Apr 30 2009

Erste webbasierte Antiviren-Software veröffentlicht

Minimale lokale Installation - Applikation arbeitet vollständig im Web

Cloud Antivirus arbeitet vollständig im Web (Foto: Panda Security)

Bilbao, Spanien (pte/30.04.2009/13:55) - Das IT-Security-Unternehmen Panda Security http://www.pandasecurity.com hat den ersten Viren- und Malware-Scanner vorgestellt, der zum überwiegenden Teil im Internet arbeitet. Die Software mit dem Namen “Cloud Antivirus” http://www.cloudantivirus.com wurde kürzlich als Betaversion veröffentlicht und soll eine kostenlose Antiviren-Applikation sein, die der User nicht mehr auf seinem Rechner installieren muss. Nötig ist lediglich eine kleine Anwendung am Heim-PC, mithilfe derer die Verbindung zum AV-Programm im Web hergestellt wird.

Die AV-Software nutzt konsequent die Cloud, von Panda als “Collective Intelligence” bezeichnet. Lokal gespeicherte Signaturen benötigt die Applikation nicht mehr, jegliche Informationen werden aus dem Netz bezogen. Dort steht laut Herstellerangaben die größte Signatur-Datenbank der Welt zu Verfügung, in der derzeit rund 24 Mio. Viren-Signaturen abgespeichert sind. Darüber hinaus betonen die Entwickler, dass auch die Neuerkennung von Schadcodes schnell erfolgen soll. Das Programm erkennt, analysiert und blockiert neue Viren innerhalb von sechs Minuten, heißt es.

Einer der größten Vorteile der webbasierten Sicherheitssoftware für den Anwender ist, dass er sich nicht mehr selbst um die Aktualisierung des Programms kümmern muss. Weder Virendefinitionen noch Anwendungsupdates müssen auf den lokalen Rechner geladen werden. Die Server von Panda sind jederzeit mit den neuesten Erkennungsroutinen für aktuelle Bedrohungen ausgerüstet. Darüber hinaus ist Cloud Antivirus auch eine Entlastung für die Ressourcen des Computers. Laut Panda beansprucht der Scanner maximal fünf Prozent der zur Verfügung stehenden Leistung.

Panda Cloud Antivirus benötigt für die Installation 17 Megabyte Speicherplatz auf der Festplatte. Die Software verfügt über eine einfach gestaltete Benutzeroberfläche, wobei der Funktionsumfang eher eingeschränkt ist. Jedoch bietet die Software die klassischen Werkzeuge einer AV-Lösung wie ständig mitlaufende Scanner sowie die Möglichkeit, sich Berichte anzeigen zu lassen. Einzige Einschränkung, die das Programm mit sich bringen könnte, ist eine eventuell beschränkte Brandbreite durch die permanent genutzte Onlineverbindung. Panda hat zudem angekündigt, künftig auch eine kostenpflichtige Variante anbieten zu wollen. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313


Apr 30 2009

Apple entwickelt eigenen Mikrochip

Neuentwicklung für effizienteren Betrieb von mobilen Endgeräten

Apple entwickelt eigenen Chip (Foto: pixelio.de/strichcode)

Cupertino (pte/30.04.2009/13:52) - Apple plant die Entwicklung eines eigenen Multifunktionschips. Ein gleichermaßen leistungsstarker wie stromsparender Chip soll speziell für den Einsatz in mobilen Endgeräten hergestellt werden. Seit dem Wechsel zu Intel-Prozessoren 2005 hat Apple alle benötigten Chips zugekauft. Entgegen dem allgemeinen Branchentrend, Personal in der Rezession zu kürzen, verfolgt Apple seit Monaten eine offensive Personalpolitik. Zahlreiche Experten aus der zuletzt ins Stocken geratenen Halbleiterindustrie (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090411003/ ) konnten im Laufe der letzten Monate verpflichtet werden, heißt es im Wall Street Journal.

Aussagen von Firmenchef Steve Jobs zufolge soll von Apple generiertes Know-how in Hinkunft besser konserviert werden, damit Geräte des kalifornischen Computerherstellers weiterhin einzigartige Features aufweisen. Apples Strategie läuft jedoch dem vorherrschenden Trend der letzten Jahre hin zum Outsourcing von Chipentwicklung zuwider. Bislang fanden Chips des britischen Unternehmens ARM http://www.arm.com als Applikationsprozessoren in mobilen Endgeräten von Apple Verwendung. Selbstgemachte Chips sollen nun massive Stromeinsparungen beim Betrieb von iPhone oder iPod ermöglichen. Angesichts zahlreicher technischer Hürden ist jedoch frühestens nächstes Jahr mit ersten Apple-Chips zu rechnen.

“Ich denke, dass es sich um einen Sonderfall handelt. Der Trend geht immer noch eindeutig in Richtung Outsourcing von Chipentwicklung und -produktion. Aufgrund der hohen Entwicklungskosten baut kein großer Mobiltelefonhersteller seine Chips noch selbst”, sagt Günther Hollfelder, Analyst bei der UniCredit Group http://www.unicreditgroup.eu , im Gespräch mit pressetext. Der Halbleitermarkt habe sich zudem in den vergangenen Jahren extrem konsolidiert. Von ehemals 15 bis 20 globalen Akteuren, seien etwa fünf Unternehmen langfristig überlebensfähig.

Die Verpflichtung von Branchengrößen wie Raja Koduri, zuvor Chief Technical Officer (CTO) bei AMD, und Bob Drebin, ehemaliger CTO des Grafikchipherstellers ATI, kann vor dem Hintergrund der vorjährigen Übernahme des Chipentwicklers P. A. Semi als deutliches Signal gewertet werden. Insbesondere um Drebin, der ATI bis zur Übernahme durch AMD 2006 entscheidend vorangebracht hatte, war es in letzter Zeit still geworden. Wahrscheinlich hinderten ihn Konkurrenzausschlussklauseln an einem früheren Übertritt, vermuten Branchenkenner.

Optimale Chips könnten nicht einfach aus den Geschäftsregalen genommen werden, um komplexe Software betreiben zu können, deutete Jobs schon in diversen Interviews an. Weitere einschlägige Jobausschreibungen lassen eine Offensive von Apple in Richtung von Features wie einer verbesserten Handschriftenerkennung noch plausibler erscheinen. Auch Einträge auf dem Business-Netzwerk LinkedIn http://www.linkedin.com legen nahe, dass das Engagement profilierter Experten aus der Halbleiterindustrie seit Monaten vorangetrieben wird. Zahlreiche Wissensträger von Intel, Samsung und Qualcolmm sollen mittlerweile bei Apple angeheuert haben. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Nikolaus Summer email: summer@pressetext.com Tel. +43-1-81140-306


Apr 30 2009

Schnellste Kamera der Welt präsentiert

Erfindung knipst sechs Mio. mikroskopische Bilder pro Sekunde

Die STEAM-Kamera stellt kontinuierliche Abläufe präzise dar (Foto: Wired/Dave Bullock)

Los Angeles (pte/30.04.2009/13:40) - 200.000 mal schneller als handelsübliche Digicams ist der Prototyp einer Kamera, den Forscher der University of California http://www.ucla.edu in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature präsentieren. Das als STEAM (Serial Time Encoded Optical Microscopy) bezeichnete System kann bei einer Belichtungszeit von einer halben Milliardstel Sekunde Strukturen auflösen, die nur wenige Tausendstel Millimeter groß sind. Möglich wird die schnelle Abbildung durch die Beleuchtung des Objekts mit einem aufgefächerten Laserstrahl sowie einer Verstärkungstechnik, die mit einem einzigen Bildpunkt bei der Aufnahme auskommt. Das Blickfeld der Kamera beträgt bisher zwar nur knapp einen halben Millimeter Breite, für die Erforschung schnell ablaufender Prozesse im Mikrobereich stellt die Kamera laut seinem Entwickler Bahram Jalali jedoch einen großen Fortschritt dar.

Als einzige notwendige Lichtquelle beleuchtet die STEAM-Kamera ihr Objekt mit einem Infrarot-Laserstrahl, der horizontal und vertikal aufgefächert wird. Bei jedem Punkt des Objekts, auf den das Licht auftrifft, besitzt es dadurch eine andere Wellenlänge. Der Lichtimpuls wird vom Objekt zurückgeworfen und gelangt gebündelt in eine Glasfaser, in der er sich je nach Farbe unterschiedlich schnell bewegt. Dabei wird das Licht so stark gedehnt, dass statt einer hohen Anzahl träger Bildpunkte eine einzige schnelle Photodiode genügt, um das Abbild schnell zu rekonstruieren.

Der Schlüssel für die Funktionstüchtigkeit liegt vor allem in der Verwendung spezieller Fasern. Zunächst kommt eine Erbium-dotierte Faser zum Einsatz, die das reflektierte Licht durch einen Pumplaser auf das Zehnfache verstärkt. Darauf folgt eine Faser, die die Dispersion kompensiert und dabei nicht nur den Puls dehnt, sondern auch die inelastische Streuung des Lichts um den Faktor 316 verstärkt. Diese Technik, die in Summe rein optisch eine Gesamtverstärkung von 25 Dezibel bewirkt, kommt laut Angaben der Forscher ohne aufwändige Elektronik sowie ohne extrem starke Belichtungen aus.

Bisher gelang mit dem Gerät die Aufnahme von Mikropartikeln, die durch haardünne Hohlfasern rasten, sowie die Dokumentation des Auftreffens eines Laserpuls auf eine Aluminiumschicht. Die Bilder zeigten, wie sich das Material in den ersten 500 Milliardstelsekunden des Beschusses kaum verändert und dann schlagartig verdampft. Wenn auch dem jetzigen Kamera-Prototyp erst Aufnahmen mit einer Auflösung von 3.000 Pixeln gelingen, arbeiten die Forscher bereits an einem hochauflösenden Modell im Megapixel-Bereich.

Ultraschnelle optische Bilder in Echtzeit haben ein weites Einsatzgebiet, das von der Erforschung von Schockwellen, chemischer Prozesse in lebenden Zellen und der Nervenaktivität bis hin zu Laseroperationen und zur Handhabung von Flüssigkeiten und Gasen auf kleinstem Raum wie etwa die Treibstoffeinspritzung reicht. Handelsübliche optische CCD-Sensoren schaffen es nicht, schnelle Prozesse mit der notwendigen Auflösung und Empfindlichkeit abzubilden. Ihre größten Hindernisse dafür sind die zeitaufwändige Datenauslese der Sensorstrahlen und die geringe Photonenzahl pro Bild bei schnellen Bildraten. (Ende)

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Johannes Pernsteiner email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316


Apr 30 2009

Gerüchte über Sonys neue mobile Konsole

PSP Go! soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen

So könnte die neue PSP möglicherweise aussehen (Foto: 1up.com)

Tokio/Los Angeles (pte/30.04.2009/11:50) - Anfang Juni findet in Los Angeles die Spielemesse E3 statt. Im Vorfeld brodelt wie üblich die Gerüchteküche um neue Produkte. Im Moment steht Sony im Rampenlicht. Das Unternehmen plant Medienberichten zufolge, einen Nachfolger für die Playstation Portable (PSP) vorzustellen. Das Gerät soll den Namen “PSP Go!” tragen und stellt ein Redesign der aktuell am Markt befindlichen Sony-Kosole für unterwegs dar, berichtet das Gamerportal 1up.com. Sony verwendet den Namenszusatz Go! bereits bei einigen anderen Produkten.

1up-Redakteur David Ellis hat aus den brodelnden Gerüchten einige Eckdaten zusammengetragen und berichtet recht ausführlich über die Hardwareneuerung. So soll die neue PSP im Slider-Design ausgeführt sein. Der Bildschirm lässt sich nach oben schieben, wodurch die Bedienknöpfe frei gegeben werden. Die mobile Konsole ist in zwei Varianten mit acht bzw. 16 Gigabyte Flash-Speicher geplant. Verzichtet wird laut 1up auf das optische UMD-Laufwerk. Stattdessen sollen die Spiele über ein Downloadportal zu beziehen sein, zum Start würden 100 Games, darunter auch Neuheiten, zur Verfügung stehen.

Den Meldungen zufolge soll die neue PSP bereits im September dieses Jahres in Japan auf dem Markt erscheinen. Im November darauf könnten auch US-Kunden bereits in den Genuss des neuen Sony-Produkts kommen. Spekulationen über einen Europastart gibt es hingegen noch nicht. Vonseiten Sonys will man diese Gerüchte auf Anfrage von pressetext nicht kommentieren. Softwareseitig gibt es allerdings zur E3 einige Ankündigungen. So bringt das Unternehmen neben einigen Games für die PS3 unter anderem auch zwei Spiele für die PSP - Motorstorm Arctic Edge und LittleBigPlanet. (Ende)

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Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313


Apr 30 2009

Schwedische Provider löschen IP-Daten von Kunden

ISPs widersetzen sich Auskunftspflicht gegenüber der Medienindustrie

Datenverkehr sackte Anfang April deutlich ab (Grafik: Netnod)

Stockholm (pte/30.04.2009/06:10) - Der schwedische Internetprovider Tele2 hat angekündigt, Daten, die eine Identifikation des Kunden anhand seiner IP-Adresse ermöglichen, nicht mehr zu speichern. Diese Nicht-Speicherung bzw. Löschung der Informationen, welche IP-Adresse zu einem gewissen Zeitpunkt einem Nutzer zugeordnet war, geschehe zum Schutz der Privatsphäre der Kunden, begründet Tele2. Der Internet Service Provider (ISP) schließt sich damit den Webzugangsanbietern “All Tele” und “Bahnhof” an, die bereits zuvor den Verzicht auf die Speicherung angekündigt hatten.

In der schwedischen Internetlandschaft hatte das In-Kraft-Treten der EU-Richtlinie “Intellectual Property Rights Enforcement Directive” (IPRED) für Aufruhr gesorgt. Diese Richtlinie erleichtert es Rechteinhabern aus der Medienindustrie, per Gerichtsbeschluss Zugriff auf die IP-Daten der Provider zu bekommen, um somit Copyright-Verletzungen effektiver verfolgen zu können. “Bisher haben wir einige Informationen zu den jeweiligen IP-Adressen unserer Kunden für interne Zwecke gespeichert. Die Integrität dieser Daten ist jetzt aber durch die IPRED gefährdet”, erklärte Firmenchef Niclas Palmstierna laut dem Portal TorrentFreak.

Gegen geltendes Recht verstoßen die Provider damit jedoch nicht. “Im Gesetz ist nicht ausgeführt, was wir speichern müssen, lediglich, was wir nicht speichern dürfen”, so Palmstierna weiter. Schon vor der Verabschiedung des Gesetzes durch das schwedische Parlament haben sich die Provider gegen die Richtlinie stark gemacht. Es würde nicht reichen, die IP-Adresse zu kennen, wenn es um die Verfolgung von Urheberrechten geht. Schließlich sei der Anschlussinhaber nicht automatisch mit dem Nutzer des betreffenden Rechners ident.

Schweden ist traditionell ein Land der Filesharer. Das ist auch am Datenvolumen ersichtlich, das täglich durch das schwedische Web geschleust wird. Mit dem In-Kraft-Treten des Gesetzes am 1. April ging der Traffic deutlich zurück. Wie aus der Statistik des schwedischen Internetknotens Netnod hervorgeht, sackte der Gesamtdatenverkehr Anfang April um bis zu 50 Prozent ab und bewegt sich seitdem auf konstant niedrigem Niveau (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/090403016/ ). Mit dem nun gewählten Ausweg durch die Provider können sich schwedische Filesharer wieder auf sicherem Terrain bewegen.

Wenig erfreut von der Ankündigung der Provider sind Vertreter der Medienindustrie. Peter Danowsky, Anwalt des Branchenverbandes IFPI, zeigt sich verärgert und macht keinen Hehl daraus, dass er härtere Gesetze fordert. “Jeder im Parlament hat unter der Annahme gehandelt, dass die ISPs sich gegenüber dem Gesetzgeber loyal verhalten und nicht von Rechtsbrüchen profitieren wollen”, moniert Danowsky. Sollten auch andere Provider dem Vorbild folgen, werde man für entsprechend schärfere Gesetze sorgen, poltert der IFPI-Anwalt. (Ende)

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Andreas List email: list@pressetext.com Tel. +43-1-81140-313