung und Nutzung von Navigationssystemen hat indes nicht nur ihre Vorteile. Durch das große Vertrauen auf das GPS-System im Auto werden beispielsweise LKW-Lenker auch auf Straßen geschickt, die nicht für diese Fahrzeuge ausgebaut sind und bleiben auf halber Strecke hängen. Mit speziellen Verkehrsschildern werden LKW-Fahrer in Großbritannien und Österreich nun gewarnt, sich nicht blind auf das System zu verlassen (siehe: http://pte.at/pte.mc?pte=070830004 ). (Ende)

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Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313


Dez 22 2007

Onlineportal verschenkt Programme in der Vollversion

Softwaredownload - legal und kostenlos bei “Giveaway of the day”

Jeden Tag eine andere Software zum Gratis-Download

Berlin (pte/22.12.2007/13:40) - In Zeiten restriktiver Copyrightbestimmungen und illegalem Filesharing hat sich das Onlineportal “Giveaway of the day” http://de.giveawayoftheday.com dem Ziel verschrieben, seinen Homepage-Besuchern verschiedene Applikationen kostenlos und vor allem legal anzubieten. User können die Programme in uneingeschränkter Vollversion gratis herunterladen. Das Angebot wechselt im 24-Stunden-Rhythmus. Zu finden ist meist Software aus kleinen Entwicklerschmieden, es handelt sich um nützliche Computer-Tools, die den PC-Alltag mehr oder weniger effizienter gestalten können. In der Rubrik “Game Giveaway of the day” ist jeden Tag ein neues PC-Spiel zu finden. Diese Softwareentwicklungen sind meist nur gegen Bezahlung zu bekommen oder es stehen Trial-Versionen auf den Webseiten der Hersteller zur Verfügung. “Wir jedoch bieten jeden Tag einen Softwaretitel als Giveaway des Tages an”, heißt es auf der Homepage. “Die Software ist 24 Stunden lang für den Download verfügbar und absolut kostenlos. Kein Trial, keine eingeschränkte Version, sondern ein legal registriertes, voll funktionsfähiges Programm”, so die Betreiber des Portals. Das Portal selbst zahlt laut eigenen Angaben eine Giveaway-Lizenz an die Hersteller der Software. Um Missbrauch auszuschließen, muss der User vor dem ersten Gratis-Download ein Verifikationsprogramm herunterladen und ausführen. Ihr Angebot sehen die Seitenbetreiber als Win-Win-Situation für alle Beteiligten. So hat der User die Möglichkeit, günstig an legale Software zu kommen und sie zu testen. Die Entwickler wiederum profitieren davon, dass sie im Umfeld des kostenlosen Downloadangebots für weitere Produkte aus ihrem Unternehmen werben können. Detaillierte Produktbeschreibungen und weitere Informationen begleiten jedes Giveaway-Angebot. User können eine getestete Software auf dem Portal auch umgehend bewerten. Die Rezensionen zu den entsprechenden Applikationen bleiben nach Ende des Gratis-Downloads auf der Webseite. Somit soll im Lauf der Zeit ein umfangreiches Archiv an Software samt Bewertung entstehen. (Ende)

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Dez 22 2007

Googles Text-Anzeigen von Trojaner gekapert

Auch Social-Networking-Site Orkut von Angriff betroffen

Google unter Dauerbeschuss (Foto: google.com)

Tettnang (pte/22.12.2007/06:30) - Einen Trojaner, der die Text-Anzeigen von Googles Adsense durch solche eines anderen Provider ersetzt, haben die Sicherheitsexperten von BitDefender http://www.bitdefender.de entdeckt. Die Anzeigen oder darin verlinkte Sites könnten Schadcode enthalten. Der Trojaner ist die konkreteste einer Reihe von Bedrohungen, die aktuell zu Google-Produkten gemeldet werden. Ebenfalls angegriffen wurde etwa auch die in Besitz von Google befindliche Social-Networking-Site Orkut http://www.orkut.com . Ebenfalls von aktuellen Sicherheitslücken betroffen sind die Google Toolbar und Gmail.

“Wie andere ‚Big Player’ des Internets – etwa Microsoft und eBay – ist Google zu einer wichtigen Zielscheibe von Cyberkriminellen geworden”, analysiert BitDefender-Sprecher Michael Klatte auf Anfrage von pressetext. Der in Zusammenhang mit Adsense entdeckte Trojaner manipuliert die Host-Datei im Betriebssystem des Computers, um so Anzeigen statt vom Google-Service von einem anderen Provider anzuzeigen. “Wenn ein Trojaner Systemdateien wie ‘Hosts’ überschreiben kann, dann ist das Umrouten von Google Werbung nur noch ein sekundäres Problem”, meint dazu Google-Sprecherin Lena Wagner auf Anfrage von pressetext. Die genutzte Sicherheitslücke sei mehrere Jahre alt und nicht durch Googles Service verursacht. BitDefender betont, dass neben der Gefahr, durch gefälschte Anzeigen zusätzlicher Malware ausgesetzt zu werden, Unternehmen auch Werbeeinnahmen verlieren könnten.

Die Social-Networking-Plattform Orkut war in dieser Woche Opfer von Cross-Site-Scripting, durch das ein Wurm verbreitet wurde. Dieser hat Orkut-Nutzer in die Community “Infectados pelo Vírus do Orkut” (Portugiesisch für “Infiziert durch das Orkut-Virus”) zwangsrekrutiert. Zwar scheint der Angriff lediglich dazu gedacht gewesen zu sein, eine Schwachstelle aufzuzeigen, doch wurde Google für eine zu langsame Reaktion kritisiert. Unter den Kritiker fand sich etwa Kee Hickley, CEO von Somewhere http://www.somewhere.com , in seinem persönlichen Blog http://www.marrowbones.com . “Wir haben schnell gehandelt, um das Problem in Orkut zu beheben und Schritte eingeleitet, um ähnliche Probleme in der Zukunft zu vermeiden”, weist Wagner die Kritik zurück. Sowohl Google als auch die Kritiker betonen, dass Orkut durchgehend uneingeschränkt in Betrieb war. Das Unternehmen sieht darin ein Service, Kritiker meinen jedoch, dass das Abschalten als Notfallmaßnahme durchaus angebracht gewesen wäre.

In der Google Toolbar wurde ebenfalls eine Lücke gefunden, von der insbesondere Internet-Explorer-User betroffen sind. Der Sicherheitsfachmann Aviv Raff zeigte auf, wie die Installation neuer Buttons manipuliert werden könnte, damit es den Anschein macht, es würde ein Button von einer vertrauenswürdigen Seite installiert.” Wir arbeiten momentan mit Hochdruck daran, dieses Problem zu lösen”, verspricht Google auch in dieser Hinsicht eine rasche Lösung. Die Sicherheits-Firma Cenzic http://www.cenzic.com wiederum meldete eine Lücke in Gmail. Das US-Magazin eWeek berichtet allerdings auf seiner Website, dass dies nur in Verbindung mit unsauberer Cache-Verwaltung im Internet Explorer ausgenutzt werden kann. Ein Microsoft-Sprecher meinte, dass ein Ausnützen der Lücke umfassende Rechte auf dem betroffenen Computer erfordere, über die generell viel gefährlichere Malware installiert werden könne. (Ende)

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Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303


Dez 22 2007

Fliegender Roboter sammelt strategische Daten

Überwachungsgerät “Asio” gerade einmal 40 Zentimeter groß

Triest (pte/21.12.2007/16:40) - Die auf unbemannte Flugkörper spezialisierte Firma Unmanned Technology Research Institute http://www.utri.it mit Sitz in Triest hat einen fliegenden Roboter für Erkundungs- und Überwachungseinsätze vorgestellt. Der nur 40 Zentimeter große “Asio” ist mit mehreren Kameras ausgestattet und hat eine Reichweite von sieben Kilometern. Zusammen mit der Startrampe kann er bequem in einem Rucksack verstaut werden.

Die von der Bordelektronik aufgenommenen Video - und Audiodaten werden an eine Bodenstation weitergeleitet und dort für zivile oder militärische Zwecke ausgewertet. Dabei stehen Anwendungen wie Brandschutz und Antiterror im Vordergrund. Mit ähnlichen Eigenschaften ausgestattet ist das ein Kilogramm schwere, halbkugelförmige Schwesterngerät “Spyball”, das zum Start wie ein Baseball in die Luft geworfen wird und dort von Fernkameras aufgenommene Informationen sammelt. Die Flugzeit beträgt 35 Minuten und die Bildqualität ist wegen der in der Kommandozentrale verwendeten Korrektursoftware so gut wie störungsfrei. Dank der geringen Ausmaße und des verwendeten Elektromotors sind die Flugkörper vom Boden aus kaum wahrnehmbar.

“Etwas Vergleichbares gibt es weder in Italien noch im Ausland,” erklärt Hauptgeschäftsführer Marco Ballerini. “Nachdem wir einige Prototypen auf internationalen Messen vorgestellt haben, gingen sehr viele Bestellungen bei uns ein. Als erste Märkte werden wir die Vereinigten Staaten und Israel, danach auch Großbritannien bedienen. Die Entwicklungskosten liegen bei 300.000 Euro, wobei wir die Multimedia-Bauteile überwiegend aus China, Deutschland und den Vereinigten Staaten bezogen haben.”

Eine ähnliche hohe Investitionssumme hat das in Kooperation mit Galileo Avionica (Finmeccanica) entwickelte Kleinflugzeug “Crex” erfordert, das eine Spannweite von 60 Zentimetern aufweist und nur 500 Gramm wiegt. Die ersten Probeflüge sind für den kommenden Januar anberaumt. “Bei dem geplanten Verkaufspreis in Höhe von 25.000 Euro gehen 80 Prozent der Kosten auf die Elektronik zurück”, erklärt Utri-Chef Ballerini. (Ende)

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Harald Jung email: redaktion@pressetext.com Tel. +43-1-81140-300


Dez 21 2007

Mechanischer Arm ist Japans Roboter des Jahres

Industrieroboter sticht zwölf Konkurrenten aus

Japans Roboter des Jahres (Foto: fanuc.co.jp)

Tokio (pte/21.12.2007/13:45) - Gestern, Donnerstag, wurde in Toko der japanische “Robot of the Year Award” http://www.robotaward.jp vergeben. Dabei hat ein relativ unscheinbar aussehender robotischer Arm der Firma Fanuc http://www.fanuc.co.jp dank seiner guten Anwendbarkeit in den Bereichen der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie das Rennen gemacht. Er hat damit insgesamt zwölf Konkurrenten ausgestochen. Fanucs Roboterarm M-430iA kann in Verbindung mit einem optischen Tracking-System bis zu 120 Gegenstände pro Minute zielgenau von einem Fließband nehmen. Der Arm ist beständig gegen Reinigungsmittel, muss dank Kunststoff-Gelenken nicht geölt werden und hat alle Kabel intern verlegt. Damit ist er besonders für Arbeitsbereiche geeignet, die hohe Sauberkeit erfordern, wie in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie. Beim Wettbewerb wurde ein System mit zwei Armen vorgeführt, das zur Demonstration Blöcke in Verpackungen geschlichtet hat. Doch auch in der Praxis ist der Arm bereits bewährt, wurde er doch schon im September 2006 von Fanuc vorgestellt und ist jetzt seit über einem Jahr weltweit im Vertrieb. Zur Wahl standen auch der LEGO Mindstorms NXT, ein Bausatz zum Basteln von Robotern. Was auf den ersten Blick als Spielzeug erscheinen mag, kommt international im Schulunterricht zum Einsatz. Im Rahmen der First Lego League http://www.firstlegoleague.org finden regelmäßig nationale und internationale Wettbewerbe für Schüler statt. Ein anderes Ausbildungsgerät stammt von Fain Medical http://www.fain-biomedical.com . Mit dem transparenten Endovascular Surgery Simulator “EVE” werden Chirurgen im Umgang mit Kathetern und anderen endovaskulären Geräten für moderne Operationsmethoden geschult. Die weiteren Kandidaten waren etwa ein ferngesteuerter Feuerlösch-Roboter, der ideal für urbane Anwendung geeignet ist und bereits von der Tokioter Feuerwehr eingesetzt wird, Fujitsus HOAP (Humanoid for Open Architecture Platform) zur Entwicklung von Software-Algorithmen sowie ein robotisches Kuriersystem für Blutproben der Firma Matsushita. Der “Robot of the Year Award” wurde 2006 vom japanischen Ministry of Economy, Trade and Industry geschaffen. Ziel ist, im Bereich Robotik herausragende Entwicklungen zu würdigen, Forschung und Entwicklung zu fördern und die Nachfrage nach entsprechenden Produkten zu steigern. (Ende)

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