Feb 29 2008

Turbo-Batterie: Tastendruck verlängert Akkulaufzeit

MSI setzt auf Low-Cost-PCs und Umweltbewusstsein

Anion-Notebook sorgt für saubere Luft (Foto: MSI)

Taipeh (pte/29.02.2008/13:55) - Mit Desktop- und Notebooklösungen, die im Billigsegment angesiedelt sind, präsentiert sich der Elektronikhersteller MicroStar International (MSI) http://www.msi.com.tw auf der CeBIT. Der MSI-Billiglaptop, der kommende Woche in Hannover gezeigt wird, ist klar als Konkurrenzprodukt zum EeePC von Asus positioniert. Als zweiten Messeschwerpunkt setzt das Unternehmen aus Taiwan wie viele Mitbewerber auf das Thema Energieeffizienz und zeigt mit der “Turbo-Battery” eine Funktion, mit der die Laufzeit von Laptopakkus um 20 Prozent verlängert werden kann.

Im Gegensatz zum EeePC soll der Billiglaptop von MSI über einen zehn Zoll großen Bildschirm verfügen. Die Entwickler hätten sich die oft am Asus-Gerät geäußerte Kritik, das Display wäre zu klein, zu Herzen genommen. Mit der Möglichkeit, die Produkte je nach Marktanforderungen mit unterschiedlichen Funktionen auszustatten, soll zudem eine Abgrenzung zu dem Asus-Modell ermöglichen. “Wir wollen damit einen eigenen Weg am Markt gehen”, wird MSI-Chef Joseph Hsu vom Branchenportal DigiTimes zitiert. Im Inneren der Low-Cost-Notebooks werden Intels Diamondville-CPUs (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080220036 ) zum Einsatz kommen. Die Geräte werden voraussichtlich Mitte des Jahres auf dem Markt erhältlich sein. Im Desktopsegment setzt MSI ebenfalls auf die Low-Cost-Schiene, die Geräte sollen zusätzlich noch mit geringen Abmessungen und Design punkten.

Bei künftigen Laptops des Herstellers wird der Turbo-Battery-Knopf zu finden sein. Per Tastendruck kann der User in einen Sparmodus schalten, der den Energieverbrauch des Systems reduziert. Die Funktion stellt das Pendant zu dem bei Rechnern der Gaming-Serie verbauten Turbo-Feature, mit dem der Prozessor hochgetaktet werden kann, dar. “Mit Turbo-Battery untertakten wir die CPU und erreichen damit eine längere Batterielaufzeit von bis zu 20 Prozent”, erklärt der zuständige Produktmanager Richard Stewart. Die Reduktion des Prozessortakts wird durch zusätzliche Maßnahmen wie beispielsweise der Verringerung der Bildschirmhelligkeit begleitet.

Des Weiteren hat MSI ein Notebook im Messegepäck, das mithilfe von Anionen für eine saubere Luft in der Umgebung des Geräts sorgen soll. Das Notebook setzt im Betrieb Anionen frei, die Staubpartikel sowie giftige Substanzen in der Umgebungsluft binden. Zudem bekämpft der Laptop unangenehme Gerüche wie Zigarettenrauch, verspricht MSI auf seiner Website. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313


Feb 29 2008

Tool deckt Softwarediebstahl auf

API Birthmark vergleicht Arbeitsweise von Programmen

Forscherteam entwickelt Tool, um Softwarediebstahl aufzuklären (Foto: uni-sb.de)

Saarbrücken (pte/29.02.2008/13:50) - Ein Wissenschaftler-Team vom Lehrstuhl für Softwaretechnik an der Universität des Saarlandes http://www.uni-sb.de hat eine Methode entwickelt, um Softwarediebstahl aufzudecken. Das Programm API Birthmark http://www.st.cs.uni-sb.de/birthmarking , das von David Schuler im Rahmen seiner Diplomarbeit federführend entwickelt wurde, untersucht dazu eine verdächtige Applikation auf Übereinstimmung mit dem Originalprogramm. “API Birthmark beobachtet dabei das Verhalten der Programme und vergleicht sie”, erläutert Valentin Dallmeier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Softwaretechnik, im Gespräch mit pressetext.

Moderne Software setzt sich aus vielen Bausteinen zusammen, was sie anfällig für Diebstahl durch Softwareentwickler macht, erklären die Forscher. Die Entwicklung von Software sei zudem teuer, wodurch manche Programmierer verführt seien, fremde Software illegal in die eigenen Applikationen einzubauen. Die an Anwender ausgelieferten Programme oder zumindest Teile davon kann ein Softwareentwickler leicht in die eigene Anwendung einfügen. Der Nachweis einer illegalen Verwendung von Code ist allerdings nicht einfach, vor Gericht sei eine solche Urheberrechtsverletzung äußerst schwierig nachzuweisen, so die Forscher.

Die neue Methode räumt Herstellern von Software bessere Chancen vor Gericht ein. Wird ein Diebstahl vermutet, so lässt man die originale und die fremde Software mit API Birthmark ausführen. “Die erste Beurteilung von Software kann über einen Vergleich des eingesetzten Quellcodes erfolgen. Allerdings verwenden Entwickler oft Methoden, um diesen zu verändern. Das Programm erledigt seine Arbeit dann zwar auf dieselbe Weise, der Code besitzt jedoch ein anderes Aussehen”, so Dallmeier. Daher analysiere API Birthmark die Arbeitsweise der Software. Das Ergebnis gibt an, wie stark sich das Verhalten der beiden Programme ähnelt. Ist die Übereinstimmung hoch, lässt das einen Diebstahl vermuten und rechtfertigt weitere Untersuchungen. Die Forscher präsentieren die Entwicklung kommende Woche auf der CeBIT.

Im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit wollen die Wissenschaftler außerdem untersuchen, wie sich die Arbeitsweise von Software-Entwicklern auf die Qualität der Programme auswirkt. Herausfinden wollen sie beispielsweise, ob ein großes Team an Programmierern sowie häufige Änderungen eine Applikation anfälliger für Fehler macht. Das Ziel ist es, einen automatischen Assistenten zu entwickeln, der bereits während der Entwicklung auf mögliche Probleme hinweisen und Vorschläge zur Verbesserung machen soll. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313


Feb 29 2008

Rechtzeitig zur EM: Handy-TV-Zeitalter beginnt

Media Broadcast erhält Auftrag für österreichisches Mobile-TV-Netz

One-CEO Michael Krammer setzt auf Handy-TV (Foto: one.at)

Bonn (pte/29.02.2008/11:52) - Der deutsche Serviceanbieter Media Broadcast http://www.media-broadcast.com (ehemals T-Systems Media&Broadcast) hat heute, Freitag, von der österreichischen Regulierungsbehörde KommAustria die Zulassung zum Errichten und Betreiben eines bundesweiten Mobile-TV-Netzes auf DVB-H-Basis bekommen. Damit steht dem Start von Handy-TV in Österreich rechtzeitig zur Euro 2008 zumindest theoretisch nichts mehr im Weg. Der Plan sieht vor, Mobile-TV zum 01. Juni 2008 in den österreichischen Austragungsstädten der EM - Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt - sowie den übrigen Landeshauptstädten anbieten zu können. Bis Ende 2008 soll eine 55-prozentige Abdeckungsrate erreicht werden. Von Anfang an mit im Boot sitzen die beiden Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G (3) und One, die das Bewerbungsverfahren von Media Broadcast unterstützt haben. Medienberichten zufolge besteht für die übrigen Anbieter aber noch die Möglichkeit, sich mit Media Broadcast auf eine Servicekooperation zu einigen. Im Rahmen eines Unternehmergesprächs heute Morgen in Wien http://www.businesscircle.at wollte der neue One-CEO Michael Krammer die nahezu zeitgleich verkündete Entscheidung noch nicht kommentieren, betonte aber den strategischen Wert von TV-Services am Handy. Über den Service per se werde man als Mobilfunkunternehmen kaum verdienen können, da Kunden nur ein moderates Zusatzentgelt für die Handy-TV-Nutzung akzeptieren würden. “Viel interessanter ist in dieser Hinsicht allerdings die Möglichkeit, den Service als hochwertige Werbeplattform nutzen und anbieten zu können”, so Krammer gegenüber pressetext. Als realistisches Ziel der Marktdurchdringung in den kommenden Jahren nannte Krammer 15 bis 20 Prozent aller Mobilfunkkunden. Technisch gesehen biete DVB-H alle Voraussetzungen, um Handy-TV zu einem Erfolg werden zu lassen, zeigt sich Krammer überzeugt. DVB-H steht für Digital Video Broadcasting-Handheld und bezeichnet ein System, das TV-Programme auf tragbare und mobile Empfänger mit kleinen Bildschirmen sendet. Neben Fernsehprogrammen kann das System auch Radiosendungen und interaktive Dienste auf mobile Geräte übertragen. Die Codierung des Videosignals erfolgt mittels MPEG-4/AVC, und MPEG-4/AAC bei Audiosignalen. Pro Programm ergeben sich Datenraten um 400 Kilobit pro Sekunde. Diese reichen aus, um Fernsehprogramme auf kleinen Displays in sehr guter Qualität darzustellen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Martin Stepanek email: stepanek@pressetext.com Tel. +43-1-81140-308


Feb 29 2008

Herzmuskelzellen aus der Stammzellenforschung

Wissenschaftler feiern Entdeckung als Meilenstein in der Forschung

Entschlüsselung der Herzentwicklung auf molekularer Ebene (Foto: pixelio.de)

München (pte/29.02.2008/06:05) - Nichts scheidet die Geister so sehr wie die Forschung an embryonalen Stammzellen. Zwar ist sie seit Jahren heftig umstritten, doch für die Wissenschaft stellt sie eines der zukunftsträchtigsten Felder dar. Diabetes mellitus, Herzinfarkte oder Unfälle haben eine Zerstörung von Gewebe oder ganzer Organe zur Folge. Engpässe bei Spenderorganen lassen die Hoffnung auf regenerative Medizin durch Stammzellen wachsen. Forschern der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universität München http://med1.klinikum.uni-muenchen.de/ ist es erstmalig gelungen, grundlegende Prozesse der Herzentwicklung auf molekularer Ebene zu entschlüsseln. Dadurch ist eine vermehrte Bildung von schlagenden Herzmuskelzellen aus embryonalen Stammzellen möglich. Um die Prozesse der Herzentwicklung auf molekularer Ebene entschlüsseln zu können, programmierten die Forscher pluripotente Stammzellen mit einem herzspezifischen Protein. Pluripotente Stammzellen sind “zu allem fähig” und befinden sich im so genannten Blastozysten-Stadium der Embryonenentwicklung. Spätestens nach drei Tagen spezialisieren sich diese Zellen sehr stark. Ihre Besonderheit liegt darin, dass zwar alle Zellarten wie beispielsweise Muskelgewebe oder Nerven entwickelt werden können, die Entwicklung eines vollständigen Organismus aber nicht mehr möglich ist. Dieser letzte Aspekt stellt eine wichtige Komponente in der Diskussion zu embryonalen Stammzellen dar. Dieses Forschungsergebnis der Arbeitsgruppe um den Münchener Professor Wolfgang-Michael Franz stellt einen Meilenstein für das Verständnis der Programmierung von Stammzellen zu Herzmuskelzellen dar. ” Unsere Forschung bezieht sich nur auf Stammzellen, die nach einem bestimmten clinical grade, dem GMP (Good Manufacturing Practice) hergestellt wurden. Damit in Zukunft auch Patienten von dieser bedeutenden Entwicklung profitieren können, müssen diese Ergebnisse eben auf diese Stammzellen übertragen werden. Diese können aber nur aus dem Ausland bezogen werden”, erklärt Wolfgang-Michael Franz, Stammzellenforscher an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universität München auf Anfrage von pressetext. Auf die Frage, ob Tierversuche geplant sind meint Franz: “Bis dato kommen Tierversuche für uns noch nicht in Frage. Etabliert sich unsere Forschung, können wir uns am Mausmodell zum Beispiel Transplantationen vorstellen”, sagt Franz. Laut Franz können solche Zellen auch für die Erprobung von Medikamenten eingesetzt werden. “Vorausgesetzt ist eine Liberalisierung der Stichtagsregelung des deutschen Stammzellengesetzes”, sagt Franz. Die sogenannte Stichtagsregelung betrifft die Forschungsarbeit mit Zellen, die im Ausland aus überzähligen Embryonen vor dem 1. Januar 2002 hergestellt wurden. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Sandra Haas email: haas@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316


Feb 28 2008

Sprachcomputer erkennen Gemütszustand

Multimodale Interfaces prägen neue Gerätegeneration

Berlin (pte/28.02.2008/13:55) - An Call Centern und dem Einsatz von Sprachcomputern führt für viele Unternehmen kein Weg mehr vorbei. Wettbewerbsdruck, der Zwang zur Service-Automatisierung und der Preisverfall in der Telekommunikation tragen hierzu einen großen Teil bei. Außerdem machen Wissenschaftler einen natürlichen Hang der Menschen zum Self-Service aus. Sprachverarbeitende Technologie werde in der Servicegesellschaft eine noch größere Rolle spielen, ist der Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz http://www.medienberatung.tu-berlin.de überzeugt. Das gilt auch wenn der Voice-Self-Service dem Kunden eine andere emotionale Einstellung abverlange als das Agieren im Internet, wo man genau wisse, dass man mit einem Programm in Dialog trete. “Gerade weil die Erwartungen an die menschliche Stimme so groß sind, weil man sie unmittelbar mit Gefühl, mit Menschlichkeit, mit Echtheit assoziiert, ist die Enttäuschung über ein schlechtes Programm oft gewaltig. Ich bin überzeugt, wir alle haben schon derartige Erfahrungen gemacht”, sagt Bolz.

Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.com, erklärte im Interview mit dem Deutschlandfunk, was moderne Spracherkennung leistet: “Die Akzente werden sehr gut abgefangen. Das Programm kann ungefähr 50.000 bis 100.000 Worte verstehen.” Natürlich sei eine eindeutige Formulierung nötig, denn wenn man anstelle von Kontostand sagt ‘Was ist drauf?’, so stellt das für eine Applikation ein Verständnisproblem dar. Dem erkennenden Programm und der dahinterliegenden Grammatik müsse klar sein, dass die Frage ‘Was ist drauf?’ ein Synonym für Kontostand ist, erläutert Pape

Nach Erfahrungen von Elmar Nöth vom Lehrstuhl für Mustererkennung der Universität Erlangen-Nürnberg http://www5.informatik.uni-erlangen.de/de habe sich die Sprachdialogtechnik über die pure Spracherkennung hinaus weiter entwickelt und punkte sogar mit Emotionserkennung, die auch viele Unternehmen für den automatisierten Kundenkontakt für sich entdeckt hätten. Dabei gebe es mehrere Stufen. “Von Benutzereingaben per Tastatur über die Erkennung von Ziffern und Einzelwörtern zu der dritten Stufe, dem natürlich-sprachlichen Dialog ohne feste Menüstruktur, wobei das Dialogsystem ganze Sätze versteht. Es geht sogar soweit, dass das Dialogsystem den emotionalen Benutzerzustand erkennt und darauf reagieren kann, um den Dialog natürlicher zu gestalten”, so Nöth. Emotionserkennung mache den Dialog mit der Maschine menschlicher, so sein Resümee. Weit fortgeschritten ist beispielsweise der multilinguale Kundenservice von T-Mobile. Er erkennt das Alter, das Geschlecht, die Sprache und die aktuelle Stimmung. Ziel dieses Projektes ist es, den Kunden mittels adaptiver Sprachdialoge individuell anzusprechen und ihn mit kundenspezifischen Angeboten zu begeistern.

“Natürlich-sprachliche Interfaces werden immer intelligenter, nutzerfreundlicher und bald um eine grafisches Ebene ergänzt”, meint Pape. Er sieht die Sprachtechnologie nicht nur in Sachen telefonischer Kundenkontakt weiter im Aufwind. Das Stichwort heißt Multimodalität bei der Steuerung von Geräten. “Das heißt, das Voice-Interface wird ergänzt durch ein grafisches Interface. Das Internet und die Sprachschnittstelle wachsen zusammen zu einem multimodalen Dialog.” Diese Fähigkeiten werden künftig in mobilen Endgeräten zu finden sein und völlig neue Arten von Mensch-Maschine-Interaktion darstellen. “Man nutzt die Stärken des grafischen Interfaces kombiniert mit den Stärken der Sprache. Wenn ich im Auto unterwegs bin, spreche ich. Wenn ich in der U-Bahn meine Ruhe haben will, dann nutze ich das grafische Interface”, so Pape. Am besten sei es jedoch, man benutzt beide Modalitäten gleichzeitig. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Gunnar Sohn email: sohn@pressetext.com Tel. +49-228-6204474