Aug 30 2008

Leistungsfähige Seile: Kunststoff schlägt Stahl

Synthetische Materialien für Hochleistungsanwendungen geeignet

Seilreibprüfmaschine auf der TU-Chemnitz (Foto: TU-Chemnitz)

Chemnitz (pte/30.08.2008/13:50) - Wissenschaftler der TU-Chemnitz forschen im Projekt “InnoZug” an der Konzeption von leistungsfähigen und leichten Seilen. “Für Gebäude, die mehrere hundert Meter hoch sind, braucht man riesige Kräne und lange Aufzüge. Stahlseile kommen dabei aufgrund ihres Eigengewichts kaum in Frage. Irgendwann würde das schwere Seil infolge seines Eigengewichts zerreißen bzw. sich aufschwingen, so InnoZug-Projektleiter Markus Michael von der Professur Fördertechnik der TU-Chemnitz http://www.tu-chemnitz.de/projekt/InnoZug im pressetext-Interview. Das Interesse der Wissenschaftler gilt Seilen aus Synthesefasern.

“Seile aus Kunststoff-Fasern bringen nur ein Achtel des Gewichts von Stahlseilen auf die Waage, besitzen aber die gleiche Festigkeit”, so Michael. Was die Forscher am meisten interessiert, sind die Möglichkeiten dieser neuartigen Seile, die bisher in ähnlicher Form in der Schifffahrt verwendet wurden, etwa um Ozeanriesen im Hafen zu vertäuen oder Ölplattformen zu befestigen. “Wir möchten die Materialien auch in der Fördertechnik anwenden. Der Unterschied zum klassischen Faserseil besteht darin, dass die Seile nicht nur hohe statische Belastungen ertragen, sondern kontinuierlich gebogen und umgelenkt werden”, erklärt Michael. Zur Verwendung kommen hochmodulare Faserwerkstoffe mit gestreckten Molekülketten, die nach dem Strecken thermisch fixiert werden. Diese sind teilweise deutlich fester als Stahl und haben viele positive Eigenschaften”, erklärt Projektmitarbeiter Ingo Berbig.

Der große Vorteil der Chemnitzer Forscher sind ihre vielfältigen Prüfmöglichkeiten für die Faserseile. “Mit der Entwicklung hochmodularer Faserwerkstoffe Ende des 20. Jahrhunderts eröffneten sich viele neue Anwendungsmöglichkeiten, denen jedoch aufgrund des Neuheitsgrades ein großes Forschungsdefizit gegenübersteht”, meint Michael. “In vielerlei Hinsicht ist die Forschungstätigkeit Grundlagenforschung.” Da es keine geeignete Prüftechnik zu kaufen gebe, mussten die Techniker das meiste selbst konstruieren. Eigentlicher Schwerpunkt der Arbeit ist die Herstellung von eigenen Seilen. “Nur wenn wir selber Seile produzieren, wissen wir genau, was wir untersuchen”, erklärt Michael. Da für Testuntersuchungen nur kurze Seilstücke benötigt werden, müsse man diese selbst herstellen. Neben zwei Flechtmaschinen in einer kompletten Herstellungslinie stehen in den Laboren Kriechprüfstände, Dauerbiegemaschinen, eine Abrasionsprüfmaschine, ein Treibscheibenprüfstand und eine statische Zugprüfmaschine. Mit dieser Ausstattung könne man alle wesentlichen Eigenschaften von Faserseilen untersuchen, so Michael. “Eine wesentliche Frage ist beispielsweise auch, was mit Seilen geschieht, wenn man sie aufwickelt.” Für diese Untersuchungen wird demnächst ein eigener Prüfstand errichtet.

Dass man das ultimative Seil für sämtliche Anwendungen finden wird, hält der Forscher für ausgeschlossen. In Zukunft werde es vielmehr verschiedene Systeme für verschiedene Anwendungen geben. “Für bestimmte Zwecke werden auch Hybridseile - das sind Kunststoffseile mit einem Drahtmantel zur Anwendung kommen”, meint Michael. Ob es je möglich sein wird ein 800-Meter hohes Gebäude mit einem durchgehenden Aufzug auszustatten, stehe in den Sternen. “In einem ersten anwendungsbezogenen Projekt arbeiten wir beispielsweise an einer gewichtsreduzierten Seilwinde für Hubschrauber. Außerdem planen wir in Kooperation mit einem anderen Unternehmen, Faserseile in Krananlagen zu testen.” Um die Seile dann zukünftig auch zu überwachen, arbeiten die Chemnitzer Wissenschaftler an der Entwicklung einer Sicherheits-Sensorik. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Wolfgang Weitlaner email: weitlaner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-307


Aug 30 2008

Verhaltenshinweise machen Roboter zu besseren Verfolgern

Ansatz erleichtert das Folgen besonders beim Abbiegen

Bessere Verfolgung durch Verhaltenshinweise: Roboter beim Test (Foto: ucdavis.edu)

Davis (pte/30.08.2008/13:45) - Forscher an der University of California in Davis (UCD) http://www.ucdavis.edu haben ein System entwickelt, mit dem Roboter einander besser verfolgen können. Der Verfolger nutzt dabei drahtlos gesendete Hinweise um zu erkennen, ob der führende Roboter um eine Ecke biegen wird und kann auch bei Verlust des Blickkontakts leicht folgen. “Diese Folge-Problematik ist ein fundamentales Problem in der Robotik”, erklärt Sanjay Joshi, Professor an der UCD. Langfristig könnten sich Roboter dank der Entwicklung auch Menschen besser auf die Fersen heften. Denn Personen zeigen durch offene Signale und versteckte Verhaltenshinweise an, wie sie sich fortbewegen werden. Genau das sollen die Roboter ausnützen. Verhaltensstudien haben beispielsweise gezeigt, dass gehende Menschen unbewusst ihren Kopf etwas zur Seite drehen, bevor sie links oder rechts abbiegen. Solche und andere Verhaltenshinweise könnte ein Roboter nutzen. Sie helfen ihm zu beurteilen, wie er sich bewegen muss, um dem Menschen zu folgen. Beispielsweise beim Umrunden von Gebäudeecken und in anderen Situationen, in denen der Roboter sein Ziel kurzzeitig aus dem Auge verliert, verspricht das Vorteile. “Wenn wir diese Hinweise in Kontrollsysteme einbinden können, wird das Folgen zuverlässiger”, glaubt Joshi. Mit solchen Robotern könnten Menschen leichter zusammenarbeiten. Beispielsweise könnte ein Spitalsroboter einem Arzt durch die einzelnen Abteilungen folgen. Daher arbeitet das Forscherteam an einem System, mit dem Roboter beispielsweise per Kamera aufgefangene Hinweise zur besseren Bestimmung ihrer weiteren Bewegung nutzen können. Getestet haben die Forscher das System mit kommerziell erhältlichen “Scorpion”-Robotern der Firma Evolution Robotics http://www.evolution.com , die einander gefolgt sind. Verhaltenshinweise, dass der führende Roboter bald links oder rechts abbiegen könnte, wurden dabei nicht direkt beobachtet. Stattdessen hat der Führer per drahtlosem Signal Hinweise an den Verfolger übertragen. Dieser konnte die Hinweise zusätzlich zur aktuellen Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung des führenden Roboters nutzen, um über seine eigene weitere Bewegung zu entscheiden. Das Experiment hat die Hoffnungen der Forscher bestätigt. Der Verfolger konnte dem Führer deutlich besser folgen, wenn er die zusätzlichen Hinweise bei der Kursberechnung berücksichtigte, insbesondere, wenn um Ecken gebogen wurde. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303


Aug 30 2008

Hoax-E-Mails: Das Spiel mit den Falschmeldungen

Ergebnis von Kettenbriefen ist Arbeitszeitvernichtung

Tankstellenboykott: Trotz massenweiser Verbreitung kaum erfolgreich (Foto: hoax-info.de)

Berlin (pte/30.08.2008/06:10) - Über E-Mails verbreitete Falschmeldungen, sogenannte Hoaxes, erleben schon seit Jahren eine permanente Blütezeit. Sie auszurotten ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn immer wieder fallen E-Mail-Empfänger auf die unglaublichen Geschichten herein. Das reicht von HIV-infizierten Injektionsnadeln, die auf Kinositzen platziert auf ihre ahnungslosen Opfer lauern, bis hin zu Warnungen vor alles zerstörenden PC-Viren. Ebenfalls bekannt ist das an Leukämie erkrankte Kind, dem Bill Gates für jedes einzelne weitergeleitete E-Mail einen Dollar spendet. Absurd kann auch die E-Mail-Petition für ein gesetzliches Verbot von Dihydrogenmonoxid bezeichnet werden. Hinter dem vermeintlich gefährlichen, chemischen Stoff, der in allen Lebensmitteln vorkommt und laut Petition gar in Krebstumoren gefunden wurde, verbirgt sich nichts anderes als Wasser (H2O).

Hoaxes richten zwar ähnlich wie Spam meist keinen unmittelbaren Schaden am Rechner an, jedoch entstehen wirtschaftliche Einbußen. “Es wird Arbeitszeit vernichtet, die Produktivität sinkt. Der Hauptschaden entsteht schlicht dadurch, dass ein Kettenbrief innerhalb einer Firma oder Organisation vielfach umher geschickt wird und die Anwender etliche Minuten ihrer Arbeitszeit damit verschwenden”, meint Frank Ziemann, Wissenschaftler an der TU Berlin und Betreiber des Informationsportals Hoax-Info http://www.hoax-info.de , im Interview mit pressetext. Bereits bei mittelständischen Unternehmen können hier leicht mehrere Arbeitstage zusammenkommen.

Die Verbreitung von Hoaxes einzudämmen, ist hingegen eine äußerst schwierige Aufgabe. “Oft werden Hoaxes oder Kettenbriefe von Unternehmen gar nicht beachtet. Während sie Malware und Hacker durchaus mit Recht mit der großen Keule bekämpfen, nehmen sie Hoaxes praktisch nicht wahr. Dabei sind die Produktivitätseinbußen nicht zu unterschätzen”, kritisiert der Experte. “Wichtig ist jedenfalls, dass Internet-Nutzer, vor allem Einsteiger, darüber informiert werden, dass es diese Falschmeldungen gibt und worum es sich dabei handelt. Das hilft schon, denn wer weiß, was ein Hoax ist, leitet ihn selten weiter.”

“Das grundsätzliche Prinzip von Hoaxes ist stets, dass Gerüchte oder Fehlinformationen kettenbriefartig über praktisch alle verfügbaren Medien der Individualkommunikation verbreitet werden. Dazu zählen neben E-Mail ebenso Fax, Instant Messenger oder soziale Netzwerke”, erklärt Ziemann. Zu erkennen seien Hoaxes am einfachsten an der Aufforderung zur Weiterleitung “an alle, die du kennst”, so der Experte. Hier müssten schon die Alarmglocken läuten. “Weitere Merkmale sind etwa die Angabe von Quellen/Referenzen, die einer Prüfung nicht Stand halten oder Behauptungen, die nach dem gesunden Menschenverstand nicht stimmen können”, sagt Ziemann.

Hoaxes gibt es allerdings schon länger als das elektronische Kommunikationsmedium E-Mail. Vor der Erfindung des Webs wurden diese Aktionen meist als Kettenbriefe postalisch umgesetzt. Ziemann berichtet von einer Postkartenaktion für den neun-jährigen Craig Shergold, der an einem Hirntumor litt. Ziel der Aktion war es, einen Guinnes-Buch-Eintrag für die meisten erhaltenen Genesungswünsche zu erreichen. Die Aktion verlief erfolgreich und zwei Jahre später bekam Shergold mit 16 Mio. Postkarten tatsächlich den Eintrag. Allerdings hörte die Postkartenflut damit nicht auf, bereits 1997 wurde die Marke von 250 Mio. überschritten und noch heute strömen die Postkarten täglich waschkörbeweise ein, berichtet Ziemann. “Zwar ist die Geschichte von Shergold wahr, in allen übrigen Fällen existiert dieses kranke Kind jedoch nicht einmal”, hält der Experte fest. Selbst ein Rekordeintrag ist nicht mehr möglich, da die Guinnes-Buch-Jury nach dem Fall Shergold derartige Rekorde ausgeschlossen hat.

Mit dem Durchbruch der E-Mail-Kommunikation verlegte sich diese Art der Kettenbriefe auf das Internet. Und auch hier finden sich laufend gutgläubige Menschen, die, in der Absicht Gutes zu tun, die Aufforderungen befolgen und die Nachricht weiterleiten. Neben den soeben beschriebenen “Tränendrüsen-Briefe”, wie Ziemann diese Art der Kettenbriefe bezeichnet, finden sich mittlerweile jedoch bereits jede Menge anderer Falschmeldungen. “Klassiker sind Warnungen vor Viren, die es gar nicht gibt, sowie Verschwörungstheorien und sogenannte Urban Legends - zum Beispiel die Warnung vor HIV-Nadeln. Im Unterschied zu üblichem Spam werden solche Hoaxes durch Weiterleitung von Benutzer zu Benutzer verbreitet”, sagt Ziemann. Die Meldungen müssen lediglich gestartet werden und breiten sich schließlich im Schneeballsystem aus. Wer diese Verfasser sind, lässt sich allerdings schwer sagen. “Die Bandbreite reicht von Missverständnissen etwa wegen fehlender Fachkenntnis - gerade auch bei Computer-Viren - über Denunzierung bis zu reinen Spaß-Mails, die mit einem gewissen Nachahmungstrieb einher gehen”, erläutert Ziemann.

Zu den “erfolgreichsten” und am meisten verbreitetsten Hoaxes gehören unter anderem der Aufruf zum Tankstellenboykott wegen der Preispolitik der Mineralölkonzerne, “Bill Gates verschenkt Geld” oder die Suche nach Blutgruppen wegen einer Leukämie-Erkrankung. Diese Meldungen sind entweder falsch oder haben kaum Erfolg. Zum Tankstellenboykott wird bereits seit Jahren aufgerufen, zumal das Thema durch laufend steigende Benzinpreise nach wie vor aktuell ist. Eine Sammlung der bekannten Falschmeldungen hat Ziemann zusammengetragen und können auf der Hoax-Info-Seite nachgelesen werden http://www2.tu-berlin.de/www/software/hoaxlist.shtml . (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313


Aug 29 2008

Selbstmord-Spam dient der Rufschädigung

Schweizer Security-Blogger wird Opfer aufkeimender Angriffsmethode

Cyberkriminelle: Spam-Angriffe zur Rufschädigung von Sicherheitsexperten (Foto: pixelio.de, tommyS)

München/Zürich (pte/29.08.2008/13:54) - Ein Schweizer Sicherheits-Blogger ist Opfer einer diffamierenden Cyber-Attacke geworden. Eine in Masse verschickte Spam-E-Mail gab vor, eine Mord- und Selbstmorddrohung des Mannes zu sein. Er musste daraufhin mitten in der Nacht der Kantonspolizei Zürich beibringen, dass er nicht der echte Versender, sondern Opfer von Cyberkriminellen war. “Es gab schon früher rufschädigende E-Mails, aber dieses ging noch stärker auf die persönliche Ebene als bisher”, meint Symantec-Sicherheitsexperte Candid Wüest im Gespräch mit pressetext. Besonders gegen Leute aus dem Bereich der IT-Security gäbe es immer häufiger gezielte Diffamierungs-Angriffe. Der Hintergrund sei wohl, dass das Engagement der Sicherheitsexperten die Profite von Cyberkriminellen beeinträchtigt.

Die Spam-E-Mail mit der vorgeblichen Selbstmorddrohung enthielt zwar wie viele Spam-Kampagnen Links zu Webseiten. “Es gab aber keine versteckten Downloads oder Trojaner”, sagt Wüest. Ziel der Attacke war vielmehr der angebliche Absender, von dessen E-Mail-Adresse die Nachricht scheinbar ausging und dessen Wohnadresse mitverschickt wurde. Neben der Ankündigung der Gewalttat enthielt die Nachricht auch ein “Geständnis”, das sich der Absender an Online-Banking-Kunden bereichert habe. Dabei hätte er sich den Methoden eben jener russischer Cyberkrimineller bedient, gegen die er mit seinem Blog ankämpfte. Anrufe besorgter Empfänger haben die Kantonspolizei auf den Plan gerufen, der das Opfer zu nächtlicher Stunde den Irrtum erklären musste.

Der Schweizer Bürger ist längst nicht mehr das einzige Opfer von rufschädigenden Spam-Attacken. “So etwas kommt allein in Europa alle zwei bis drei Monate vor”, meint Wüest. Die Angriffe seien wie im aktuellen Fall oft sehr lokal, dürften aber gerade in Nordamerika noch häufiger sein, so der Sicherheitsexperte. Eine etwas andere, ebenfalls sehr persönliche Attacke habe es vor einiger Zeit gegen ein kleines Sicherheitsunternehmen gegeben, das einen Spendenlink auf seiner Webseite platziert hatte. “Dabei wurde Geld von geknackten Konten auf das Spendenkonto überwiesen”, erklärt Wüest. Das habe zur Sperre des wohlgemeinten Kontos geführt und zunächst ein schlechtes Licht auf das Unternehmen geworfen.

Seit etwa drei bis vier Jahren nehmen öffentlich diffamierende Attacken gegen IT-Security-Experten zu, so Wüest. “Das ist sicherlich parallel zum Profit zu sehen”, erklärt der Sicherheitsexperte gegenüber pressetext. Die Cyberkriminellen könnten das als Rache für entgangene Einnahmen sehen, was auch der Hintergrund für die Attacke gegen den Schweizer gewesen sein dürfte. Allerdings seien fallweise auch andere Bereiche von solchen Attacken betroffen, warnt Wüest. Eine Schweizer Anwaltskanzlei beispielsweise sei angeblicher Absender einer E-Mail gewesen, deren Thema eine Klage gegen Peer-to-Peer-User war. “Sie mussten aufgrund der vielen Beschwerden letztendlich die Telefonnummer wechseln”, meint der Sicherheitsexperte. Auch Polizei und Behörden würden mit ähnlichen Methoden belästigt, um Ressourcen zu binden.

Die Problematik persönlicher und rufschädigender Spam-Kampagnen steckt vermutlich erst in den Kinderschuhen. “Solche Attacken könnten durchaus noch in stärkerem Ausmaß zunehmen”, befürchtet Wüest. Dabei sei denkbar, dass derartige Methoden gegen immer unterschiedlichere Ziele eingesetzt werden. “Dabei ist für Durchschnittsuser extrem schwer nachzuvollziehen, ob so eine E-Mail wirklich vom angeblichen Absender stammt”, betont der Sicherheitsexperte. Eine gesunde Portion Skepsis sei daher wichtig. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303


Aug 29 2008

LG zeigt Netzwerk-Speicher mit Blu-ray-Laufwerk

System fasst bis zu vier Terabyte an Daten

NS1 fasst bis zu vier Terabyte an Daten (Foto: LG)

Berlin (pte/29.08.2008/13:40) - Der Elektronikhersteller LG Electronics http://de.lge.com hat auf der IFA mit dem “NS1″ ein neues Netzwerk-Speichersystem (Network Attached Storage - NAS) vorgestellt. Das Gerät bietet Platz für vier Festplatten und hat zudem ein Blu-ray-Laufwerk integriert. Damit können Nutzer etwa gemeinsam über das Netzwerk auf Daten zugreifen, die auf Blu-ray-Disks, DVDs oder CDs gespeichert sind. Das Rewritable-Laufwerk bietet aber auch die Möglichkeit der einfachen Sicherung von Dateien auf einem optischen Datenträger.

Nach dem Einlegen erstellt das Gerät ein Abbild der Datendisk als Image und speichert es auf der Festplatte ab. Alle Benutzer im Netzwerk können somit die Dateien verwenden. Dies soll laut LG einerseits die Zugriffszeit verkürzen und andererseits für eine geringere Abnutzung der Disks sorgen. Die vier Harddisk-Einschübe fassen Platten mit jeweils bis zu einem Terabyte Speicherplatz. Die Daten werden dabei standardmäßig über RAID 5 gegen Verluste geschützt. Allerdings kann das System auch als RAID 0, 1 sowie 0+1 konfiguriert werden. Das Austauschen einer Festplatte ist dank der Hot-Swap-Funktion auch während des laufenden Betriebs möglich.

Die Steuerung des Systems erfolgt über ein eigenes Web-Interface. Erweiterungsmöglichkeiten bieten drei USB-Schnittstellen, die es erlauben zusätzliche Speichermedien anzuschließen. Daten von Digitalkameras, MP3-Playern oder Speicherkarten werden automatisch heruntergeladen. Das Versionsmanagement spart dabei Zeit und Platz, denn es überprüft laufend, welche Daten bereits übertragen wurden, und lädt nur neue Dateien herunter. Die Anbindung ans Netzwerk erfolgt über eine Gigabit-Netzwerkschnittstelle. Das System lasse sich laut Unternehmen auch als FTP- sowie als iTunes-Server nutzen.

NS1 soll im Dezember 2008 auf den Markt kommen. Die erste Version richtet sich an Business-Kunden. Im ersten Quartal 2009 reicht LG jedoch ein weiteres Modell nach, das den Retail-Bereich adressieren und auch Privatkunden ansprechen soll. Angaben zu Preisen machte das Unternehmen auf Anfrage von pressetext nicht. Diese würden erst beim Marktstart öffentlich bekannt gegeben. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313