Jul 31 2008

Bluetooth-Handy mutiert zur Universalsteuerung

Einfache Verwaltung als Schlüssel zur Sicherheit

Christian Csank mit Bluetooth-Handy dem neuen OEM-Modul (Foto: Sorex)

Wiener Neustadt (pte/31.07.2008/13:55) - Das österreichische Unternehmen Sorex Wireless Solutions http://www.sorex-austria.com hat ein OEM-Modul für seine Technologie zur Steuerung per Bluetooth-Handy (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=070320027 ) vorgestellt. Mit dem Modul kann die Sorex-Technologie durch Drittanbieter einfach ab Werk in eine breite Palette an elektrischen Systemen integriert werden. Denkbar sind beispielsweise Anwendungen in der Haushaltstechnik, in Fahrzeugen, sowie in der Sicherheitstechnik. Wenn das Bluetooth-Handy dadurch zur Universalsteuerung mutiert, bleibt die zentrale Verwaltung per Sorex-Software einfach. “Jeder, der Excel bedienen kann, kann das auch bei unserer Software”, ist Sorex-Gesprächsführer Christian Csank im Gespräch mit pressetext überzeugt. Da entsprechend einfach Rechte von Handys verwaltet werden können, werden die Risiken, die beispielsweise beim Handy-Verlust entstehen, minimiert. Durch das neue OEM-Modul könnte die Technologie deutlich größere Verbreitung finden. Es dient Anbietern dazu, mit geringem Aufwand die Handy-Steuerung in alle Arten von Systemen zu integrieren, die persönliche Geräteeinstellungen abrufen oder die der Zugangskontrolle dienen. Mögliche Anwendungen umfassen Sorex zufolge das automatische Aktivieren von Licht und Heizung beim Heimkommen ebenso wie das Ent- und Verriegeln von Autotüren oder Schreibtischschubladen, das Schalten von Alarmanlagen sowie die Registrierung in Zeiterfassungssystemen in Unternehmen. “Wir bieten innovativen Herstellern die Möglichkeit, ihren Kunden einen attraktiven Zusatznutzen zu bieten”, meint Csank. Die Integration der Technologie in Produkte würde je nach Komplexität einen Personentag bis wenige Personenwochen dauern. Endkunden dürften daher über kurz oder lang aktivierte Systeme verschiedener Hersteller nutzen. Die Übersicht soll dabei trotzdem gewahrt bleiben. “Als Steuerzentrale genügt ein Computer mit unserer Software”, betont Csank. Damit könnten Einstellungen und Nutzerrechte aller vernetzten Systeme geregelt werden. Bei isolierten Systemen wiederum genüge ein Bluetooth-Handy und die Kenntnis eines Master-Passworts, um Änderungen vorzunehmen. Mit der einfachen Verwaltung will Sorex auch die Sicherheit des Steuerungssystems garantieren. “Die Sicherheit ist das Allerwichtigste”, betont Csank. Wenn das System wie bei der Firma Würth für die Zugangskontrolle genutzt werde, sei es unerlässlich, umgehend sämtliche Rechte eines Handys sperren zu können, falls das Gerät verloren wird oder ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. “Das funktioniert praktisch wie beim Verlust einer Kreditkarte - ein Anruf und das Gerät wird aus den Erlaubnislisten gelöscht”, erklärt Csank. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303


Jul 31 2008

Google macht Suchergebnisse transparenter

Lokale Unterschiede werden aufgeschlüsselt

Mehr Einblick in personalisierte Suche (Foto: Google)

Mountain View (pte/31.07.2008/13:50) - Google bringt mehr Transparenz in seine Suchergebnisse. Wie dem offiziellen Google-Blog http://googleblog.blogspot.com zu entnehmen ist, will das Unternehmen ab sofort mehr Details darüber anzeigen, wie personalisierte Suchergebnisse - je nach Ort und Web-History - zustande kommen. Die Suchmaschine spuckt unterschiedliche Ergebnisse aus, abhängig von welchem Ort auf der Welt aus angefragt wird. Nun macht Google diese Unterschiede deutlicher bzw. will dem Nutzer die genauen Vorgänge näher bringen. “Heute starten wir eine neue Funktion in der Websuche, die dabei helfen soll, besser zu verstehen, wie die personalisierten Suchergebnisse zustande gekommen sind”, schreibt Rachel Garb, Google Product Manager, im Blogeintrag. Künftig soll eine Nachricht über den Suchergebnissen erscheinen, die darüber aufklärt, wie die Ergebnisse personalisiert wurden. Darüber hinaus wird ein Link angezeigt, über den der Nutzer noch weitere Informationen abrufen kann. Im Detail soll Aufschluss darüber gegeben werden, nach welchen Kriterien sich die Suchergebnisse ändern. Darunter fallen sowohl Ort als auch jüngste Suchanfragen sowie das Webprotokoll. Diese drei Punkte bezieht Google bei jeder Suche mit ein und liefert entsprechende Resultate. Bei der Frage nach dem jeweiligen Ort orientiert sich Google an der IP-Adresse der Nutzer oder aber an den Adressinformationen, die von Usern bei ihrem Google-Account angeben werden. Die aktuellsten Suchanfrage werden deshalb miteinbezogen, weil sie möglicherweise einen Kontext liefern, den Google in das neue Suchergebnis miteinbeziehen kann. “Wir behalten die aktuellsten Anfragen für eine begrenzte Zeit auf den Browsern. Danach wird die Information gelöscht bzw. sobald der Browser geschlossen wird, verschwindet diese ebenfalls”, so Garb. Letztlich stützt sich die Suchmaschine auch auf das Webprotokoll. Für Nutzer, die ihre Web-History aktiviert haben, werden nicht nur die oben genannten jüngsten Anfragen, sondern auch weiter zurückliegende Suchen in die aktuellen Ergebnisse miteingerechnet. Das Webprotokoll wird erst auf Wunsch des einzelnen Users eingesetzt und muss explizit freigegeben werden. “Es hängt vom Nutzer ab und dieser hat volle Kontrolle darüber”, erklärt Garb. Im Zweifelsfall könne diese Funktion auch temporär ausgeschaltet werden, indem sich der Nutzer von seinem Google-Konto abmeldet. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314


Jul 31 2008

Schwarzenegger lässt Sprayer putzen

Verschärftes Graffitigesetz in Kalifornien

Graffiti-Sprayern drohen in Kalifornien härtere Strafen (Foto: pixelio.de/Bernd Sterzl)

Los Angeles/Halle (pte/31.07.2008/13:20) - Die kalifornische Regierung http://www.ca.gov hat ein neues Anti-Graffiti-Gesetz verabschiedet. Nach einem Bericht der Los Angeles Times müssen verurteilte Graffiti-Sprayer nicht mehr nur die von ihnen besprayten Flächen wieder reinigen, sondern diese auch ein Jahr lang von sämtlichen anderen Graffiti säubern. Damit wolle man erreichen, dass die zunehmende Zahl von Vandalismus wieder abnimmt, begründet Gouverneur Arnold Schwarzenegger die Gesetzesnovelle. Alleine in Los Angeles seien in den vergangenen drei Jahren 670.000 Quadratmeter besprayt worden. “An 653.520 Stellen finden sich Graffiti in L.A., das sind 40.000 mehr als noch 2007″, äußert sich Paul Racs von der Stadtverwaltung L.A. besorgt. Als einen Grund führte er dafür an, dass Graffiti-Sprayen in Medien und der Gesellschaft gefeiert wird. “Es gibt so viele Filme und Computerspiele, in denen der Sprayer der Gute und der Polizist der Böse ist. Dadurch bauen sich natürlich Vorbilder auf”, so Racs weiter.

Für die Malerin Judy Baca ist L.A. aber selbst an der aktuellen Situation schuld. “Die Jugend ist morallos, aber wenn die Stadt immer mehr soziale Projekte streicht, muss das nicht weiter verwundern.” Und die Graffiti seien Ausdruck der Hilflosigkeit dieses Moralverlustes. Mit Bedenken sehen auch Banden-Experten die aktuellen Entwicklungen. “Graffiti sind ein Ausdruck der Macht von Gangs. Wenn Sprayer jetzt angehalten werden, eine Wand ein Jahr lang von sämtlichen Graffiti frei zu halten, könnte dies böse Folgen für sie haben”, meint Khalid Shah, vom Gang-Interventions-Programms Stop Violence http://stopviolence.com . Dabei schrecken nach seiner Ansicht die Gangs auch nicht vor körperlicher Gewalt zurück.

Im Gegensatz zu den US-amerikanischen Methoden, setzt die deutsche Justiz auf ein anderes Vorgehen. “Verurteilte Sprayer werden in den meisten Fällen zu Arbeitsstunden verurteilt. Nur im Wiederholungsfall würde man auf das Mittel eines mehrwöchigen Dauerarrestes zurückgreifen”, erläutert Oberstaatsanwalt Rolf Kunzmann von der Staatsanwaltschaft Halle gegenüber pressetext. Doch verzichte man bei geständigen Sprayern in vielen Fällen sogar auf ein gerichtliches Verfahren. “Graffiti selbst zu entfernen, das müssen nur die wenigsten. Denn die chemikalischen Substanzen, die bei der Reinigung eingesetzt werden, sind einfach zu gefährlich für Jugendliche”, sagt Kunzmann. Doch liege das Problem im Kampf gegen Graffiti an einer ganz anderen Stelle. “Erst einmal muss man den Täter eindeutig ermitteln, denn wir dürfen keine pauschalen Gruppenverurteilungen vornehmen”, so Kunzmann. Zudem erschwere das deutsche Recht die Verfolgung der Täter. Denn nach diesem gilt ein Graffiti erst als Sachbeschädigung, wenn eine Verletzung der Bausubstanz vorliegt beziehungsweise das Entfernen des Graffitis diese hervorruft. “Das heißt, das ‘Bemalen’ von Scheiben mit wasserlöslichen Stiften würde nicht verfolgt werden”, sagt Kunzmann weiter. Denn dabei handle es nicht um erhebliche noch um dauerhafte Beschädigungen des Objektes. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Erik Staschöfsky email: staschoefsky@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316


Jul 30 2008

Intelligente Fahrzeugsysteme versprechen Sicherheit

Technische Hilfen sollen den Massenmarkt erobern

IVS könnten für weniger Gefahrensituationen im Straßenverkehr sorgen (Foto: pixelio.de, M. Hauck)

Brüssel (pte/30.07.2008/13:55) - Intelligente Fahrzeugsysteme (Intelligent Vehicle Systems, IVS) können für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen, die Energieeffizienz steigern sowie Verkehrsstockungen beikommen. Im Rahmen des EU-Projekts euroFOT (European Large-Scale Field Operational Tests on In-Vehicle Systems) http://www.eurofot-ip.eu , an dem 28 Partner beteiligt sind, erfolgt ein groß angelegter Feldtest von Technologien, die für einen besseren Fluss des europäischen Straßenverkehrs sorgen könnten. Ziel ist nicht nur, die Leistungsfähigkeit der IVS zu bewerten, sondern auch etwaige Risiken und das Marktpotenzial der Fahrhilfen zu erkennen. Das soll dazu beitragen, die technischen Unterstützungssysteme auch für den Massenmarkt attraktiv zu machen.

Die IVS-Technologien, die im Projekt getestet werden, sind vielseitig. Die “Adaptive Cruise Control” (ACC) beispielsweise dient einer intelligenten Steuerung der Fahrtgeschwindigkeit in Abhängig vom Verkehrsfluss. Das “Blind Spot Information System” wiederum dient der Überwachung des toten Winkels der Rückspiegel, während “Curve Speed Warning” verhindern soll, dass Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in Kurven gehen. Auch eine Funktion zur Warnung vor dichtem frontalen Auffahren sowie ein Spurhalteassistent sind Teil des Projekts. Für Auto-Fans sind manche Funktionalitäten bereits ein Begriff. “Einige der euroFOT-Systeme wie die ACC sind schon seit einigen Jahren auf dem Markt”, meint Ariane Brusselmans, Sprecherin beim Projektpartner ERTICO - ITS Europe http://www.ertico.com , auf Anfrage von pressetext. Allerdings seien sie bisher nur Optionen im Luxussegment und hätten nicht den Massenmarkt erreicht.

Das soll sich durch das auf 40 Monate anberaumte EU-Projekt ändern, in dem über 1.500 Testfahrzeuge zum Einsatz kommen. “euroFOT wird die Systeme unter realen Fahrbedingungen testen”, betont Brusselmans. Damit sollen Aufschlüsse über die kurz- und langfristigen Auswirkungen von IVS gewonnen werden, beispielsweise auf das Fahrerverhalten und die Systemleistung. Ein Ziel ist es zu bewerten, ob die Technologien wirklich effektiv auf normalen Straßen sind und auch so leistungsfähig wie vorgesehen. Damit wollen die Projektpartner Risikofaktoren erkennen und klären, welche Aspekte der IVS idealer Weise eine weitere Entwicklung durchlaufen sollten, ehe sie einen breiteren Einsatz erleben. Ein wichtiges Thema dabei ist auch die Nutzerakzeptanz. Jene Technologien, die von den Testern gut angenommen werden, haben entsprechend hohe Aussichten auf einen Erfolg auf dem Markt.

Das bessere Verständnis soll sich auch auf die Rahmenbedingungen für einen breiteren Einsatz der Technologien auswirken. “euroFOT wird politischen Verantwortlichen helfen, informierte Entscheidungen über den Rechtsrahmen für den Einsatz von IVS zu treffen”, ist Brusselmans überzeugt. (Ende)

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Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303


Jul 30 2008

Rheuma: Abendliche Medikamenteneinnahme verbessert Wirkung

Ein Viertel verkürzte Morgensteifigkeit ist das Resultat

Am Abend verabreichte Tabletten helfen besser gegen Rheuma (Foto: pixelio.de/Regina Kaute)

Berlin (pte/30.07.2008/13:55) - Forscher der Charité http://www.charite.de in Berlin haben eine neuartige Behandlungsmethode für Rheumapatienten erfolgreich gestestet. Dabei wurde den Probanden im Gegensatz zur herkömmlichen Therapie nicht erst am Morgen ein Cortison-Mittel gegeben, sondern bereits am Vorabend. “Dabei stellte sich heraus, dass die Morgensteifigkeit der Gelenke bei den so behandelten Patienten um etwa ein Viertel verkürzt war”, erklärt Frank Buttgereit, Professor für Rheumatologie an der Charité, gegenüber pressetext. Als Grund für diese Beobachtungen nannten die Forscher, dass die Medikamente bereits wirken, wenn sich in der Nacht die Entzündungsvorgänge im Körper in Gang setzen.

Insgesamt untersuchte Buttgereit und sein Team 288 Patienten im Durchschnittsalter von 55 Jahren, die alle unter rheumatoider Arthritis leiden. “Normalerweise nehmen die Patienten zwischen sechs und acht Uhr morgens ihr Cortison-Medikament (das heißt Glucocorticoide wie Prednison) ein, um Gelenkschmerzen zu lindern und Gelenksteifigkeit abklingen zu lassen.”, erläutert Buttgereit. Bei den Glucocorticoiden handelt es sich um Steroidhormone, die natürlicherweise in den Nebennieren produziert werden. Bei Rheumapatienten setzen Ärzte schon seit langem synthetisch hergestellte Glucocorticoide ein, um deren entzündungshemmende Wirkung zu nutzen. Die Wissenschaftler fanden nun heraus, dass eine frühere Einnahme zu einer besseren Wirkung führt. “Das liegt darin begründet, dass nachts ein Anstieg der Entzündungsbotenstoffe zu beobachten ist und diese frühmorgens schon längst zu Gelenkschwellungen und Gelenkentzündungen geführt haben”, so Buttgereit.

Um dem entgegenzuwirken, behandelten die Berliner Forscher ihre Patienten mit modified-release (MR) Prednison. Im Gegensatz zu sonstigen Anwendungen wurde MR Prednison aber bereits um 22:00 Uhr des Vortages verabreicht - setzte das Glucocorticoid jedoch erst vier Stunden später frei. “Das ist auch der Zeitpunkt, wenn die Entzündungsbotenstoffe in ihrer Konzentration ansteigen und anfangen zu arbeiten”, erklärt Buttgereit. Zu beobachten war, dass bei den so behandelten Patienten der Entzündungsbotenstoff Interleukin-6 in niedrigerer Konzentration zu messen war und die Dauer der Morgensteifigkeit um etwa 22 Prozent zurückging. Unterschiede in der Verträglichkeit bei Patienten, die mit MR beziehungsweise normalem Prednison behandelt worden sind, fanden die Forscher nicht. “Beim MR Prednison können die gleichen Nebenwirkungen wie beim sonst eingesetzten Prednison auftreten, also zum Beispiel Gewichtszunahme, Hautveränderungen oder Osteoporose”, erläutert Buttgereit. Wann das Medikament jedoch flächendeckend eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest. Denn noch läuft das europäische Zulassungsverfahren, dessen zeitlicher Rahmen nicht abschätzbar sei. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Erik Staschöfsky email: staschoefsky@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316