Mai
12
2009
Netzbetreiber verschieben Investitionen in neuen Standard
3G-Mobilfunknetze noch nicht ausgereizt (Foto: pixelio.de/andi-h)
London/Bonn (pte/12.05.2009/13:35) - Vodafone und France Telecom werden geplante Großinvestitionen in Next-Generation-Mobile-Networks (NGMN) oder 4G-Mobilfunktechnologien um zwei bis drei Jahre verschieben. Ein Kapitaleinsatz dieser Größenordnung sei während eines konjunkturellen Abschwungs nicht zu rechtfertigen. Stattdessen sollen die Potenziale bestehender Standards (3G) vollständig ausgereizt werden. NGMN werden Datenübertragungsraten bis zu 100 Megabit im Downlink frühestens ab 2012 ermöglichen.
“Es ist mit einer mehrjährigen Markteinführungsphase zu rechnen. Mobilfunknetze der vierten Generation werden in urbanen Räumen frühestens 2011 nutzbar sein”, sagt Dirk Wende, Pressesprecher der Deutschen Telekom AG http://www.telekom.de , im Gespräch mit pressetext. Endgerätehersteller wie Nokia, Alcatel-Lucent oder Sony Ericsson werden sich indes auf die optimierte Nutzung von 3G-Technologien wie HSPA+ konzentrieren müssen.
“Es ist verständlich, dass Hersteller von Endgeräten auf möglichst frühe Investitionen der Netzbetreiber pochen. Angesichts des Optimierungspotentials bei HSPA+ sowie der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann auf 4G-Technologie aber noch ein paar Jahre verzichtet werden”, sagt Didier Lombard, CEO der France Telecom http://www.francetelecom.com , in der Financial Times. Die entstehenden Kosten seien vor allem aufgrund noch ausstehender politischer Entscheidungen hinsichtlich der Nutzung frei werdender analoger Sendefrequenzen derzeit nicht genau bezifferbar, so Wende weiter.
4G-Technologie wird auf UMTS-Infrastruktur aufbauen. Die benötigten technischen Komponenten sollen auf vorhandenen Funkmasten installiert werden. Aller Voraussicht nach wird sich die Zahl der Sendestationen jedoch erhöhen, da in Deutschland kein UMTS-Netz flächendeckend ausgebaut ist. Das zur Anwendung kommende spezielle Orthogonal-Frequency-Division-Multiplex-Modulationsverfahren (OFDM) verwendet mehrere orthogonale Trägersignale. Mehrere Unterträger sind genau aufeinander ausgerichtet und weisen eine Kanalbandbreite bis 20 Megaherz auf. Konsumenten benötigen demnach auch neue Endgeräte für die Nutzung von Technologien der nächsten Generation.
Hinsichtlich der Einstufung der Standards herrscht ebenfalls noch Unklarheit. So werden Long-Term-Evolution-Netzwerke (LTE) vom Standardisierungsgremium 3GPP http://www.3gpp.org noch als 3G-Technologie klassifiziert (pressetext berichtete: https://www.pressetext.de/news/090423023/ ). In zahlreichen Foren und Fachbeiträgen findet LTE jedoch als 4G-Standard Behandlung. Mobilfunknetze der vierten Generation werden es Teilnehmern jedenfalls erlauben, große Dateien in sekundenschnelle herunterzuladen. Anwendungen wie Digital Video Broadcasting in HD-Qualität lassen sich damit problemlos nutzen. Die in Aussicht gestellten Datenübertragungsraten werden jedoch vor 2012 keinesfalls erreicht. (Ende)
Aussender: pressetext.austria Redakteur:
Nikolaus Summer email: summer@pressetext.com Tel. +43-1-81140-306
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Mai
12
2009
Cyber-Angriffe nehmen zu - USA gehen in die Offensive
Cyber-Kriminelle verschaffen sich Zugang zur zivilen US-Luftfahrt (Foto: pixelio.de, tommyS)
Washington (pte/12.05.2009/13:26) - Hackern ist es in den vergangenen Jahren mehrfach gelungen, in Systeme der zivilen US-Luftfahrt einzudringen. Insbesondere die Netzwerke der Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) http://www.faa.gov dürften beliebte Angriffsziele für Cyber-Kriminelle bieten. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf einen Prüfbericht des US-Verkehrsministeriums berichtet, wurden nach wiederholten Attacken insgesamt 763 potenzielle Gefahrenquellen entdeckt, die Hacker zum Einstieg in die Computersysteme der Behörde nutzen können. Im Zuge der weitreichenden Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur steige das Risiko weiterer Cyber-Angriffe bei der FAA. Nach vermehrten Berichten über erfolgreiche Hacks in kritische Systeme wie zuletzt etwa in Schaltzentralen des US-Stromnetzes oder das Kampfjetprojekt “Joint Strike Fighter” des Verteidigungsministeriums (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090421034/ ) will die Regierung den Schutz eigener digitaler Netzwerke erhöhen. Das dafür vorgesehene militärische Kommando soll allerdings auch in die Offensive gehen. “Es ist verständlich und auch empfehlenswert, dass sich gerade Regierungen vor Cyber-Angriffen schützen möchten. Allerdings hat alles seine Grenzen”, meint Marco Preuß, Technical Consultant von Kaspersky Lab http://www.kaspersky.com , gegenüber pressetext. Die Maßnahmen der Behörden sollten dem Experten zufolge in einem gewissen Rahmen bleiben, was etwa den Aufwand an Steuergeldern anbelangt. Allein innerhalb eines halben Jahres haben Cyber-Attacken rund 100 Mio. Dollar an Pentagon-Mitteln verschlungen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090408025/ ). Außerdem sei Angriff nicht immer die beste Verteidigung. “Schutz ist wichtig, eine Offensive kann jedoch zu einem Cyber-Krieg ausarten”, warnt Preuß im pressetext-Gespräch. Dennoch sollen durch das geplante Kommando der US-Streitkräfte nicht nur eigene Netzwerke geschützt, sondern auch gegnerische angegriffen werden. So sei vorgesehen, offensive Systeme zur Manipulation oder Deaktivierung feindlicher Infrastrukturen zu entwickeln. Dem Prüfbericht des US-Verteidigungsministeriums zufolge stellt besonders die zunehmende Vernetzung von IT-Systemen mit dem Internet eine Schwachstelle dar, die Angriffsflächen für Cyber-Attacken bietet. Hacker nutzen den Zugang etwa um schadhafte Software auf den Computern zu installieren oder vertrauliche bzw. geheime Daten zu entwenden. “Die Angriffe haben immer einen bestimmten Zweck wie etwa die Spionage. In den meisten Fällen steckt Geld dahinter”, betont Preuß. Im Fall der FAA ist Cyber-Kriminellen der Einbruch in administrative Systeme gelungen. Bei mehrfachen, voneinander unabhängigen Attacken verschafften sie sich Zutritt zur Flugplankoordination, rund 40.000 Passwörtern, E-Mail-Systemen sowie persönlichen Informationen von 48.000 FAA-Mitarbeitern oder erlangten die Kontrolle über das administrative Netz. Die Sicherheitsvorkehrungen der Behörde seien unzureichend, urteilt der Bericht. In Zukunft dürfte die Zahl der Cyber-Angriffe außerdem weiter steigen. (Ende)
Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:
Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315
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2009
Druck- und dehnbare Verkabelung dank Kohlenstoff-Nanoröhren
Verformbares OLED-Display mit dehnbaren Leitern (Foto: Takao Someya, University of Tokyo)
Tokio (pte/12.05.2009/13:00) - Forscher an der University of Tokyo http://www.u-tokyo.ac.jp haben ein OLED-Display entwickelt, das sich durch eine sehr hohe Flexibilität auszeichnet und beispielsweise anziehbare Geräte ermöglichen könnte. “Das Display kann um 30 bis 50 Prozent gedehnt und über eine Halbkugel gespannt werden, ohne mechanische oder elektrische Schäden davon zu tragen”, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Nature Materials. Möglich machen das in Gummi eingebettete Kohlenstoff-Nanoröhren, die eine äußerst elastische Verkabelung ergeben. Damit haben die Forscher OLEDs und organische Transistoren verschaltet. Ein weiterer Vorteil des Gummi-Leiters ist, dass er zum Druck geeignet ist. Das verspricht geringe Herstellungskosten.
Das prototypische OLED-Display der Wissenschaftler kann etwa gefaltet oder auch zerknittert werden, ohne Schaden zu nehmen. Zwar handelt es sich derzeit noch um ein Monochrom-Display mit wenigen Pixeln Auflösung, doch weist es den Weg zu neuen Anwendungen. Denn wirklich beliebig dehnbare Elektronik kann diverse Flächen und auch bewegliche Teile bedecken, so das Team um den Elektrotechniker Takao Someya. Denkbare Anwendungsgebiete umfassen beispielsweise Geräte, die am Ärmel getragen oder um eine Couch gewickelt werden, berichtet Technology Review. Möglich gemacht hat den Prototypen das neue Leitermaterial der Forscher, das ihren Angaben zufolge problemlos auf mehr als die doppelte Länge gedehnt werden kann und dabei eine hohe Leitfähigkeit behält. Abseits von Displays sind auch diverse andere Anwendungen des Materials denkbar, etwa für künstliche Haut in Verbindung mit geeigneten Sensoren.
Um ihr Leitermaterial zu fertigen, mischen die Japaner Kohlenstoff-Nanoröhren mit einer ionischen Flüssigkeit und flüssigen Polymeren. Durch Verarbeitung mit einem Hochdruckstrahl entstehen dünne, lange Nanoröhren-Bündel, die gleichmäßig in der Masse verteilt sind. Das Material ist für eine Verarbeitung per Druckverfahren geeignet, was ein wichtiger Vorteil gegenüber anderen Ansätzen für immer flexiblere Elektronik ist. Denn die Fertigung hochleitfähiger, dehnbarer Verkabelungen mit großer Fläche sehen die Wissenschaftler als ein Hindernis, das dank dem druckfähigen Material eher überwunden werden kann. Außerdem gilt der Druck als ein relativ kostengünstiges Herstellungsverfahren.
Someya zufolge hat die Tokioter Dai Nippon Printing bereits Interesse an einer Kommerzialisierung des dehnbaren Displays gezeigt. Ein Produkt sei wohl innerhalb von fünf Jahren realisierbar. Zunächst muss aber die Auflösung des Displays gesteigert werden, wozu den Forschern der Druck feinerer Leiterbahnen als bisher gelingen muss. (Ende)
Aussender: pressetext.austria Redakteur:
Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303
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Mai
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2009
Vista-Nachfolger könnte früh im vierten Quartal erscheinen
Windows 7: Start für 2009 beestätigt (Foto: microsoft.com)
Los Angeles (pte/12.05.2009/10:25) - Im Rahmen der gestern, Montagabend, gestarteten Microsoft-Technologiekonferenz TechEd North America 2009 http://www.msteched.com hat das Unternehmen definitiv bestätigt, dass der allgemeine Start des Vista-Nachfolgers Windows 7 noch für dieses Jahr geplant ist. Rechtzeitig zur Weihnachtssaison soll das neue Windows für Endkunden verfügbar sein. Darüber, ob das Betriebssystem noch vor dem vierten Quartal an den Start gehen könnte, will man bei Microsoft aber nicht spekulieren. “Das Wichtigste ist, die Qualität des Produkts sicherzustellen”, betont Microsoft-Sprecher Herbert Koczera gegenüber pressetext. Denn ein nach Ansicht des Unternehmens unverdientes Negativ-Image wie bei Vista will man vermeiden. “Aufgrund erster Release-Candidate-Tests und dem ausführlichen Feedback unserer Partner ist Windows 7 auf Schiene für eine Verfügbarkeit zu den Feiertagen”, sagte Bill Veghte, Senior Vice President Windows Business bei Microsoft, in seiner TechEd-Keynote. Dass ein geplanter Windows-7-Start für 2009 damit offiziell bestätigt wurde, ist für Branchenkenner freilich keine große Überraschung. Beispielsweise hat IDC-Analyst Rüdiger Spies im Januar gegenüber pressetext betont, dass Microsoft einen möglichst frühen Start von Windows 7 anstreben werde ( http://pressetext.com/news/090107020/ ). Wie ebenfalls erwartet möchte Microsoft aber nichts überstürzen, sondern im Zweifel eher auf eine etwas längere Testphase setzen. “Die allgemeine Verfügbarkeit von Windows 7 wird aus unserer Sicht ins vierte Quartal 2009 fallen”, bestätigt Koczera. Während das britische Technikportal Pocket-lint bereits Ende April unter Berufung auf einen Acer-Mitarbeiter den 23. Oktober als definitives Erscheinungsdatum kolportiert hat, will sich Microsoft aber noch nicht auf einen konkreten Termin festlegen. Dieser werde auch vom weiteren Verlauf der Release-Candidate-Tests abhängen, so Koczera. Es sei aus heutiger Sicht aber durchaus denkbar, dass das neue Windows bereits früh im vierten Quartal in Endkundenhände gelangt. Dementsprechend wäre es möglich, dass Windows 7 noch im Sommer an OEMs ausgeliefert wird. Das käme den Geräteherstellern im Netbook-Segment sicherlich gelegen. Immerhin hat beispielsweise Netbook-Vorreiter Asus immer wieder klar gemacht, dass man möglichst bald Windows-7-Netbooks anbieten möchte. Zur TechEd hat Microsoft auch einen Windows Server 2008 R2 Release Candidate http://www.microsoft.com/WindowsServer2008R2 . Die finale Version des Server-Betriebssystems soll nach Angaben des Unternehmens im gleichen Zeitrahmen wie Windows 7 veröffentlicht werden. (Ende)
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Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303
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Mai
12
2009
NTT DoCoMo stellt bandbreitenschonende Technologie vor
Räumliche Audiowiedergabe kommt aufs Handy (Foto: nttdocomo.com)
Tokio (pte/12.05.2009/06:05) - Der japanische Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo http://www.nttdocomo.com hat eine Technologie entwickelt, die eine räumlich getrennte Audioübertragung bei Mobiltelefonen ermöglicht. Sie erlaubt dem Handy-Nutzer, etwa bei Telekonferenzen jeder Geräuschquelle - beispielsweise anderen Teilnehmern - eine bestimmte Position im Raum zuzuweisen. Das erlaubt eine natürlichere Kommunikation. Im Vergleich zu existierenden, ähnlichen Technologien erfordert die neue Entwicklung laut Unternehmen relativ wenig Übertragungsbandbreite und Rechenaufwand. Mit der NTT-DoCoMo-Technologie kann ein Nutzer mit Kopfhörern die Stimmen verschiedener Sprecher wahrnehmen, als käme jede aus einer bestimmten Richtung. So entsteht eine virtuelle Kommunikationsumgebung, die persönlichen Gesprächen in der realen Welt ähnlich ist. Diese Idee an sich ist nicht neu, denn 3D-Audio-Lösungen sind ein gängiger Bestandteil von Telepresence-Lösungen für virtuelle Konferenzen. Allerdings betont NTT DoCoMo, dass die eigene Technologie besonders gut für Handys und andere relativ leistungsschwache Endgeräte geeignet ist, da sie besonders ressourcenschonend arbeitet. Bei existierenden Ansätzen zur räumlich getrennten Audioübertragung werden Encoding/Decoding und die räumliche Audiosynthese getrennt durchgeführt, so das Unternehmen. Der eigene Ansatz verbinde nun diese beiden Prozesse, wodurch die zur Übertragung notwendige Bitrate und auch die Rechenlast minimiert werden. Dabei werden Server- und Client-seitige Prozesse kombiniert. Der Server identifiziert die wichtigen Klangkomponenten in der Stimme jedes Sprechers und sorgt für eine effiziente Kompression des Datenstroms, der ans Handy übertragen wird. Dort wird der empfangene Stream dekodiert und gleichzeitig ein räumliches Klangbild synthetisiert. NTT DoCoMo stellt seine Entwicklung seit heute, Dienstag, im Rahmen des Wireless Technology Park 2009 http://www.wt-park.com/eng , einer Fachmesse für drahtlose Kommunikationstechnologien, vor. Zunächst wird weiter an der Technologie geforscht, doch langfristig soll sie kommerziell verfügbar gemacht werden. Als denkbare Anwendungen nennt das Unternehmen neben mobilen Telekonferenzen auch den Fernunterricht sowie Online-Spiele. (Ende)
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Thomas Pichler email: pichler@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303
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